Christophe Ndabananiye - 11° 40′ S 27° 29′ O

22.8. - 13.9.2020 | Kunstverein in Hamburg
Eingabedatum: 16.08.2020

vorher: Christophe Ndabananiye -  11° 40′ S 27° 29′ O

Im Deutschen unterscheidet man zwischen Erinnerung und Gedächtnis. Während Ersteres im Hinblick auf Kultur und Geschichte das Nachdenken und den Austausch persönlicher Erfahrungen meint, die man durchaus mit anderen teilen kann, versteht man unter Letzterem ein Programm zur Selbstbindung größerer „Wir“-Gruppen, etwa die diversen Rituale, mit denen Nationen ihre Vergangenheit lebendig halten. Wenn wir in der Ausstellung von Christophe Ndabananiye stehen, müssen wir diese Deutungsmuster neu fassen, und dies ist auch gut so.

Christophe Ndabananiye gräbt, wie Bonaventure Soh Bejeng Ndikung treffend beschreibt, nicht nur tief in die Geschichte, sondern auch in die eigene Seele. Er beschreibt, wie Ndabananiye zurückschaut, um über die Vergangenheit nachzudenken und um seinen Platz zu finden in etwas, was man wahrscheinlich als Gegenwart beschreiben würde. Er verarbeitet in seinen formal diversen künstlerischen Arbeiten Themen traumatischer Erfahrungen im Zusammenhang mit Flucht, Familie und Muttersprache und verbindet sie mit seinem jetzigen Leben in Europa. Die Situation ist komplex und die künstlerische Form, die er dafür findet, ist konsequent. Der Titel dieser Einzelausstellung im Kunstverein, 11° 40′ S 27° 29′ O, zeigt die Koordinaten seines Heimatortes Lubumbashi im Kongo. Dies ist der Ausgangspunkt, an dem die physische und psychische Reflektion beginnt, von dem die einzelnen Erzählungen ausgehen und die den räumlichen Prozess des Lebens metaphorisch aufnimmt.

... Kunstverein in Hamburg
KLOSTERWALL 23
20095 HAMBURG
www.kunstverein.de

Presse




Anzeige
Responsive image


Anzeige
Responsive image


Anzeige
Boris Lurie Art Foundation

Chatbot

Was der Bot u.a. jetzt bereits beantworten kann: Was ist Kunst, was macht die Kunst, Konzeptkunst, wozu Kunst, Künstler und was macht art-in.de? Um Fragen, die er noch nicht beantworten kann, kümmern wir uns. Es ist ein Experiment im Aufbau. Wir freuen uns über alle Fragen.


Card image cap

Die absurde Schönheit des Raumes

Dezember 2020 | Hamburger Kunsthalle

Card image cap

Das Raqs Media Collective aus Delhi

November 2020 | Akademie der bildenden Künste Wien