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ADKV-ART COLOGNE-Preis für Kunstvereine und Kunstkritik vergeben

Sep 25

Eingabedatum: 22.09.2025

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Noemi Y. Molitor wird mit dem ADKV-ART COLOGNE-Preis für Kunstkritik 2025 ausgezeichnet ++ Der Dresdner Kunstverein erhält den ADKV-ART COLOGNE-Preis für Kunstvereine 2025 ++ ART COLOGNE verleiht in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV) die mit 5.000 und 8.000 Euro dotierten Preise.

Noemi Y. Molitor gilt als eine wichtige eigenständige und prägende Stimme der deutschsprachigen Kunstkritik. Ihre Texte vereinen präzise formale Analyse, kulturwissenschaftliche Tiefenschärfe und ein ausgeprägtes Gespür für politische Kontexte. Diese Verbindung wird durch eine seltene Mehrfachqualifikation möglich: Molitor promovierte am Department of Women’s, Gender, and Sexuality Studies der Emory University (USA) und arbeitet parallel zu ihrer Autorinnentätigkeit als bildende Künstlerin in den Bereichen Malerei, Installation und Comic. Dadurch hat sie gleichermaßen Einblick in die Produktions-, Rezeptions- und Diskursebenen und führt diese unterschiedlichen Perspektiven stringent zusammen. Durch klare Sprache und vielseitige Ansätze – von feministischer Theorie bis zu postkolonialen und queeren Perspektiven – öffnet sie komplexe Themen für ein breites Publikum und positioniert Kunst kritisch im gesellschaftlichen Kontext.
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Preis für Kunstvereine
Eine unabhängige Jury wählte den Kunstverein Dresden e.V. zum diesjährigen Gewinner des mit 8.000 Euro dotierten Preises für Kunstvereine, der ebenfalls seit 2006 von der ADKV in Kooperation mit der ART COLOGNE verliehen wird. Er ist der einzige bundesweit vergebene Preis für Kunstvereine und würdigt exemplarisch Arbeit und Engagement der 308 über das gesamte Bundesgebiet verteilten Kunstvereine. Dieses Engagement wurde 2021 in die Liste des bundesweiten immateriellen UNESCO Kulturerbe aufgenommen.

Mit der diesjährigen Auszeichnung würdigt die Jury das Engagement des 2017 gegründeten Kunstverein Dresden, der vielseitige und anspruchsvolle künstlerische Positionen mit aktuellen gesellschaftlichen Themen in Dialog bringt und Werte wie Empathie, kulturelle Diversität, Experimentierfreude und ökologische Verantwortung fördert.

Die Ausstellungen des Kunstvereins reflektieren Themen wie Identität, Zusammenleben, Natur-Mensch-Verhältnisse und politische Verantwortung. Der Kunstverein Dresden bringt vielfach erstmalig in Deutschland gezeigte künstlerische Positionen in einen lokalen Kontext und verknüpft so internationale Perspektiven mit regionalen Fragestellungen und Zusammenhängen. Diese inhaltliche Tiefe wird durch Kunstvermittlung ergänzt, die über klassische Führungen hinausgeht: Diskussionsformate, Lesungen, Workshops und partizipative Projekte ermöglichen vielfältige Zugänge zur Kunst und regen zur Auseinandersetzung und differenzierten Meinungsbildung an. Durch Kooperationen mit Initiativen vor Ort entstehen Plattformen für Austausch und Teilhabe, die sich an ein breites, auch nicht kunstaffines Publikum wenden.

Die Jury betont, dass der Verein sich als Plattform für interdisziplinäre Begegnungen versteht. Durch die enge Zusammenarbeit mit Künstler:innen, Aktivist:innen, Kurator:innen und Wissenschaftler:innen entstehen tragfähige Netzwerke, die sowohl lokal als auch überregional wirken. Der Verein positioniert sich klar für Offenheit, Dialog und demokratische Teilhabe und schafft mit seinem Engagement Räume für kritisches Denken und gemeinsames Handeln. Durch seine programmatische Qualität, seine gesellschaftliche Relevanz und seine Experimentierfreude trägt der Verein wesentlich zur Vitalität der deutschen Kunstvereinslandschaft bei und setzt zugleich ein wichtiges kulturpolitisches Zeichen für die Zukunft.

Mitglieder der Jury 2025 waren: Linhan Balabat-Helbock (Co-Direktorin Saavy Contemporary, Berlin), Amely Deiss (Leiterin Kunstpalais und Städtische Sammlung, Erlangen), Daniel Herrmann, (Künstlerische Leitung Werkleitz Gesellschaft e.V., Halle), Kathrin Meyer (Direktorin Museum Sinclair-Haus, Bad Homburg) und Katharina Ritter (Künstlerische Leitung Stadtgalerie Saarbrücken).

Die Jury wählte den Preisträger aus 14 Nominierten und 17 Eigenbewerbungen der im ADKV organisierten Kunstvereine aus. Als Nominator:innen wirkten im Vorfeld wie in jedem Jahr 16 Personen aus dem Kunst- und Kulturbereich mit. Die Anzahl der von 14 Nominierungen verdankt sich Doppelnennungen. Die Nominierung für den ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstvereine stellt eine vielbeachtete Anerkennung dar. Vielfach wurden Kunstvereine mehrmals nominiert, ohne den Preis zu erhalten. Ihre Arbeit und ihr Engagement werden dadurch nicht geschmälert. Vielmehr sind es die vielfach nominierten Kunstvereine, die als Leuchtturmprojekte, Anerkennung und Bekanntheit für die gesamte Kunstvereinslandschaft schaffen.

In diesem Jahr wird ein Video der Preisträgerin von der ART COLOGNE produziert und zur Kunstmesse hin auf der Website veröffentlicht.

www.artcologne.de

Presse


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