Kein Raumschiff nötig: ZKM fliegt zum Mars, um die Erde zu retten
06.06. - 13.09.2026 | ZKM | Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe
Eingabedatum: 07.06.2026

Wie leben wir, wenn die Erde nicht mehr funktioniert? Fünf Monate lang haben Expert:innen und Karlsruher Bürger:innen gemeinsam an Prototypen für ein Leben auf dem Mars gearbeitet – und dabei Ideen gesammelt, die wir in Zukunft auf der Erde brauchen werden. Im zweiten Teil des Projekts „MARS! Mobilizing Awareness for Resilient Societies!“ präsentiert die Konzeptausstellung „MARS!“ die Forschungsergebnisse dieser vorangegangenen Workshops und lädt dazu ein, Teil der „Red Dust Society“ zu werden, um Ideen, Konzepte und Wünsche für ein gerechtes Leben nicht nur auf anderen Planeten mitzugestalten.
Wie geht das Leben auf dem Mars …
Vor wenigen Wochen landeten die Astronaut:innen der Artemis 2 wieder sicher auf der Erde. Die erfolgreich abgeschlossene Mondumrundung ist eine wichtige Wegbereiterin für den bemannten Flug zum Mars. Doch was kommt dann? Wie könnte es weitergehen, wenn die Menschheit irgendwann bereit wäre, zum Mars aufzubrechen?
Das seit Januar 2026 laufende Projekt MARS! Mobilizing Awareness for Resilient Societies! nimmt den Roten Planeten als Ausgangspunkt für ein Gedankenexperiment. Das fiktive Szenario: Die Weltgemeinschaft hat beschlossen, die Mars-Besiedlung als gemeinschaftliches, demokratisches Vorhaben anzugehen. Dazu ist es erforderlich, dass wir uns kollektiv den damit einhergehenden vielfältigen Fragen und Herausforderungen stellen: Wie muss ein Lebensraum gestaltet sein, der extremen Wetterbedingungen standhält? Welches Recycling-System benötigen wir, um die begrenzten Ressourcen optimal nutzen zu können? Wie können wir unsere soziale Ordnung so gestalten, dass sie auch unter Druck funktioniert? Und was für ein Fürsorgesystem müssen wir für einen Planeten aufbauen, der gar nicht um menschliche Gesellschaft gebeten hat?
… und wie das Leben auf der Erde?
Die in MARS! verhandelten Fragen zielen nicht auf eine ferne Zukunft im All ab – sie betreffen unmittelbar unser Zusammenleben auf der Erde. Die fiktionale Marsbesiedlung dient dabei als Perspektivwechsel: Sie macht sichtbar, welche ökologischen, sozialen und politischen Veränderungen notwendig sind, um nachhaltige Lebensräume zu gestalten.
Im Rahmen des Projekts hat das ZKM | Hertzlab gemeinsam mit Expert:innen, Künstler:innen und Vertreter:innen der Zivilgesellschaft über fünf Monate hinweg an konkreten und spekulativen Lösungsansätzen gearbeitet. Unter dem Titel Red Dust Society entstanden in fünf Workshops Prototypen zu zentralen Themenfeldern wie Habitat, Mental Health, Food, Governance und Ressourcenmanagement. Erste Ergebnisse dieser kollaborativen Forschung werden nun in der Konzeptausstellung MARS! präsentiert. Die Ausstellung versteht sich zugleich als offene Werkstatt: Besucher:innen sind eingeladen, sich aktiv einzubringen, Ideen weiterzudenken und den Prozess mitzugestalten.
In der dritten und letzten Phase von MARS! Mobilizing Awareness for Resilient Societies! sollen die Modelle, Erkenntnisse und Visionen vom 15. bis 27. Oktober 2026 in einer Dauerperformance auf dem Karlsruher MARS!platz (derzeit noch Marktplatz) erprobt werden.
Wie geht das Leben auf dem Mars …
Vor wenigen Wochen landeten die Astronaut:innen der Artemis 2 wieder sicher auf der Erde. Die erfolgreich abgeschlossene Mondumrundung ist eine wichtige Wegbereiterin für den bemannten Flug zum Mars. Doch was kommt dann? Wie könnte es weitergehen, wenn die Menschheit irgendwann bereit wäre, zum Mars aufzubrechen?
Das seit Januar 2026 laufende Projekt MARS! Mobilizing Awareness for Resilient Societies! nimmt den Roten Planeten als Ausgangspunkt für ein Gedankenexperiment. Das fiktive Szenario: Die Weltgemeinschaft hat beschlossen, die Mars-Besiedlung als gemeinschaftliches, demokratisches Vorhaben anzugehen. Dazu ist es erforderlich, dass wir uns kollektiv den damit einhergehenden vielfältigen Fragen und Herausforderungen stellen: Wie muss ein Lebensraum gestaltet sein, der extremen Wetterbedingungen standhält? Welches Recycling-System benötigen wir, um die begrenzten Ressourcen optimal nutzen zu können? Wie können wir unsere soziale Ordnung so gestalten, dass sie auch unter Druck funktioniert? Und was für ein Fürsorgesystem müssen wir für einen Planeten aufbauen, der gar nicht um menschliche Gesellschaft gebeten hat?
… und wie das Leben auf der Erde?
Die in MARS! verhandelten Fragen zielen nicht auf eine ferne Zukunft im All ab – sie betreffen unmittelbar unser Zusammenleben auf der Erde. Die fiktionale Marsbesiedlung dient dabei als Perspektivwechsel: Sie macht sichtbar, welche ökologischen, sozialen und politischen Veränderungen notwendig sind, um nachhaltige Lebensräume zu gestalten.
Im Rahmen des Projekts hat das ZKM | Hertzlab gemeinsam mit Expert:innen, Künstler:innen und Vertreter:innen der Zivilgesellschaft über fünf Monate hinweg an konkreten und spekulativen Lösungsansätzen gearbeitet. Unter dem Titel Red Dust Society entstanden in fünf Workshops Prototypen zu zentralen Themenfeldern wie Habitat, Mental Health, Food, Governance und Ressourcenmanagement. Erste Ergebnisse dieser kollaborativen Forschung werden nun in der Konzeptausstellung MARS! präsentiert. Die Ausstellung versteht sich zugleich als offene Werkstatt: Besucher:innen sind eingeladen, sich aktiv einzubringen, Ideen weiterzudenken und den Prozess mitzugestalten.
In der dritten und letzten Phase von MARS! Mobilizing Awareness for Resilient Societies! sollen die Modelle, Erkenntnisse und Visionen vom 15. bis 27. Oktober 2026 in einer Dauerperformance auf dem Karlsruher MARS!platz (derzeit noch Marktplatz) erprobt werden.
06.06. - 13.09.2026
ZKM
Lorenzstraße 19, 76135 Karlsruhe
Presse
Kontext
Einordnung:Das Projekt „MARS!“ verortet sich in der Tradition der *Social Practice Art* und des *Speculative Design*, indem es den musealen Raum in ein partizipatives Gesellschaftslabor umfunktioniert. Anstelle namentlich genannter Einzelkünstler:innen tritt hier – initiiert durch das ZKM | Hertzlab – eine kollektive, interdisziplinäre Autorschaft aus Zivilgesellschaft und Expert:innen („Red Dust Society“) in den Vordergrund. Methodisch lösen prozesshafte Techniken wie kollaboratives Prototyping, offene Werkstattformate und eine abschließende Dauerperformance im öffentlichen Raum das klassische, objektgebundene Kunstwerk ab. Thematisch reiht sich die Konzeptausstellung in den aktuellen kunsthistorischen Diskurs des Anthropozäns und der *Eco-Art* ein: Die utopisch-dystopische Projektionsfläche einer fiktiven Marskolonisation dient als kritischer Spiegel für irdische Ressourcenkrisen, ökologische Nachhaltigkeit und soziale Resilienz. Damit knüpft das Projekt an den Anspruch historischer Avantgarden an, Kunst als direkten Entwurf für neue Lebenswelten zu begreifen, und übersetzt diesen in eine angewandte, aktivistische Form der künstlerischen Zukunftsforschung.






