Keta Gavasheli. Closer
Förderpreis der Kunststiftung Rainer Wild
04.12.2025 - 23.02.2026 | Kunsthalle Mannheim
Eingabedatum: 02.12.2025

Die Kunststiftung Rainer Wild zeichnet am Mittwoch, 03.12.25, 19 Uhr die in Düsseldorf lebende Künstlerin Keta Gavasheli mit einem Förderpreis in der Kunsthalle Mannheim aus.
Keta Gavasheli (*1990 in Tiflis, Georgien) ist die diesjährige Preisträgerin des Förderpreises der Kunststiftung Rainer Wild. Ihre Arbeiten zeigen, wie bruchstückhaft Erinnerungen sind und wie Sprache dabei eine unsichere Spur hinterlässt. Mit Klang, Poesie und Performance macht sie erfahrbar, wie Sprache und Erinnerung Grenzen überschreiten.
Im STUDIO der Kunsthalle Mannheim macht die Ausstellung „Closer“ Wahrnehmung selbst zum Thema. Die Arbeiten von Keta Gavasheli lassen die Besucher*innen in flüchtige Eindrücke eintauchen, in Momente, die nie vollständig festgehalten werden können. Zentral im Raum ist die Installation „Yet unnamed“, bei der zwei Filme nebeneinander laufen, die durch eine Lupe gefilmt einen neuen Blick auf Straßen, Plätze und Umgebungen eröffnen. Die Aufnahmen wirken verschwommen, flirren zwischen Schwarz und Weiß, und zeigen weniger die Orte selbst als die Erfahrung des Sehens und der Bewegung. Ergänzt wird das Werk durch Bild, Klang, Objekte, deren Anordnung ein Geflecht aus Fragmenten schafft, das gleichzeitig Nähe und Distanz erzeugt. Die Ausstellung fordert zum aktiven Mitdenken auf und benötigt dafür ein vorsichtiges Herantasten an das Gesehene. Sie zeigt, wie Eindrücke sich verschieben, überlagern und neu formen – und macht sichtbar, dass Sehen, Hören und Erleben immer unvollständig, verletzlich und zugleich intensiv sind. „Closer“ macht die Flüchtigkeit und Intensität jedes Moments spürbar und lädt ein, die Wahrnehmung als lebendigen, fortwährenden Prozess zu erfahren.
Keta Gavasheli wurde 1990 in Tiflis, Georgien geboren, lebt und arbeitet in Düsseldorf. Sie studierte Architektur in Tiflis bevor sie 2017 zur freien Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf wechselte. 2024 machte sie ihren Abschluss als Meisterschülerin bei Dominique Gonzales-Foerster.
Jetzt wird die Künstlerin mit dem Förderpreis der Kunststiftung Rainer Wild ausgezeichnet. Eine Jury aus fünf Kurator*innen wählte sie aus 13 nominierten zeitgenössischen Kunstschaffenden aus. Der Preis ist mit 5.000 € dotiert und mit der nun zu sehenden Einzelausstellung in der Kunsthalle Mannheim verbunden.
Die 2009 gegründete Kunststiftung Rainer Wild des Heidelberger Unternehmers, Stifters und Kunstsammlers Prof. Dr. Rainer Wild zeichnet mit dem 2015 ins Leben gerufenen Förderpreis bildende Künstler*innen unter 35 Jahren aus ganz Deutschland aus. Auf Wunsch der Stiftung wird der Preis seit 2020 in Mannheim verliehen. Die diesjährige Jury bildeten die Kurator*innen: Stefanie Böttcher, Kunsthalle Mainz; Manuela Husemann, Kunsthalle Mannheim; Ina Neddermeyer, Museum Giersch, Frankfurt; Stefanie Patruno, Städtische Galerie Karlsruhe; Thomas Thiel, Kunstmuseum Siegen
Keta Gavasheli (*1990 in Tiflis, Georgien) ist die diesjährige Preisträgerin des Förderpreises der Kunststiftung Rainer Wild. Ihre Arbeiten zeigen, wie bruchstückhaft Erinnerungen sind und wie Sprache dabei eine unsichere Spur hinterlässt. Mit Klang, Poesie und Performance macht sie erfahrbar, wie Sprache und Erinnerung Grenzen überschreiten.
Im STUDIO der Kunsthalle Mannheim macht die Ausstellung „Closer“ Wahrnehmung selbst zum Thema. Die Arbeiten von Keta Gavasheli lassen die Besucher*innen in flüchtige Eindrücke eintauchen, in Momente, die nie vollständig festgehalten werden können. Zentral im Raum ist die Installation „Yet unnamed“, bei der zwei Filme nebeneinander laufen, die durch eine Lupe gefilmt einen neuen Blick auf Straßen, Plätze und Umgebungen eröffnen. Die Aufnahmen wirken verschwommen, flirren zwischen Schwarz und Weiß, und zeigen weniger die Orte selbst als die Erfahrung des Sehens und der Bewegung. Ergänzt wird das Werk durch Bild, Klang, Objekte, deren Anordnung ein Geflecht aus Fragmenten schafft, das gleichzeitig Nähe und Distanz erzeugt. Die Ausstellung fordert zum aktiven Mitdenken auf und benötigt dafür ein vorsichtiges Herantasten an das Gesehene. Sie zeigt, wie Eindrücke sich verschieben, überlagern und neu formen – und macht sichtbar, dass Sehen, Hören und Erleben immer unvollständig, verletzlich und zugleich intensiv sind. „Closer“ macht die Flüchtigkeit und Intensität jedes Moments spürbar und lädt ein, die Wahrnehmung als lebendigen, fortwährenden Prozess zu erfahren.
Keta Gavasheli wurde 1990 in Tiflis, Georgien geboren, lebt und arbeitet in Düsseldorf. Sie studierte Architektur in Tiflis bevor sie 2017 zur freien Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf wechselte. 2024 machte sie ihren Abschluss als Meisterschülerin bei Dominique Gonzales-Foerster.
Jetzt wird die Künstlerin mit dem Förderpreis der Kunststiftung Rainer Wild ausgezeichnet. Eine Jury aus fünf Kurator*innen wählte sie aus 13 nominierten zeitgenössischen Kunstschaffenden aus. Der Preis ist mit 5.000 € dotiert und mit der nun zu sehenden Einzelausstellung in der Kunsthalle Mannheim verbunden.
Die 2009 gegründete Kunststiftung Rainer Wild des Heidelberger Unternehmers, Stifters und Kunstsammlers Prof. Dr. Rainer Wild zeichnet mit dem 2015 ins Leben gerufenen Förderpreis bildende Künstler*innen unter 35 Jahren aus ganz Deutschland aus. Auf Wunsch der Stiftung wird der Preis seit 2020 in Mannheim verliehen. Die diesjährige Jury bildeten die Kurator*innen: Stefanie Böttcher, Kunsthalle Mainz; Manuela Husemann, Kunsthalle Mannheim; Ina Neddermeyer, Museum Giersch, Frankfurt; Stefanie Patruno, Städtische Galerie Karlsruhe; Thomas Thiel, Kunstmuseum Siegen
04.12.2025 - 23.02.2026
Kunsthalle Mannheim
Friedrichsplatz 4, 68165 Mannheim
Presse
Kontext
Einordnung:Keta Gavashelis multimediale Installationen stehen in der Tradition post-konzeptueller Kunst, die den Wahrnehmungsprozess selbst ins Zentrum rückt. Ihre Auseinandersetzung mit der Fragmentierung von Erinnerung und der Flüchtigkeit von Sprache wird durch immersive Raumgefüge aus Video, Klang und Objekten erfahrbar gemacht. Die bewusst unscharfe, experimentelle Bildsprache, die an frühe Videokunst erinnert, verweigert eine klare Repräsentation zugunsten der sinnlichen Erfahrung. Stattdessen schafft sie phänomenologische Erfahrungsräume, die die Betrachter*innen aktiv einbeziehen und die subjektive, prozesshafte Natur des Sehens thematisieren. Damit knüpft sie an zeitgenössische Positionen an, die – wie auch ihre Lehrerin Dominique Gonzalez-Foerster – die Grenzen zwischen Kunstwerk, Raum und Rezipient auflösen.








