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Dorothea von Stetten-Kunstpreis

26.03. - 16.08.2026 | Kunstmuseum Bonn

Eingabedatum: 20.03.2026

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Sarah-Anaïs Desbenoit, Silver Lining, 2023, Installationsansicht Art Center YGREC, Aubervilliers, Frankreich
Der Dorothea von Stetten-Kunstpreis wird seit 1984 alle zwei Jahre im Kunstmuseum Bonn vergeben. Seit 2014 richtet sich der mit 10.000 Euro dotierte Preis an junge Künstler:innen aus den Nachbarländern Deutschlands, um internationale Vernetzung und Sichtbarkeit zu fördern. Im Jahr 2026 werden erstmals Künstler: innen aus Frankreich ausgezeichnet.

Die diesjährigen Finalist:innen Tohé Commaret (*1992), Sarah-Anais Desbenoit (*1992) und Pol Taburet (*1997) vereint ihre selbstbewusste visuelle Ästhetik, in der sie bekannte Medien wie Malerei und Kino neu denken. Unter zehn Nominierten wurden sie von der Jury, bestehend aus Liberty Adrien (KW Institute for Contemporary Art, Berlin), Anna Fricke (Museum Folkwang, Essen), Elisabeth Kihlström (Preisträgerin 2024), Viktor Neumann (Bonner Kunstverein) und Friederike Voßkamp (Museum August Macke Haus, Bonn), ausgewählt:

„Ihre Werke erscheinen uns visuell überraschend, inhaltlich komplex und gesellschaftlich relevant. Wir sind davon überzeugt, dass alle drei die Räume für die Preis-Ausstellung auf eindringliche und faszinierende Art und Weise bespielen werden.“

Für das deutsch-französische Begleitprogramm kooperiert das Kunstmuseum mit dem Institut français Bonn.

26.03. - 16.08.2026

Kunstmuseum Bonn

Helmut-Kohl-Allee 2, 53113 Bonn

https://www.kunstmuseum-bonn.de

Presse

Kontext

Einordnung:
Die Positionen von Tohé Commaret, Sarah-Anais Desbenoit und Pol Taburet reihen sich kunsthistorisch in den hochaktuellen Diskurs der *Post-Medium Condition* ein, in dem die Grenzen klassischer Gattungen zunehmend aufgelöst und hybridisiert werden. Indem diese junge Künstlergeneration der 1990er-Jahre historisch tradierte Leitmedien wie die Malerei und das Kino „neu denkt“, bricht sie mit konventionellen Rezeptionsmustern und überführt flächige oder lineare Formate in raumgreifende, immersive Erfahrungen.
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