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Boris Lurie

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Es ist unsere Stadt - Wir schenken sie euch!


Eingabedatum: 08.03.2010

Es ist unsere Stadt  - Wir schenken sie euch!

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Über die Düsseldorfer Initiative >Freiräume für Bewegung<

Laut Städteranking der Beratungsgesellschaft Mercer ist Düsseldorf die deutsche Stadt mit der höchsten Lebensqualität. Dabei schneidet die Landeshauptstadt NRW besonders gut bei den Erholungsmöglichkeiten und im Bereich der kulturellen Angebote ab und schmückt sich nicht selten mit den Titeln „Art City“ oder „Kulturstadt Düsseldorf“. Dem Kulturreport 2008 zufolge (VÖ November 2009), werden de facto ca.104 Millionen Euro im Jahr für die Kultur in Düsseldorf ausgegeben, doch fließt das Geld meist in die Kassen der großen Museen, Opern, Theater und Konzerthäuser. Gegen die finanzielle Subventionierung der Hochkultur ist natürlich nichts einzuwenden, doch kommen dabei kleinere, alternative Kulturinstitutionen oft zu kurz. Dies gilt nicht nur für die Verteilung der Gelder, sondern vor allem für die Möglichkeit, den Stadtraum kreativ zu nutzen. Doch damit soll nun Schluss sein: Denn seit einiger Zeit rumort es in der freien Kulturszene Düsseldorfs, die sich zur Initiative >Freiräume für Bewegung< zusammengetan hat.

Als Zusammenschluss von über 100 Kulturschaffenden, Ausstellungsorten und soziokulturellen Vereinen möchte >Freiräume für Bewegung< aktiv an der Gestaltung des öffentlichen Raums teilhaben und sich die kreativen Freiräume in der Stadt zurückerobern. Dabei geht es weder um konkrete finanzielle Forderungen noch um eine Gegenbewegung zu den städtisch geförderten Kultureinrichtungen, sondern vielmehr um die Chance, den etablierten Häusern und den kommerzialisierten Massenevents wie z.B. dem Ski Weltcup ein anderes, bunteres, alternativeres Düsseldorf entgegen zu setzen. So will >Freiräume für Bewegung< auf die Missstände der Düsseldorfer Kulturlandschaft und die Fehlentscheidungen der Stadtpolitik aufmerksam machen, die zunehmend öffentlichen Raum und leerstehende Flächen an private Investoren verkauft, um sie für Bürogebäude oder Einkaufszentren mit immer dem selben x-beliebigen Ladengeschäften zu nutzen. Auch gibt es einen massiven Mangel an bezahlbaren Wohnungen, Atelierräumen und Proberäumen, so dass weniger wohlhabende Bürger und Kulturschaffende aus den innerstädtischen Wohngebieten verdrängt werden. Neben dem Aspekt der Gentrifizierung und Privatisierung des öffentlichen Raums möchte >Freiräume für Bewegung< gegen das Vorgehen von Seiten des Ordnungsamtes, die strengen Auflagen bei der Nutzung des öffentlichen Raumes und ungerechtfertigte Bußgeldauflagen protestieren und ist damit nicht alleine: auch in anderen deutschen Städten begehrt die freie Kulturszene auf. Allen voran Hamburg, wo sich Künstler und Kreative wie z.B. Roko Schamoni unter dem Motto „Not in our Name“ gegen die kommerzielle Vereinnahmung des Gängeviertels eingesetzt haben.

Mit diversen Aktionen will >Freiräume für Bewegung< nun auf sich und seine Anliegen aufmerksam machen und läutete am Samstag, den 6. März 2010 eine Serie von Schenkungen an die Stadt Düsseldorf ein: Als „erster Akt“ wurde eine verwahrloste Unterführung in Bahnhofsnähe “schön gemacht“ und von Sprayern um Klaus Klingers Gruppe Farbfieber e.V. gestaltet. Dazu gab es Hip Hop von der Düsseldorfer Lokalgröße Killa Calles, Musik von den Happy Gangstas und eine lange Tafel mit Kaffee und Kuchen. In den kommenden Wochen werden unter dem Leitspruch „Die Stadt gehört uns, wir schenken Sie euch!“ weitere Schenkungsaktionen folgen.

Fotos: Stefanie Ippendorf

Mehr Infos unter:
freiraum-bewegung.de

Stefanie Ippendorf





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