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Leipzig meets Karlsruhe: Die Wanderausstellung zum Freiheits- und Einheitsdenkmal in Leipzig

13.6. - 30.6.2024 | Schloßplatz Karlsruhe

Leipzig meets Karlsruhe: Die Wanderausstellung zum Freiheits- und Einheitsdenkmal in Leipzig macht im Juni Station auf dem Schloßplatz

(Rahmenprogramm siehe unten)

In Leipzig entsteht ab 2025 auf Beschluss des Deutschen Bundestages ein nationales Freiheits- und Einheitsdenkmal, um die Erinnerung an die Friedliche Revolution vom Herbst 1989 in Gegenwart und Zukunft lebendig zu halten. Die Stiftung Friedliche Revolution betreut den Entwicklungsprozess rund um das künftige Denkmal.

Im Herbst 2023 hat die Stiftung dazu die Wanderausstellung „Das Denkmal ist…“ entwickelt. Elf internationale Künstler*innen thematisieren in der Ausstellung anhand von filmischen Arbeiten grundsätzliche Aspekte von Erinnerungskultur und Denkmalsprozessen.

Aktuell tourt die Ausstellung durch die westlichen Bundesländer. Neben Karlsruhe sind Frankfurt am Main, Nürnberg, Hannover und Bonn weitere Stationen. Jeweils rund drei Wochen lang informiert sie in diesen Städten darüber, wie der Denkmals-Prozess sich bis heute entwickelt hat. Ein umfangreiches und dialogorientiertes Rahmenprogramm ergänzt die Ausstellung um Führungen, Diskussionsrunden, Lesungen, Workshops und Performances. Sie versteht sich auch als Anlaufpunkt für Debatten um demokratische Werte und ihre Bewahrung, gerade auch vor dem Hintergrund des Superwahljahres 2024.

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Blick auf den Schlossplatz, 2024, Courtesy Stiftung Friedliche Revolution

Blickfang auf dem Schlossplatz

Vom 13. bis zum 30. Juni 2024 lädt die Leipziger Wanderausstellung „Das Denkmal ist...“ auf dem Schlossplatz in Karlsruhe ein zur künstlerischen Auseinandersetzung mit Erinnerungskultur und Demokratiegeschichte in Deutschland und Osteuropa. Mit Leipzig als zentralem Fixpunkt der Friedlichen Revolution und Karlsruhe als Sitz des Bundesverfassungsgerichtes finden sich für dieses spannenden Projekt zwei zentrale Orte der deutsche Demokratiegeschichte zusammen.

Die Ausstellung präsentiert sich in einem außergewöhnlichen Ambiente, nämlich in einer historischen Raumerweiterungshalle, einer mobilen Architektur aus den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts - zugleich Blickfang und Begegnungsort.

Gesine Oltmanns, Vorstand der Stiftung Friedliche Revolution, hebt hervor: „Mit der Ausstellung und dem geplanten Denkmal schauen wir bewusst über den Leipziger Tellerrand hinaus. Denn das geplante Denkmal ist kein Leipziger Denkmal, sondern als Erinnerungsort deutscher Demokratiegeschichte von nationaler Bedeutung. Schließlich ist ein zentrales Resultat der Friedlichen Revolution das wiedervereinte Deutschland. Dabei ist es sehr wichtig, die Friedliche Revolution als europäische Revolution, insbesondere verbunden mit den Freiheitsbewegungen dieser Zeit in Mittel- und Osteuropa, zu verdeutlichen.“
Mit der „Westreise“ wolle man auch aktuelle Impulse setzen und zeigen, dass aus der Friedlichen Revolution der Auftrag gewachsen ist, die Demokratie gemeinsam zu gestalten und zu beschützen. Was in Zeiten von Populismus und anwachsender Demokratiefeindlichkeit umso wichtiger sei.

Weitere Informationen:

Freiheits- und Einheitsdenkmal

Ansprechpartner*innen:
Stiftung Friedliche Revolution
Susanne-Tenzler-Heusler
+49 173 378 66 01
presse@stiftung-fr.de

Hintergrund

Freiheits- und Einheitsdenkmal in Leipzig
In Leipzig entsteht ab 2025 ein nationales Freiheits- und Einheitsdenkmal, um die Erinnerung an die Friedliche Revolution vom Herbst 1989 in Gegenwart und Zukunft lebendig zu halten. Politische Basis dafür ist der Beschluss des Deutschen Bundestages. Der Leipziger Stadtrat hat im Oktober 2017 die Stiftung Friedliche Revolution mit einem Entwicklungsprozess für das Denkmal beauftragt. Der internationale künstlerische Wettbewerb startete im März 2024, die Umsetzung des Siegerentwurfs ist ab Oktober 2025 geplant.
www.freiheitsdenkmal-leipzig.de

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Blick in die Ausstellung, 2024, Courtesy Stiftung Friedliche Revolution

Das Rahmenprogramm im Überblick

K(EINHEIT) – WIE DIE GEN Z ÜBER DEN OSTEN DENKT
Donnerstag, 20. Juni, 19 Uhr
Ort: Stiftung Forum Recht, Karlstraße 45A, 76133 Karlsruhe

(K)Einheit präsentiert eine exklusive Sneak Peak in die fünfteilige Seriendoku „(K)Einheit – Wie die Gen Z über den Osten denkt“. Die Perspektiven auf den Osten sind so vielfältig wie die Generation Z selbst. Was eine junge Generation in Bezug auf den Osten noch immer bewegt, bleibt im Kaleidoskop der Ambivalenz. Die Verbundenheit zur Heimat wird von real existierenden rechten Strukturen überschattet, das demokratische Engagement dieser jungen Generation ist hoch. Genauso hoch wie der Wunsch im Osten zu bleiben. Gleichzeitig zieht es viele junge Menschen in die alten Bundesländer. Sind wir also eine (K)Einheit? Im Gespräch mit dem Protagonisten Tim Sachse und Co-Projektleiterin Lisa Trebs zum Aktivismus gegen Rechts in Ostdeutschland und was das im Zuge der Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg bedeutet.

GUNDERMANN REVIER
Samstag, 22. Juni, 19 Uhr
Ort: Kinemathek, Kaiserpassage 6, 76133 Karlsruhe
Mit Regisseurin Grit Lemke, moderiert von Hanna Thuma

Wie tickt der Osten? Das Lausitzer Revier und die einstige „sozialistische Wohnstadt“ Hoyerswerda bilden den Hintergrund für die Biografie von Gerhard Gundermann, Rockpoet, Baggerfahrer und „Stimme des Ostens“. Wie in einem Brennspiegel bündeln sich in der Region und in seinem Werk globale Fragen: Heimat und Industrie, das Ende der Arbeit, Utopie und individuelle Verantwortung. Eine Lehrerin, seine ersten Wegbegleiter aus der Brigade Feuerstein, sein Tontechniker und enger Mitarbeiter kommen ebenso zu Wort wie die Silly-Musiker Uwe Hassbecker und Ritchie Barton, Andy Wieczorek von der Band „Seilschaft“ und Conny Gundermann. Der Bürgerchor Hoyerswerda singt Gundermann und führt ihn in die Gegenwart des Reviers, das sich neu erfinden muss. Poetische Reflexionen einer Ich-Erzählerin, die in Hoyerswerda mit Gundermann aufwuchs, und metaphorische Bilder einer umgebrochenen Landschaft und Stadt führen durch den Film. Sie treten in einen Dialog mit Gundermann in weitgehend unbekannten Archivaufnahmen, Texten und Musik. Ein Film über einen von denen, „die die welt nicht retten können aber möchten / mit viel zu kurzen messern in viel zu langen nächten“. Und über ein Revier: die Lausitz und Hoyerswerda, der Osten, aber auch Deutschland oder unser globaler Lebensraum – ein Ort der Utopie.

OFFENE FÜHRUNG DURCH DIE AUSSTELLUNG
Sonntag, 23. Juni, 12 Uhr und Sonntag, 30. Juni, 12 Uhr
Ort: Ausstellung auf dem Schlossplatz

In der dialogischen Führung durch die Ausstellung soll in Kürze die Bedeutung der Leipziger Montagsdemonstrationen für das Ende der DDR thematisiert werden. Desweiteren werden verschiedene Arbeiten internationaler Künstler*innen gezeigt, die sich, zumeist in verschiedenen Video-Formaten mit Monumentalisierungsaspekten (vor allem in Bezug auf Leipzig und das Leipziger Umland sowie den Montagsdemonstrationen) beschäftigen. Die Führung geht sowohl auf inhaltliche als auch auf kuratorische Aspekte der Ausstellung ein. Dabei werden Denkmalprozesse als Aushandlungsprozesse betrachtet und nach der Bedeutung von Denkmälern für uns gefragt.

ZEITZEUG:INNENGESPRÄCH MIT SUSANNE KUCHARSKI-HUNIAT
Dienstag, 25. Juni, 16 Uhr
Ort: Ausstellung auf dem Schlossplatz, 76131 Karlsruhe

Im Zeitzeug:innengespräch möchten wir bei Kaffee und Kuchen mit Susanne Kucharski-Huniat über ihr Erlebnis während, nach und vor der Friedlichen Revolution sprechen. Kucharski-Huniat hat sich nicht nur während der Friedliche Revolution engagiert, sondern auch danach unter anderem als Kulturdezernentin die Leipziger Politik mitgeprägt, nicht zuletzt den Prozess um das Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal. Sie sind herzlich mit Ihrer Perspektive und Ihren Erfahrungen der 1980er und 1990er Jahre willkommen: treten Sie mit uns in den Austausch!

„MEIN DENKMAL IST...“ OFFENER KREATIV-WORKSHOP FÜR KINDER ZUM THEMA DENKMAL FÜR DIE ZUKUNFT
Mittwoch, 26. Juni, 14 Uhr – 15 Uhr, durchgeführt von Hanna Thuma
Ort: Ausstellung auf dem Schlossplatz, 76131 Karlsruhe

In Leipzig soll bald ein Freiheits- und Einheitsdenkmal entstehen, das an die Friedliche Revolution von 1989 erinnern soll. Aber was genau ist damals eigentlich passiert? Und wieso brauchen wir dafür ein Denkmal? Was ist eigentlich ein Denkmal? Sind das nicht die alten verstaubten Männer auf Pferden, die in jeder größeren Stadt rumstehen, oder geht das auch anders?
In dem Workshop wollen wir im Ausstellungsraum über die Friedliche Revolution sprechen und uns selbst überlegen, wie wir ein Freiheitsdenkmal gestalten möchten. Dazu wollen wir Collagen basteln, neue Denkmäler aus Ton entwerfen oder eine Handlungsanleitung für den Bau eines neuen Denkmals schreiben.
Der Workshop ist kostenfrei. Am Workshop teilnehmen können Kinder und Jugendliche von 8 bis 16 Jahren, die Lust auf eine kreative Annäherung an die Ausstellung haben.

„ORTE DER FRIEDLICHEN REVOLUTION 1989 IN SACHSEN“ FILM UND GESPRÄCH MIT FRANK RICHTER
Mittwoch, 26. Juni, 17:30 Uhr
Ort: Stadtbibliothek Karlsruhe, Ständehausstr. 2, 76133 Karlsruhe
Moderiert von Gesine Oltmanns

Die Friedliche Revolution in Sachsen 1989/90 hat das Leben der Menschen grundlegend verändert. Durch Demonstrationen großer Teile der Bevölkerung entstanden neue politische Kräfte, wie die Gruppe der 20 in Dresden. Ab Oktober 1989 verlor die SED-Staatspartei der DDR an Einfluss und Macht. Der Film erzählt von diesem Geschehen in ausgewählten sächsischen Orten und Regionen: Dresden, Plauen, Leipzig und Delitzsch sowie Großhennersdorf und Zittau in der Oberlausitz, Bad Schlema und Aue im Erzgebirge. Das Ergebnis der Friedlichen Revolution in der DDR war die deutsche Wiedervereinigung.
Nach der Filmvorführung werden Gesine Oltmanns und Frank Richter eine Gespräch über die Inhalte des Films führen und dann die Diskussion für die Zuschauer:innen öffnen.
Ein Film von Thomas Eichberg, herausgegeben von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, Dresden 2016.

Weitere Informationen:

Freiheits- und Einheitsdenkmal: www.freiheitsdenkmal-leipzig.de


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