Logo art-in.de

Manor Kunstpreis St.Gallen 2021 geht an Martina Morger

September 2020

Eingabedatum: 17.09.2020

Logo art-in.de
Die Künstlerin Martina Morger (*1989) erhält den Manor Kunstpreis St.Gallen 2021. Der mit CHF 15.000 dotierte Preis wird alle zwei Jahre in St.Gallen verliehen. Begleitet wird er von einer Einzelausstellung im Kunstmuseum St.Gallen, zu der eine eigene Publikation erscheint. Zudem erwirbt die Stifterfirma ein Werk der Künstlerin.

Wie bereits für frühere Preisträgerinnen und Preisträger – Peter Kamm, Alex Hanimann, Pipilotti Rist, Marcus Geiger, Patrick Rohner, Christoph Büchel, Lutz/Guggisberg, Caro Niederer, Yves Mettler, Christian Vetter, Alexandra Maurer, Francisco Sierra, Beni Bischof, Georg Gatsas und Sebastian Stadler – ermöglicht das Kunstmuseum St.Gallen auch Martina Morger eine umfassende Einzelausstellung. Die Mitglieder der Jury des Manor Kunstpreises – Pierre-André Maus und Chantal Prod’hom als Vertretende der Stifterfirma sowie die externen Fachleute Dr. Ines Goldbach, Direktorin des Kunsthaus Baselland, Loredana Sperini, Künstlerin aus St.Gallen und Zürich, und Gaby Senn, Vorsitzende der Programmkommission des Kunstvereins St.Gallen – bestimmten Martina Morger zur Preisträgerin 2021.

Die Jury zeichnet eine Performance- und Multimediakünstlerin aus, die unbeirrt und kompromisslos arbeitet und gesellschaftliche sowie ökonomische Arbeits- und Lebensbedingungen kritisch hinterfragt. Soziale Missstände benennt sie beharrlich und überführt grundlegende Fragestellungen unseres Daseins in teils körperlich verausgabende, teils verstörende Performances. Martina Morger beschäftigt sich mit der Stellung der Frau und im Besonderen mit der Stellung der Künstlerin in der modernen, kapitalistischen Gesellschaft. Sie erforscht und reflektiert weibliche und queere Stimmen, behandelt Themen wie Cyberfeminismus, Queerness und Biopolitik.

Martina Morger (*1989 Vaduz, Liechtenstein, lebt und arbeitet in Balzers und Zürich) studierte Medienwissenschaften an der Universität Zürich, von 2015-2018 bildende Kunst an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK), bevor sie 2019 an der Glasgow School of Arts, den Master Fine Arts Practice absolvierte. Sie ist Kuratorin/Organisatorin des internationalen Performancefestivals stereoskop_ sowie Perrrformat, das Performancekunst in den urbanen, öffentlichen Raum bringt. Diesen Frühling absolvierte sie einen Atelieraufenthalt an der Cité Internationale des Arts in Paris.

Ein Engagement für die junge Schweizer Kunstszene
Der Manor Kunstpreis, einer der wichtigsten Förderpreise des zeitgenössischen Kunstschaffens in unserem Land, wurde 1982 von Philippe Nordmann ins Leben gerufen, um jungen Schweizer Kunstschaffenden eine Plattform zu bieten. Er wird jährlich von einer Fachjury verliehen. Ein Blick auf die Liste der Preisträgerinnen und Preisträger zeigt, dass der Manor Kunstpreis zum internationalen Durchbruch einer ganzen Reihe von Kunstschaffenden, wie zum Beispiel Luciano Castelli (Kunstpreis Luzern 1984), Marie José Burki (Kunstpreis Genf 1993), Pipilotti Rist (Kunstpreis St.Gallen 1994) oder Lena Maria Thüring (Kunstpreis Basel 2013) beigetragen hat.

www.martinamorger.com
www.kunstmuseumsg.ch

Presse


Kataloge/Medien zum Thema: Martina Morger


ART-Kuratorenpreis: Die beste Ausstellung des Jahres 2025
Raquel Villar-Pérez erhält Curatorial Fellowship
Deutscher Pavillon auf der Biennale di Venezia 2026
In memoriam: Alexander Kluge (1932 – 2026)
Teilnehmer*innenliste der Manifesta 16
Markus Hoffmann erhält den Preis der Dr. Franz und Astrid Ritter-Stiftung 2026
Ernst von Siemens Preis für Kunst und Handel
Nezaket Ekici erhält den MO_Kunstpreis 2026
Otto Steinert-Preis. DGPh-Förderpreis für Fotografie
Astrid Becker ist die neue Leiterin des Kupferstichkabinetts im HAUM
Hendrike Nagel übernimmt die Leitung des Dortmunder Kunstvereins
Fynn Ribbeck erhält Max Ernst-Stipendiaten 2026
Gabriele Stötzer erhält Goslarer Kaiserring 2026
documenta archiv mit neuer Website
Claudia Emmert tritt Intendanz des Kunstmuseums Bonn an
Nnena Kalu gewinnt den Turner-Preis 2025
Johan Holten wechselt nach Kopenhagen
Nam June Paik Award 2026 geht an Michael Beutler
Msgr. Otto Mauer Preis an Nadim Vardag
Lee Ufan erhält den Wolfgang-Hahn-Preis 2026
Carsten Möller und Clemens von Wedemeyer erhalten Sächsischen Lehrpreis 2025
Stefanie Böttcher wird neue Direktorin der Kunsthalle zu Kiel
Adam Szymczyk wird Direktor am S AM
Kaiserring an Katharina Fritsch
Roswitha Haftmann-Preis geht 2025 an Cecilia Vicuña
Juliane Bischoff wird neue Kuratorin des Portikus
Verleihung des 10. Iserlohner Kunstpreises an Michael Sailstorfer
Fatima Hellberg neue Generaldirektorin am mumok
Anaïs-Tohé Commaret erhält den PONTOPREIS MMK 2026
Evan Ifekoya. Kaiserringstipendium 2025