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Manuel Graf - Museum X, Mönchengladbach (28.10.06 - 7.1.07)


Eingabedatum: 18.10.2006

bilder

Seit September 06 wird das Museum Abteiberg für ein Jahr gerneralsaniert. Aus diesem Grund entstand das temporäre "Museum X", dessen Foyer der Künstler Manuel Graf ab 28.10.06 in einen Videoraum verwandelt.
Weiter Informationen zum Konzept des Museum X, unter: realities-united.de

Weitere Informationen zu der Ausstellung von Manfred Graf:
I. Über die aus der Zukunft fließende Zeit
Eröffnung: Samstag, 28.10., 18 Uhr

II. Woher kommt die Kunst, oder: die Blüte des Menschen
Eröffnung: Samstag, 2.12., 18 Uhr

im Foyer Museum X

Der in Düsseldorf lebende Künstler Manuel Graf (*1978) verwandelt das Foyer des Museum X in einen Videoraum, der unerwartete Lehrstunden über die Geschichte von Mensch, Architektur und Kunst präsentiert. Zunächst wird die Videoanimation "Über die aus der Zukunft fließende Zeit" (10 Min. Loop) gezeigt, anschließend folgt die Erstaufführung eines zur Zeit entstehenden neuen Videos "Woher kommt die Kunst, oder: die Blüte des Menschen", dessen filmische Requisiten ebenfalls Teil der Präsentation werden.
In seinen ersten animierten Videoarbeiten und Skulpturen beschäftigte sich Manuel Graf mit Architektur in all ihren Ausformungen und Bedeutungsebenen, sei es physisch, psychologisch, ideologisch oder spirituell. Ihn interessierte die andauernde Faszination einer "alten Idee". In seiner Arbeit 1000 Jahre sind ein Tag von 2005 ließ er Architekturen aus verschiedenen Epochen durch eine Art universellen Raum fliegen und stellte damit eine Gleichzeitigkeit durch die Zeit her. In der Arbeit PingPong nutzte er das "Endless House" von Kiesler als Zeitmaschine (und reale Skulptur) um aus der Vergangenheit in die Gegenwart transportiert zu werden. Die in der Animation vorkommenden Architekturen, z.B. des ersten Goetheanums von Rudolf Steiner, durchliefen in diesem Prozess mehrere Metamorphosen.
In seiner 2006 entstandenen Arbeit "Über die aus der Zukunft fließende Zei" berichtet Manuel Grafs ehemaliger Lehrer Herr Wallat. Der Titel manifestiert sich zunächst durch eine Animation von Frank Loyd Wrights "Falling Waters". Danach folgt eine Grafik der Düsseldorfer Theodor-Heuss-Brücke, von der (als gegenwärtigem Standpunkt) ein Stück "Jetzt" abbricht und in das Dach einer Animation von Ledoux� Schleusenwärterhaus fällt. Von dort führt uns Manuel Graf zu dem Vortrag "Ekkehard Wallat über eine Evolutionstheorie nach O.H. Schindewolf" (einem Zeitgenossen Darwins). Herr Wallat spricht über den Alterungsprozess anhand von Kindheits-und Altersschädeln von Australopithecus, Pithecanthropus und Neanderthaler bis zum Homo Sapiens. Die Theorie besagt, dass der Alterungsprozess von den jeweiligen Kindheitsschädeln der unterschiedlichen Spezies zu deren Alterschädeln linear verläuft, von feiner und kleiner zu gröber und ausgeprägter. Von Australopithecus bis zum modernen Menschen verhält es sich jedoch umgekehrt, hier verläuft die Entwickelung rückläufig. Vergleicht man einen Altersschädel des Australopithecus mit einem Altersschädel des Homo Sapiens, so ist es als ob man einen Kindheitsschädel mit einem Altersschädel vergleicht. Es hat eine "Verjüngung" stattgefunden. Während Herr Wallat diese Theorie darlegt, erscheinen Animationen der jeweiligen Schädel und ihrer Entwicklungsrichtungen. Im zweiten Teil der Arbeit erklärt Herr Wallat die gleiche Theorie anhand des Pflanzenwachstums. Währenddessen materialisieren sich auf poetische und magische Weise die angesprochenen Prozesse aus seinen Händen. Zusammenfassend gibt uns Herr Wallat mit auf den Weg, dass es zwei Richtungen gibt in denen die Zeit verläuft: "alt werden" - "jung werden". Diese Fließrichtungen der Zeit werden veranschaulicht durch abstrakte spiralförmige und sternförmige Muster. Am Ende erhebt sich das Stück "Jetzt" aus dem Dach des Schleusenwärterhauses und Coldplay singen "I�m going back to the start".
Die neue Arbeit "Woher kommt die Kunst, oder: die Blüte des Menschen" treibt die Theorie der "aus der Zukunft fließenden Zeit" weiter in eine Erörterung der Herkunft von Kunst. Ausgehend von der bereit zuvor von Hern Wallat dargelegten Überlegung, wonach die Blüte einer Pflanze vielleicht gar nicht aus der Pflanze selbst entsteht, sondern vom Schmetterling (als Teil der beseelten Welt) an die Pflanze herangetragen wird, stellt Graf philosophische Modelle über die Entstehung von Kunst auf: Ist Kunst ein Ergebnis aus schon bestehender Schönheit bzw. Kunst - und schöpft sie demnach aus dem Vergangenen? Oder zieht der Künstler die Kunst aus der Zukunft in die Gegenwart hinein � das Kunstwerk ist ja erst sinnlich wahrnehmbar, wenn es fertig ist, im Gegensatz zu technischen Dingen wie einer Brücke, bei vor dem Bau bereits die gesamte Konstruktion feststehen muss ..... ? "Wie kommt Neues in die Welt?" Aus der Welt selber oder wird es vielleicht doch von außen an sie herangetragen, so wie es die Gotteslehre sagt? Der neue Film arbeitet mit kleinen Bühnensituationen, deren skulpturale Requisiten ebenfalls im Museum X zu sehen sein werden. Die modellhafte Verkleinerung ist, so Graf über seine Arbeit, eine Ebene, in der "es einem niemand krumm nehmen kann, wenn ich mit der Vergangenheit und der Zukunft umgehe wie mit Äpfeln und Birnen". ... ( Presse / Abteiberg Museum)

Abbildung: MuseumX, Empfangstresen in Foyer des Museum X,
©2006 by realities:united

Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 10-20 Uhr, Sonntag 10-18 Uhr

Museum X, ehemaliges Schauspielhaus
Hindenburgstraße 73
41061 Mönchengladbach
Tel: 02161-252637

museum-abteiberg.de







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Manuel Graf:


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- art cologne 2015

- JULIA STOSCHEK FOUNDATION E.V. Sammlung

- Kunstverein für die Rheinlande, Düsseldorf

- Kunstverein für die Rheinlande, Düsseldorf 2015

- Kunstverein Hamburg


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