Stanislava Kovalčíková. Rubigo
21.02. - 19.04.2026 | Kunstverein Freiburg
Eingabedatum: 15.02.2026

Für ihre erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland schafft Stanislava Kovalčíková eine raumgreifende Installation aus rotem Plastilin, eine synthetische Knetmasse, die als Environment für eine Serie von Gemälden auf ausrangierten Zifferblättern preußischer Kirchturmuhren dient. Die Installation evoziert das Umschlossensein von einem Körper – einem lebendigen Mutterschiff. Doch ist es ein kranker, sich zersetzender Organismus. Die nachgebende, zugleich widerständige Materialität des Plastilins und die gedämpfte Akustik verstärken den Eindruck, sich in einer Architektur aus Körpergewebe oder in einer Gummizelle zu befinden.
In Rubigo verbindet Kovalčíková Abdrücke und verrostete Materialien mit entleerten Ritualen und verfallenden Körpern, mit Relikten einer verschwindenden Welt und extraterrestrischen Visionen. Auf den Emailleflächen der verwitterten Zifferblätter erkundet Kovalčíková mit Mitteln der Malerei die menschliche Figur – ihre Verletzlichkeit, Schmerz und Begierde, Abhängigkeit und Entfremdung. Die Gestalten treten in Konstellationen auf, sind aber dennoch wie losgelöst von einem gemeinsamen Raum und der Zeit. Statt der einheitlichen Taktung einer Uhr und der damit einhergehenden Linearität und Messbarkeit zu folgen, sind die Bilder vielmehr von der Logik des Traumes bestimmt.
Stanislava Kovalčíková (*1988, Slowakei) lebt und arbeitet in Paris und Düsseldorf.
In Rubigo verbindet Kovalčíková Abdrücke und verrostete Materialien mit entleerten Ritualen und verfallenden Körpern, mit Relikten einer verschwindenden Welt und extraterrestrischen Visionen. Auf den Emailleflächen der verwitterten Zifferblätter erkundet Kovalčíková mit Mitteln der Malerei die menschliche Figur – ihre Verletzlichkeit, Schmerz und Begierde, Abhängigkeit und Entfremdung. Die Gestalten treten in Konstellationen auf, sind aber dennoch wie losgelöst von einem gemeinsamen Raum und der Zeit. Statt der einheitlichen Taktung einer Uhr und der damit einhergehenden Linearität und Messbarkeit zu folgen, sind die Bilder vielmehr von der Logik des Traumes bestimmt.
Stanislava Kovalčíková (*1988, Slowakei) lebt und arbeitet in Paris und Düsseldorf.
21.02. - 19.04.2026
Kunstverein Freiburg
Dreisamstraße 21, 79098 Freiburg
Presse
Kontext
Einordnung:Stanislava Kovalčíková verbindet in ihrem Werk installative Environments mit figurativer Malerei und knüpft dabei an Diskurse der *Abject Art* sowie des Surrealismus an. Die Verwendung von rotem Plastilin transformiert den Ausstellungsraum in einen haptisch-organischen Körper, der die Grenze zwischen Architektur und Anatomie verwischt. Indem sie ausrangierte preußische Zifferblätter als Malgrund nutzt, dekonstruiert sie historische Symbole von Ordnung und Linearität zugunsten einer traumlogischen, zeitlosen Darstellung menschlicher Vulnerabilität. Ihre Auseinandersetzung mit Zerfall, Schmerz und Begierde stellt sie in eine Tradition der psychologischen Figuration, die institutionelle Narrative – von der Religion bis zur Zeitmessung – durch das Prisma des prekären, sich zersetzenden Körpers bricht.







