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Julia Tiefenbach. All that is solid melts into air all that is holy is profaned

Zeichnungen, Skulpturen und Glas

25. 03. - 7. 05. 2023 | Kunstraum Kesselhaus, Bamberg

Der Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Oberfranken präsentiert vom 25. März bis 7. Mai sein jüngstes Mitglied, Julia Tiefenbach aus Hof, mit einer Einzelausstellung im Kunstraum Kesselhaus, Bamberg.
Sie hat an der Kunsthochschule Halle, Burg Giebichenstein studiert und zeigt Serien von Ölpastell-Zeichnungen und Objekte aus Holz und Glas. Anhand der Exponate kann das Publikum ihren Arbeitsprozess bei der Aneignung, Bearbeitung und Umgestaltung von funktionalen Alltagsgegenständen in autonome Raumobjekte nachvollziehen. Diese stellt sie in Beziehung zu den architektonischen Relikten der früheren Nutzung der Ausstellungshalle als Heizungsraum des alten Krankenhauses. Sie entdeckt und erforscht mögliche skulpturale Qualitäten von Gegenständen, die wir nur wegen ihres Gebrauchswertes beachten und deshalb als banal betrachten. Deren Formen und räumliche Strukturen ertastet sie aus der Erinnerung mit freien Zeichnungen, die die geraden Linien der funktionalen Gegenstände durch die Lebendigkeit und Vorstellungsgabe der künstlerischen Hand in einen neuen Zusammenhang bringen. Die Zeichnungen, die im Kesselhaus in größerer Anzahl zu sehen sind, bilden dann die Grundlage für äußerst präzise gebaute Objekte ohne Funktion, die wir wegen ihrer Formen und des verwendeten Materials betrachten. Das Kesselhaus ist dafür besonders geeignet, weil es selbst diese Transformation durchlaufen hat und weiter durchläuft: Alle seine Bauteile wurden für einen bestimmten Zweck geschaffen und präsentieren sich uns heute als reine Form, die bereit steht, von unserer Phantasie mit gewandelter Bedeutung aufgeladen und für neue Zwecke genutzt zu werden. Ein Gebäude, das in der Lage ist, die Phantasie von Kunstproduzierenden und Kunstbetrachtenden gleichermaßen anzuregen, ist der ideale Ort für Bambergs zukünftige Entwicklungen auf dem Gebiet der zeitgenössischen Kunst.

Julia Tiefenbach sieht in ihrer Arbeit Parallelen zum Verhältnis des Individuums in den gesellschaftlichen Zwängen des Kapitalismus. Die Erhöhung der Erfolgschancen durch Effizienzsteigerung erfordert vom Menschen einen permanenten Prozess der Selbstoptimierung, in dem die eigene Person immer mehr zum funktionalen Objekt unter fremdbestimmten Bedingungen wird. „Form follows function“, dieser berühmte Spruch des amerikanischen Architekten Louis Sullivan lässt sich auch auf den Menschen selbst anwenden. In unseren Selbstformungsbemühungen folgen wir den Anforderungen an unsere gesellschaftliche Funktion. Wo uns das nicht gelingt, haben wir ein schlechtes Gewissen. Die Formung unserer Persönlichkeit teilweise wieder davon zu trennen und eigenständig zu entwickeln, kann zum Beispiel in künstlerischer Arbeit versucht werden. Dazu bietet.
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Kunstraum Kesselhaus, Untere Sandstraße 42, Eingang vom Leinritt, 96049 Bamberg
www.bbk-oberfranken.de

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