Logo art-in.de

Lee Ufan erhält den Wolfgang-Hahn-Preis 2026

7.11. 2026 bis 4.4. 2027 | Museum Ludwig, Köln

Eingabedatum: 15.11.2025

Logo art-in.de
Der südkoreanische Künstler Lee Ufan (*1936, lebt in Kamakura, Japan) wird mit dem 32. Wolfgang-Hahn Preis der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig ausgezeichnet. In seiner Kunst begegnen sich konträre Kräfte wie Leere und Spannung, Stille und Energie. Als Mitbegründer der aus Japan stammenden minimalistisch arbeitenden Mono-ha-Bewegung („Schule der Dinge“), einem Kollektiv von Künstler*innen in Tokio zwischen 1968 und 1975, sucht er bis heute nach einer harmonischen Neuordnung der Dinge. Seit den 1970er-Jahren prägt vor allem seine reduzierte Malerei die internationale Kunstszene. Beeinflusst von der, für ihren monochromen Stil bekannten, koreanischen Dansaekhwa-Bewegung („monochrome Malerei“), arbeitet Lee mit einem breiten Pinsel, mit dem er Punkte, Linien und diffuse Rechtecke auf großformatigen Leinwänden platziert. Diese Elemente erscheinen als isolierte Formzeichen, rhythmisch strukturierte Muster oder in lockeren, nicht-narrativen Figurationen. Den Malakt betrachtet Lee dabei als „ein reines und absolutes Ereignis“ mit einer unmittelbaren, vom rationalen Kalkül gelösten Begegnung zwischen Künstler, Material und Bildträger – einer transzendenten Erfahrung des Einsseins mit der Welt.

Die diesjährige Gastjurorin Mami Kataoka, Direktorin des Mori Art Museums in Tokio, erläutert die Entscheidung der Jury: „Lee Ufan hat darüber gesprochen, wie seine Erfahrungen mit mehreren Ausstellungen in Deutschland in den 1970er Jahren seine Arbeit auf die Weltbühne gebracht haben. Im Laufe seiner sechzigjährigen Karriere hat er sich mit der wesentlichen Bedeutung der Existenz in allen Beziehungen beschäftigt, die über Ost und West hinausgehen – ohne dabei dem westlichen Modernismus zu folgen oder sich in östliche spirituelle Traditionen zurückzuziehen. Unser heutiges Interesse an Lee Ufans Schaffen, das uns ein Bewusstsein für ganzheitliche Perspektiven vermittelt, entspringt möglicherweise unserer Sehnsucht nach zwischenmenschlichen Beziehungen, die die Grundlage unserer Menschlichkeit bilden. Lee Ufans Werk wird eine großartige Bereicherung für die Sammlung des Museum Ludwig sein und zu dessen globaler Ausrichtung beitragen.“

„Die Werke von Lee Ufan stehen schon sehr lange auf meiner persönlichen Wunschliste für die Sammlung des Museum Ludwig. Um so mehr freue ich mich, dass Lee Ufan den Preis annimmt“, erläutert Dr. Yilmaz Dziewior die Entscheidung der Jury für Lee als 2026er Preisträger. „Der heute 90-jährige Künstler pflegt einen engen Bezug zur Kunstszene in Deutschland, vor allem zum Rheinland: Zur Eröffnung des Museum Ludwig vor 50 Jahren waren seine Arbeiten in der Kunsthalle Düsseldorf, dem Glaskasten in Marl, der Galerie m in Bochum und bereits im Museum Ludwig selbst zu sehen. Bis heute fehlte aber ein Werk des Künstlers in der Sammlung. Diese Leerstelle wird nun mit der Erwerbung zum Wolfgang-Hahn-Preis geschlossen.“

Mayen Beckmann, Vorstandsvorsitzende Gesellschaft für Moderne Kunst: „Die Nominierung von Lee Ufan knüpft an eine lange Reihe konzeptuell arbeitender Wolfgang-Hahn-Preisträger*nnen seit 1994 an und ist nach Haegue Yang erneut eine künstlerische Position aus Südkorea zur Erweiterung der Sammlung. Lees Werk für die Sammlung des Museum Ludwig knüpft hervorragend an die Sammelleidenschaft des Ehepaares Peter und Irene Ludwig an, die sich von Beginn an für asiatische Kunst interessierten. Nur mit Hilfe des großzügigen Entgegenkommens des Preisträgers gelingt eine Erwerbung. Finanziert wird der Wolfgang-Hahn-Preis aus den Beiträgen unserer engagierten Mitglieder.“

Lee Ufan, 1936 in Südkorea geboren, ging mit 20 Jahren nach Tokio, wo er ein Philosophiestudium an der Nihon University 1961 abschloss. Ab 1969 führte er die Mono-Ha Bewegung an und war von 1973 bis 2007 Professor an der Tama Art University in Tokio. 2001 wurde ihm der 13. Praemium Imperiale für Malerei in Tokio verliehen.


Die Preisverleihung findet am 6. November um 18:30 Uhr statt. Die Präsentation zum WolfgangHahn-Preis 2026 wird vom 7. November 2026 bis 4. April 2027 im Museum Ludwig, Köln zu sehen
sein.

Presse



Kataloge/Medien zum Thema: Lee Ufan


Lee Ufan:

- Art Basel 2013
- Art Basel 2013
- Art Basel 2016
- Art Basel Hong Kong 2014
- Art Basel Hong Kong 2016
- Art Basel Hong Kong 2018
- Art Basel Miami Beach 2013
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach 2014
- art basel Paris 2025
- art basel Paris 2025
- art basel Paris 2025
- art basel Paris 2025
- artbasel2021
- artbasel2021
- artbasel2021
- artbasel2021
- artbasel2021
- Asian Art Biennial 2019
- Blum & Poe - Gallery
- Frieze LA 2019
- Frieze LA 2019
- Frieze LA 2019
- Frieze LA 2019
- Frieze LA 2019
- Frieze LA 2019
- Frieze London 2016
- Frieze London 2022
- Frieze London 2022
- Frieze London 2022
- KIAF 2016
- Kukje Gallery
- Lisson Gallery
- MoMA Collection
- Pace - Gallery
- Preistraeger Praemium Imperiale Painting
- Solomon R. Guggenheim Collection

Rene Matić erhält Deutsche Börse Photography Foundation Prize
Wolfgang Tillmans erhält Roswitha-Haftmann-Preis
Gitte Zschoch wird neue Generalsekretärin des Goethe-Instituts
Oscar Cueto. Entwurf für kein Museum
Jonas Englert erhält 2026 RE-SEARCH - ZF-Forschungsstipendium
Jiajia Zhang erhält Art Vontobel Contemporary Photography Prize – «A New Gaze»
Kulturelle Vielfalt in Gefahr
Raquel Villar-Pérez erhält Curatorial Fellowship
ART-Kuratorenpreis: Die beste Ausstellung des Jahres 2025
Deutscher Pavillon auf der Biennale di Venezia 2026
In memoriam: Alexander Kluge (1932 – 2026)
Teilnehmer*innenliste der Manifesta 16
Markus Hoffmann erhält den Preis der Dr. Franz und Astrid Ritter-Stiftung 2026
Ernst von Siemens Preis für Kunst und Handel
Nezaket Ekici erhält den MO_Kunstpreis 2026
Otto Steinert-Preis. DGPh-Förderpreis für Fotografie
Astrid Becker ist die neue Leiterin des Kupferstichkabinetts im HAUM
Hendrike Nagel übernimmt die Leitung des Dortmunder Kunstvereins
Fynn Ribbeck erhält Max Ernst-Stipendiaten 2026
Gabriele Stötzer erhält Goslarer Kaiserring 2026
documenta archiv mit neuer Website
Claudia Emmert tritt Intendanz des Kunstmuseums Bonn an
Nnena Kalu gewinnt den Turner-Preis 2025
Johan Holten wechselt nach Kopenhagen
Nam June Paik Award 2026 geht an Michael Beutler
Msgr. Otto Mauer Preis an Nadim Vardag
Lee Ufan erhält den Wolfgang-Hahn-Preis 2026
Carsten Möller und Clemens von Wedemeyer erhalten Sächsischen Lehrpreis 2025
Stefanie Böttcher wird neue Direktorin der Kunsthalle zu Kiel
Adam Szymczyk wird Direktor am S AM