Kunsthochschule für Medien Köln (KHM): Ende Januar 2026
Eingabedatum: 15.01.2026

Lunch Lecture mit Nadja Küchenmeister
Beim Mittwochsritual des Literarischen Schreibens an der KHM entführt Nadja Küchenmeister mit Denis Johnson und seinem Roman "Engel" in die US-amerikanische Literatur.
Mittwoch, 21. Januar 2026, 13.15 Uhr, Interim der Zentralbibliothek, Hohe Straße 68-82, 50667 Köln
Eintritt frei
Nadja Küchenmeister (*1981 in Berlin) lebt dort als freiberufliche Autorin. Schreibt Features und Hörspiele für den Rundfunk. Lehrte Literarisches Schreiben, u.a. am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig sowie an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Im Verlag Schöffling & Co. erschienen ihre Gedichtbände Alle Lichter, Unter dem Wacholder, Im Glasberg und Der Große Wagen. Vielfach ausgezeichnet, u.a. mit Mondseer Lyrikpreis, dem Basler Lyrikpreis und dem Bettina-Brentano-Preis. Ihr Gedichtband Der Große Wagen stand im Mai 2025 auf Platz 1 der SWR-Bestenliste.
soundings #052: multilogue
Als Beitrag zum 35-jährigem Jubiläum der KHM lädt die Reihe soundings im Wintersemester 25/26 Absolvent*innen der letzten Jahrzehnte ein.
Donnerstag: 22. Januar 2026, 20 Uhr, Aula, Filzengraben 2, 50676 Köln
Eintritt frei
Multilogue sind Jiyun Park, Sybella Perry, Hye Young Sin und Franziska Windisch, ein Künstlerkollektiv mit Sitz in Berlin und Brüssel. Durch ihre Zusammenarbeit im Dialog ermöglicht ihr pragmatischer und solidarischer Ansatz jeder Künstlerin, Performances für die anderen Mitglieder zu entwickeln, was zu einer Reihe von unterschiedlichen, aber miteinander verbundenen Werken führt. Für soundings präsentieren sie Garden in Movement, ein Performance-Programm, das den Garten als einen Raum zwischen Privatem und Öffentlichem untersucht. Ein Ort, der sowohl intime Geschichten als auch jahrhundertealte Vermächtnisse birgt, an dem Pflanzen wachsen und verwelken, an dem Menschen zusammenkommen und sich wieder trennen, ein offener Raum für die Fantasie, ein Garten in Bewegung.
Die Reihe soundings wird von Prof. hans w. koch, Prof. Tina Tonagel sowie Dr. Tobias Hartmann konzipiert und kuratiert, den Lehrenden im künstlerischen Schwerpunkt Sound.
POST GROUNDS: RUB x Urban Stage
Ausstellung von Studierenden der KHM in Kooperation mit den Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und ihrem Kunstgeschichtlichen Institut.
Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 28. Januar 2026, 19 Uhr, Campusmuseum der RUB, Universitätsstr. 150, 44801 Bochum, Forumsplatz
Ausstellungsdauer: bis 15. Mai 2026, Di-So 11–17 Uhr, Eintritt frei
Betritt man den Campus der Ruhr-Universität Bochum, wirkt er wie ein Labyrinth, eine Stadt in der Stadt, ein Ort moderner Nachkriegsarchitektur, in dessen Zentrum sich – zwischen Beton und Kunst am Bau – die Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum (RUB) befinden. In der Ausstellung Post Grounds bringen Studierende des Seminarsurban stage unter der Leitung von Prof. Mischa Kuball (Public Art) ihre eigenen künstlerischen Positionen ins Campusmuseum ein und treten mit Exponaten der Kunstsammlungen in einen Dialog. Die Beteiligten verstehen die Sammlung als einen lebendigen Ort, an dem Vergangenheit und Zukunft aufeinandertreffen. Die Ausstellung öffnet Blicke in Räume, die sonst leicht übersehen werden und tritt mit Performances, Arbeiten im öffentlichen Raum und Interventionen in den Sammlungen in Bezug zum Campus.
Mit Werken von: Jini, Niels Gössel, Sihan Chen, Anna Traskaliková, Sebastian Wilsch, Juri Lechthoff, Gabriel Hahner, Oksana Pyzh, Yuanjin Wu, Caroline Weyers, Alexandra Sakir, Lex Nikitina, Kyuwon Moon, Jeongan Choi, Juyoung Lee, Hyunju Lee, Paulina Akbay, Helin Korkmaz & Yuna-Lee Pfau, Shinyoung Rhyu, Duoni Liu, Bella Comsom, Dabin Kim, Yue Cao, Ahona Murkherjee, Alysha Lahner, 17171717171717
8 Ω LESS – Klangkunst ohne Lautsprecher
Klang als skulpturales Medium. Ausstellung von Studierenden der KHM im Künstlerhaus Dortmund
Eröffnung: Freitag, den 30. Januar, 19 Uhr, Künstlerhaus Dortmund, Sunderweg 1, 44147 Dortmund
Bis 31. März 2026, Do - So 16 - 19 Uhr, Eintritt frei
Streichen, Kratzen, Schlagen, Zupfen, Scharren, Blasen, Imaginieren - die Entstehung von Klängen durch mechanische Prozesse steht im Fokus dieser Ausstellung. Die Künstler*innen untersuchen den Klang als skulpturales Medium, beschäftigen sich mit Aspekten der auditiven Wahrnehmung und reflektieren die ästhetischen und konzeptuellen Möglichkeiten klangerzeugender Objekte im Raum.
Werkzeuge sind unter anderem Arduinos, Sensoren und Motoren, aber auch Wasser und Luft. Einzig Lautsprecher sind nicht erlaubt.
Künstler*innen: dennis aycicek, Yue Cao, Jeongan Choi, Bella Comsom, Karen Fritz, Justus Kaufmann, hans w. koch, Kyuwon Moon, Samuels Ozoliņš, Yiran Qi, Esther Rosiny-Wieland, Tina Tonagel, Farah Wind. Kurator: Ach Kuhzunft in Kooperation mit dem Sound-Bereich der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM).
Dream Strong – mit Asmaa Azaizeh, Natalie Diaz & Angélica Freitas
Unter dem Titel „Dream Strong“ finden in Kooperation zwischen dem Festival für Weltliteratur Poetica, der Kunsthochschule für Medien (KHM) und dem Literaturhaus Köln Lesungen und Gespräche mit Asmaa Azaizeh, Natalie Diaz und Angélica Freitas statt. "Soft Magic" lautet das titelgebende Thema der Poetica 11, das von Universität zu Köln zusammen mit der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung vom 26. bis 31. Januar 2026 in Köln veranstaltet wird.
Freitag, 30. Januar 2026, 19 Uhr, Filmforum im Museum Ludwig, Bischofsgartenstraße 1, 50667 Köln
Moderation: Rike Scheffler
Eintritt 12 / 8 / 6 EUR
"Dream Strong" feiert die Poesie als Ort, an dem Träume Gestalt annehmen. Träumen meint hier eine sanfte, visionäre Praxis, die Beziehungen stiftet und neue Zukünfte formt. Wo vieles starr erscheint, wird Sprache zur Bewegung, die Welt verändert, indem sie sie neu erzählt.
"Die Frau ist eine Konstruktion«, heißt es etwa bei Angélica Freitas. Ihre Wut über patriarchale Gewalt in Brasilien verwandelt sie in rhythmisch flirrende Verse. Mit lakonischem Furor dichtet sie über queere Körper und Nation – und schreibt mit Rilke Shake und Der Uterus ist groß wie eine Faust lustvoll den westlichen Literaturkanon um.
Die palästinensische Dichterin Asmaa Azaizeh verwandelt Verlust in Licht. Trotz schmerzhaftester Gegenwart und Krieg findet sie zärtlich-prägnante Bilder für Wärme und Zukunft. Sie schreibt "als Ersatzhandlung für Heimat", vom Dasein unter Besatzung, von Maulbeerbaum und Mutterschaft, von Versen als Wegweiser "in Richtung Herz".
Die indigene US-Dichterin Natalie Diaz wagt in Postcolonial Love Poem die Liebe "and worse" – to "dream strong". Ihre Verse fließen, sind sinnlich und politisch. Schonungslos thematisiert Diaz die anhaltende Diskriminierung von Indigenen und fordert, dass jeder in der Welt enthaltene Körper – Land, Flüsse, leidende Brüder – gehalten wird wie eine Geliebte.
Die deutschen Übersetzungen lesen Sandra Hetzl, Rike Scheffler und Uljana Wolf. In Kooperation mit der Kunsthochschule für Medien Köln und dem Literaturhaus Köln.
Gregg Deal: Contemporary Indigenous Art and the Colonial Gaze
Der Abend mit Gregg Deal wird in Verbindung mit dem Seminar „I was the new world: encounters with spaces of subculture“ von Konstantin Butz und Andreas Langfeld organisiert. Moderation: Dr. Konstantin Butz. Vortrag und Diskussion auf Englisch.
Montag, 2. Februar 2026, 19 Uhr, Aula, Kunsthochschule für Medien Köln, Filzengraben 2, 50676 Köln | Eintritt frei
Der renommierte indigene Künstler Gregg Deal, Mitglied des Pyramid Lake Paiute Tribe und Gründer/Frontmann der Hardcore-Punkband Dead Pioneers, untersucht in seinem Vortrag, wie zeitgenössische Kunst den kolonialen Blick, der die Darstellung der Indigenen seit Jahrhunderten prägt, sowohl hinterfragt als auch widerspiegelt. Ausgehend von seinen eigenen Erfahrungen als indigener Mensch konfrontiert Deal ohne Umschweife die unbequemen Wahrheiten der amerikanischen Gesellschaft.
Gregg Deal ist eine mutige Stimme in der zeitgenössischen Kunstszene; ein multidisziplinärer Künstler, Aktivist und kultureller Erneuerer, der seine Plattform nutzt, um sich zu Themen wie indigener Identität, rassistischer Ungerechtigkeit, Kolonialismus und der Auslöschung indigener Geschichte zu äußern. Mit einer Vielzahl von Medien, darunter Malerei, Wandmalerei, Performancekunst, Film und Spoken Word, hinterfragt Deal tief verwurzelte Stereotypen und zwingt die Betrachter, falsche Narrative über Indigenous peoples in Frage zu stellen. In seinem vielgesehenen TED-Vortrag von 2018 beschrieb Deal seine künstlerische Mission als “honoring Indigenous experiences, challenging stereotypes, and pushing for accurate representations of Indigenous people in art.”
Kunsthochschule für Medien Köln
Academy of Media Arts Cologne
Heumarkt 14
50667 Köln
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