FBZ art award 2026 vergeben
Juli 26 | Forschungs- und Behandlungszentrums für psychische Gesundheit
Eingabedatum: 12.07.2026

Annemarie Faupel aus München und Andreas Jonak aus Düsseldorf haben den mit 10.000 Euro dotierten FBZ art award 2026 gewonnen. Der Kunstpreis des Forschungs- und Behandlungszentrums für psychische Gesundheit (FBZ) der Ruhr-Universität Bochum wurde am Mittwoch (8. Juli) in den Räumen des FBZ in Bochum verliehen. Annemarie Faupel erhält 5000 Euro für ihr Gemälde „fade", Andreas Jonak wird mit derselben Summe für seine Skulptur „two or one" geehrt. Insgesamt hatten sich 409 Künstlerinnen und Künstler um den FBZ art award 2026 beworben, der in diesem Jahr zum neunten Mal vergeben wurde. 15 Arbeiten schafften es auf die Shortlist.
Annemarie Faupels ausgezeichnete Arbeit ist ein Aktbild, das die Großmutter der Künstlerin zeigt. Die Darstellung des nackten Körpers bringe die Spuren eines langen Lebens zutage, ohne zu sentimentalisieren, sagte Jurymitglied Dr. Alexia Pooth in ihrer Laudatio. „Die Künstlerin verlangt von uns den Mut, einem Menschen zu begegnen, den wir in unserer auf Jugend und Perfektion ausgerichteten Bildkultur allzu oft übersehen“, betonte die wissenschaftliche Leiterin der Kunstsammlungen an der RUB. Mit seinem Verweis auf Altern und Vergänglichkeit erinnere das Kunstwerk zugleich an die Endlichkeit des Lebens – „doch nicht mit Pathos oder Schrecken, sondern leise und mit großer emotionaler Kraft“.
Demgegenüber schlage Andreas Jonak – zumindest auf den ersten Blick – den entgegengesetzten Weg ein. Die ausgezeichnete Arbeit „two or one" bestehe aus zwei technisch anmutenden Objekten, die – dicht nebeneinander stehend – von einem Stoff umhüllt würden. „Wir sehen nicht, was unter der Hülle verborgen liegt. So bleibt uns nichts Anderes übrig, als zu versuchen, das Unsichtbare aus dem Sichtbaren zu erschließen.“ Genau darin liege die Stärke von „two or one": „Indem etwas entzogen wird, beginnt der Betrachter, es innerlich zu ergänzen. Das Werk entsteht gewissermaßen ein zweites Mal – nämlich im Kopf der Betrachtenden.“ Der Jury habe vor allem der Dialog der beiden gegensätzlichen Kunstwerke gefallen: „Die eine Arbeit schenkt uns Nähe. Die andere schafft Distanz. Die eine berührt uns emotional. Die andere fordert uns intellektuell heraus. Und gerade deshalb ergänzen sie einander auf wunderbare Weise.“
Überhaupt zeigten die Einreichungen für den FBZ art award eine große Vielfalt der Themen. Materialien und Darstellungsformen, sagte FBZ-Direktorin Prof. Dr. Silvia Schneider. „Es macht viel Spaß, diese tollen Kunstwerke anzuschauen und einzuordnen. Wir freuen uns, wenn wir damit Menschen ins FBZ holen, die sonst nicht mit psychischer Gesundheit und Psychotherapie in Berührung kommen würden."
Die Ausstellung zum FBZ art award 2026 ist bis zum 31. Juli im FBZ, Massenbergstr. 9-13 in Bochum, zu sehen. Neben den Arbeiten der aktuellen Shortlist umfasst sie alle Werke, die in den vergangenen Jahren mit dem FBZ art award ausgezeichnet wurden.
Geführte Rundgänge sind nach telefonischer Vereinbarung
unter Tel. +49 234 32 23169 sowie nach Anmeldung per Mail an fbz-art-award@rub.de möglich.
Forschungs- und Behandlungszentrum für psychische Gesundheit (FBZ) Ruhr-Universität Bochum
www.fbz-bochum.de
Annemarie Faupels ausgezeichnete Arbeit ist ein Aktbild, das die Großmutter der Künstlerin zeigt. Die Darstellung des nackten Körpers bringe die Spuren eines langen Lebens zutage, ohne zu sentimentalisieren, sagte Jurymitglied Dr. Alexia Pooth in ihrer Laudatio. „Die Künstlerin verlangt von uns den Mut, einem Menschen zu begegnen, den wir in unserer auf Jugend und Perfektion ausgerichteten Bildkultur allzu oft übersehen“, betonte die wissenschaftliche Leiterin der Kunstsammlungen an der RUB. Mit seinem Verweis auf Altern und Vergänglichkeit erinnere das Kunstwerk zugleich an die Endlichkeit des Lebens – „doch nicht mit Pathos oder Schrecken, sondern leise und mit großer emotionaler Kraft“.
Demgegenüber schlage Andreas Jonak – zumindest auf den ersten Blick – den entgegengesetzten Weg ein. Die ausgezeichnete Arbeit „two or one" bestehe aus zwei technisch anmutenden Objekten, die – dicht nebeneinander stehend – von einem Stoff umhüllt würden. „Wir sehen nicht, was unter der Hülle verborgen liegt. So bleibt uns nichts Anderes übrig, als zu versuchen, das Unsichtbare aus dem Sichtbaren zu erschließen.“ Genau darin liege die Stärke von „two or one": „Indem etwas entzogen wird, beginnt der Betrachter, es innerlich zu ergänzen. Das Werk entsteht gewissermaßen ein zweites Mal – nämlich im Kopf der Betrachtenden.“ Der Jury habe vor allem der Dialog der beiden gegensätzlichen Kunstwerke gefallen: „Die eine Arbeit schenkt uns Nähe. Die andere schafft Distanz. Die eine berührt uns emotional. Die andere fordert uns intellektuell heraus. Und gerade deshalb ergänzen sie einander auf wunderbare Weise.“
Überhaupt zeigten die Einreichungen für den FBZ art award eine große Vielfalt der Themen. Materialien und Darstellungsformen, sagte FBZ-Direktorin Prof. Dr. Silvia Schneider. „Es macht viel Spaß, diese tollen Kunstwerke anzuschauen und einzuordnen. Wir freuen uns, wenn wir damit Menschen ins FBZ holen, die sonst nicht mit psychischer Gesundheit und Psychotherapie in Berührung kommen würden."
Die Ausstellung zum FBZ art award 2026 ist bis zum 31. Juli im FBZ, Massenbergstr. 9-13 in Bochum, zu sehen. Neben den Arbeiten der aktuellen Shortlist umfasst sie alle Werke, die in den vergangenen Jahren mit dem FBZ art award ausgezeichnet wurden.
Geführte Rundgänge sind nach telefonischer Vereinbarung
unter Tel. +49 234 32 23169 sowie nach Anmeldung per Mail an fbz-art-award@rub.de möglich.
Forschungs- und Behandlungszentrum für psychische Gesundheit (FBZ) Ruhr-Universität Bochum
www.fbz-bochum.de
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