Julia Heyward: Miracles in Reverse
31.01.2026 - 19.04.2026 | Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft, Nürnberg
Eingabedatum: 27.01.2026

Mit „Miracles in Reverse“ präsentiert der Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft das Werk der wegweisenden US-amerikanischen Künstlerin, Musikerin und Performerin Julia Heyward. Als eine der Schlüsselfiguren des New Yorker Undergrounds der 1970er- und 1980er-Jahre entwickelte sie in der Kombination von Kehlkopfgesang, komödiantischem Bauchreden, Spoken-Word-Poetry und Soundeffekten eigenständige Performances, in denen sie assoziativ Fragen von Glaube, Klasse und Gender adressierte.
Getrieben von dem Verlangen, „Narration, Emotion, Melodie und Licht“ in eine von Minimal Art und Konzeptkunst geprägte Zeit zurückzubringen, wandte sich Heyward im Sinne der Picture Generation Motiven und Formaten aus dem Fernsehen zu. Aspekte von „Saturday Night Live“ oder Stand-up-Comedy mündeten in multimediale Performances, in denen sich Videoprojektionen, Requisiten, Musik und Text zu einem immersiven „Live-Kino-Erlebnis“ verbanden.
Zeitgleich entstanden Videoperformances, in denen Heyward frühe Rollenspiele fortführte und das Genre des Musikvideos sowie die folgende MTV-Ära einleitete. Als Teil der New-Wave- und Post-Punk-Bewegung veröffentlichte Heyward unter dem Pseudonym Duka Delight ein Album, das im Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft neben teils erstmals gezeigten Selbstporträts, Dokumentationen, Storyboards, Videoperformances und Musikvideos in einer Szenografie von Celeste Burlina vorgestellt wird.
„Miracles in Reverse“ wird von einem Video- und Filmprogramm begleitet. Das von Elisa R. Linn und Lennart Wolff kuratierte Programm vereint in New York entstandene Arbeiten aus den 1970er-Jahren bis in die frühen 1990er-Jahre, unter anderem von Künstlerinnen wie Ericka Beckman, Dara Birnbaum, Joan Jonas und Howardena Pindell, und beleuchtet das künstlerische wie politische Umfeld, das Heywards Praxis geprägt hat.
Getrieben von dem Verlangen, „Narration, Emotion, Melodie und Licht“ in eine von Minimal Art und Konzeptkunst geprägte Zeit zurückzubringen, wandte sich Heyward im Sinne der Picture Generation Motiven und Formaten aus dem Fernsehen zu. Aspekte von „Saturday Night Live“ oder Stand-up-Comedy mündeten in multimediale Performances, in denen sich Videoprojektionen, Requisiten, Musik und Text zu einem immersiven „Live-Kino-Erlebnis“ verbanden.
Zeitgleich entstanden Videoperformances, in denen Heyward frühe Rollenspiele fortführte und das Genre des Musikvideos sowie die folgende MTV-Ära einleitete. Als Teil der New-Wave- und Post-Punk-Bewegung veröffentlichte Heyward unter dem Pseudonym Duka Delight ein Album, das im Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft neben teils erstmals gezeigten Selbstporträts, Dokumentationen, Storyboards, Videoperformances und Musikvideos in einer Szenografie von Celeste Burlina vorgestellt wird.
„Miracles in Reverse“ wird von einem Video- und Filmprogramm begleitet. Das von Elisa R. Linn und Lennart Wolff kuratierte Programm vereint in New York entstandene Arbeiten aus den 1970er-Jahren bis in die frühen 1990er-Jahre, unter anderem von Künstlerinnen wie Ericka Beckman, Dara Birnbaum, Joan Jonas und Howardena Pindell, und beleuchtet das künstlerische wie politische Umfeld, das Heywards Praxis geprägt hat.
31.01.2026 - 19.04.2026
Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft, Nürnberg
Kressengartenstraße 2, 90402 Nürnberg
Presse
Kontext
Einordnung:Julia Heyward markiert eine entscheidende Position im New Yorker Underground der 1970er- und 80er-Jahre, indem sie die kühle Ästhetik von Minimal Art und Konzeptkunst durch narrative Emotionalität und Popkultur überwand. Als Pionierin der Pictures Generation und Wegbereiterin der MTV-Ära fusionierte sie Medien wie Video, Performance und Musik zu immersiven „Live-Kino-Erlebnissen“, die soziopolitische Fragen zu Gender, Klasse und Glaube verhandelten. Durch den Einsatz experimenteller Gesangstechniken sowie Bezüge zu Fernsehen und Stand-up-Comedy steht sie in einem engen diskursiven Dialog mit Zeitgenossinnen wie Joan Jonas und Dara Birnbaum. Ihr Werk repräsentiert somit die Transformation der Performancekunst hin zu einer multimedialen Praxis, welche die Grenzen zwischen bildender Kunst, Musik und Massenmedien nachhaltig auflöste.







