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Die Andere Seite der Nacht

15.02. - 17.05.2026 | Dortmunder Kunstverein

Eingabedatum: 12.02.2026

Werkabbildung
Design Ten Ten Team, Dortmund
"Die Andere Seite der Nacht" widmet sich dem Träumen als Gegenwelt. Während Begriffsdefinitionen, die seit der Aufklärung westliches Denken prägten, im digitalen und postfaktischen Zeitalter einem rasanten Wandel unterliegen, scheinen auch die Dichotomien von Licht und Dunkel, Realität und Fiktion, Wachsein und Träumen zu erodieren. Die Ausstellung ist eine Einladung, den archaischen Moment des Schlafs, der ein Drittel der menschlichen Lebenszeit ausmacht, als persönlichen und gesellschaftlichen Wert neu zu verhandeln. "Die Andere Seite der Nacht" ergründet das widerständige Potenzial des Traums, das Körper und Gefühlswelt in der Dunkelheit zusammenbringt: Eine Praxis des sich Entziehens und Verbindens, bei der man sich dem Unbekannten, dem schwer Steuerbaren des Unterbewusstseins hingibt.

Mit den Werken von sieben zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern sowie einem partizipativen „Nap Room“, zeigt die Ausstellung, welche individuelle und kollektive Kraft in der Gegenwart aus dem Träumen bezogen werden kann. Zur Ausstellung entsteht ein vielfältiges und vertiefendes Rahmenprogramm.

Mit: Javkhlan Ariunbold, Anne Bourse, Die Welttraumforscher, Rosanna Graf, Jean Katambayi Mukendi, Rasha Omar, Fion Pellacini, The Nap Room (Bompas & Parr)

Kuratiert von Rebekka Seubert.

15.02. - 17.05.2026

Dortmunder Kunstverein, Dortmund

Rheinische Straße 1, 44137 Dortmund

https://www.dortmunder-kunstverein.de

Presse

Kontext

Einordnung:
Die Ausstellung knüpft an die kunsthistorische Tradition der Romantik und des Surrealismus an, indem sie das Irrationale und Unbewusste als Gegennarrativ zur rationalistischen Moderne positioniert. In der Auseinandersetzung mit sieben zeitgenössischen Positionen werden klassische Dichotomien von Realität und Fiktion im Sinne einer post-digitalen Ästhetik aufgelöst. Der partizipative „Nap Room“ erweitert den Werkbegriff dabei hin zur Sozialen Plastik und markiert den biologischen Stillstand als politischen Akt des Widerstands gegen neoliberale Optimierungszwänge. So transformiert die Schau den Traum von einer rein privaten Erfahrung in ein kollektives, kritisches Reflexionsmedium über die Grenzen der Aufklärung im 21. Jahrhundert.
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