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Deltabeben-Preis geht an Ulises Morales Lamadrid

Jan 2021 | Mannheim
Eingabedatum: 21.01.2021

Am Mittwochabend wurde der Deltabeben-Preisträger im Rahmen einer digitalen Preisverleihung verkündet: Ulises Morales Lamadrid erhält den mit 3.000 € dotierten Preis, der aus Fördermitteln der VR Bank Rhein Neckar finanziert wird.

In der Ausstellung Deltabeben Regionale 2020 werden 29 Künstler*innen der Rhein-Neckar Region in den drei Institutionen Kunsthalle Mannheim, Mannheimer Kunstverein und PORT25 – Raum für Gegenwartskunst mit einer Werkauswahl vorgestellt. Die Teilnehmer*innen wurden von Experten nominiert und von den jeweiligen kuratorischen Teams ausgewählt. Die Jury hat aus dem gesamten Teilnehmerfeld Ulises Morales Lamadrid ausgewählt.

Begründung der Jury

Die Jury hat sich mehrheitlich für die Auszeichnung des Werkes von Ulises Morales Lamadrid ausgesprochen. Der Künstler lebt und arbeitet in Neustadt an der Weinstraße. Ulises Morales Lamadrid wurde 1966 in Havanna, Cuba geboren und studierte Freie Kunst an der Universidad de la Habana. Er beteiligte sich an zahlreichen internationalen Ausstellungen und war 2015 Stipendiat des Botnik Studio, Göteborg.

Das Werk von Ulises Morales Lamadrid ist vielseitig ausgerichtet zwischen Malerei, Skulptur, Zeichnung und Installation. Im Zentrum seiner Arbeit stehen der Mensch und dessen soziale Umgebung sowie die Gedächtniskultur. In den beiden für Deltabeben 2020 ausgesuchten Werken sind die künstlerischen Themen von Ulises Morales Lamadrid repräsentativ zu finden: Geschlechterverhältnisse, Macht, Tod und Erinnerung.
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Die Installation „Operación inversa (Umkehrung der Ideale)“ von 2015-2020 besteht aus einer Ansammlung goldfarbener Puderdosen. Alle Deckel sind so geöffnet, dass man über einen darin fixierten Spiegel den Blick auf eine menschliche Darstellung erhascht – und sich je nach Blickwinkel auch selbst spiegelt. Im Boden der Puderdose hat Ulises Morales Lamadrid auf grundiertes Papier umgedruckte Fotografien von Menschen eingelassen. Wie Fotomedaillons beinhalten die Puderdosen das Andenken an Personen, deren Wiedererkennbarkeit in vielen Fällen von der groben Struktur der Bildoberfläche verunklärt ist. Bei den Personen handelt es sich um Schwarze aus der kubanischen Gesellschaft, deren fotografisches Porträt der Künstler sich angeeignet hat. Mit diesen Miniaturbildnissen wirft der Künstler die Frage nach bildlichen Formaten der Repräsentation und der Erinnerungskultur auf. Die kontrastreichen und fragilen Schwarz-Weiß-Bildnisse, die ehemals glänzenden, nun von Patina geprägten Oberflächen der Puderdosen und der indirekt gelenkte Blick über die Spiegelkonstruktion geben einen besonderen Eindruck der menschlichen Darstellungs- und Erinnerungspraxis wieder. Ulises Morales Lamadrid stellt gesellschaftliche Ordnungen und Stereotype in Frage, die letztlich nicht nur für die kubanische Gesellschaft stehen.

Port25 - Raum für Gegenwartskunst
Hafenstraße 25-27
Mannheim 68159
www.port25-mannheim.de

Presse



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