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Boris Lurie

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Neues Forum für Kunst und Fotografie in Köln / Teil 4 (04.03.03)


Eingabedatum: 04.03.2003

Neues Forum für Kunst und Fotografie in Köln / Teil 4 (04.03.03)

bilder


Ebenfalls ins Kölner Forum für Kunst und Fotografie umgezogen ist die Galerie Rolf Hengesbach, die in enger Nachbarschaft mit Privaten Stiftungen und der Galerie Thomas Zander dazu beitragen möchte, dass in dem neuen Gebäudekomplex auch Malerei, Skulptur, Zeichnung und Video gewichtig vertreten sind.

Der New Yorker Michael Venezia (*1935) hat die Malerei zu neuen Ausdrucks- und Wahrnehmungsmöglichkeiten geführt. Nicht mehr der direkte Blick auf das Kunstwerk, sondern die Veränderung, die dieses in der Wahrnehmung seines Umgebungsraumes erfährt, führt den Betrachter zu der eigentlichen Kraft und Spiritualität des Kunstwerkes.
In den späten 60ern hat Venezia den Bildinnenraum entleert und sich auf den Bildrand konzentriert. Er begann mit Sprühpistolen zu arbeiten, um der Farbe eine neue Geschwindigkeit zu geben. Um den "Speed" der Farbe noch zu erhöhen, verwendete er Metallpigmente.
Anfang der 70er hat Michael Venezia das Bild auf ein horizontales Band komprimiert. Die damaligen Bilder hatten eine Höhe von 7 cm und eine Länge von mehr als 3 Metern. Venezia hat die Form bis heute beibehalten, wobei die ursprünglich einteiligen Arbeiten nun aus unterschiedlich langen Segmenten zusammengesetzt sind.

Die großzügigen Räumlichkeiten und die präzise Hängung der Bilder erleichtern dem Betrachter, eine weitere Besonderheit Venezias zu erkennen: er "verflüssigte" den festen Wahrnehmungsort des Bildes auf der Wand. Während man normalerweise vor ein Bild treten und es in seiner Ganzheit in Augenschein nehmen kann, gelingt dies bei Venezia nicht. Das Bild entgleitet immer wieder. Man wird gezwungen, dem unterschiedlichen "Speed" der Farben mit den Augen zu folgen, je nach Farbe und deren Auftragsweise gleitet der Blick schneller oder langsam am Bild entlang.

Ein Besuch in dieser Ausstellung bietet die wunderbare Gelegenheit, sich von Neuem mit dem Prozess des Sehens auseinander zu setzen.

Ausstellungsdauer: 25. Januar bis 5. April 2003
Öffnungszeiten: Di.- Fr. 11-18 Uhr, Sa. 11-16 Uhr

Galerie Rolf Hengesbach | Schönhauser Straße 8 | 50968 Köln

jk





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