Femke Herregraven. The Evacuated
18.10. - 29.11.2026 | Halle für Kunst Lüneburg
Eingabedatum: 18.10.2026

Wir laden herzlich zur Eröffnung der Einzelausstellung THE EVACUATED von Femke Herregraven ein, die den Blick in die Zukunft richtet und dabei die Grundfeste der Gegenwart hinterfragt.
Die Region um Lüneburg ist geprägt von der unmittelbaren Nähe militärischer Infrastrukturen und natürlicher Ressourcen. Vor diesem Hintergrund porträtiert Femke Herregravens Multimediainstallation The Evacuated (2021–2026) einen Wald, der zugleich ein Ort der Gefahr und ein Ort in Gefahr ist. Doch anstatt eine krisenhafte Zukunft zu prophezeien, legt die Künstlerin die verborgenen Erinnerungen des Waldes frei und offenbart seine Geschichte als einen Prozess fortwährender Veränderung. Die computergenerierte Simulation zeigt eine Landschaft, in der sich ökologische Transformation und ökonomische Spekulation, historische Ereignisse und mythische Erzählungen überlagern.
English summary:
Halle für Kunst Lüneburg presents 'The Evacuated', a solo exhibition by artist Femke Herregraven that casts a critical gaze toward the future while questioning present certainties. Against the backdrop of the Lüneburg region, marked by the proximity of military infrastructure and natural resources, Herregraven's multimedia installation portrays a forest as both a site of danger and a space under threat. Rather than predicting a catastrophic future, the artist unearths the forest's hidden memories and presents its history as an ongoing process of transformation. Through a real-time computer-generated simulation, the work creates a complex landscape where ecological change, economic speculation, historical events, and mythical narratives intertwine.
Die Region um Lüneburg ist geprägt von der unmittelbaren Nähe militärischer Infrastrukturen und natürlicher Ressourcen. Vor diesem Hintergrund porträtiert Femke Herregravens Multimediainstallation The Evacuated (2021–2026) einen Wald, der zugleich ein Ort der Gefahr und ein Ort in Gefahr ist. Doch anstatt eine krisenhafte Zukunft zu prophezeien, legt die Künstlerin die verborgenen Erinnerungen des Waldes frei und offenbart seine Geschichte als einen Prozess fortwährender Veränderung. Die computergenerierte Simulation zeigt eine Landschaft, in der sich ökologische Transformation und ökonomische Spekulation, historische Ereignisse und mythische Erzählungen überlagern.
English summary:
Halle für Kunst Lüneburg presents 'The Evacuated', a solo exhibition by artist Femke Herregraven that casts a critical gaze toward the future while questioning present certainties. Against the backdrop of the Lüneburg region, marked by the proximity of military infrastructure and natural resources, Herregraven's multimedia installation portrays a forest as both a site of danger and a space under threat. Rather than predicting a catastrophic future, the artist unearths the forest's hidden memories and presents its history as an ongoing process of transformation. Through a real-time computer-generated simulation, the work creates a complex landscape where ecological change, economic speculation, historical events, and mythical narratives intertwine.
18.10. - 29.11.2026
Halle für Kunst Lüneburg
Reichenbachstraße 2, 21335 Lüneburg
Presse
Kontext
Einordnung:Femke Herregravens multimediale Installation *The Evacuated* situiert sich an der Schnittstelle von digitaler Medienkunst, spekulativer Ökologie und dem Diskurs des Anthropozäns. Durch den Einsatz computergenerierter Simulationen bricht die Künstlerin radikal mit der kunsthistorischen Tradition des Waldes als romantisiertem Sehnsuchtsort und überführt diesen Topos in ein technologisches, post-digitales Zeitalter. Landschaft fungiert hier nicht länger als passive Kulisse, sondern als ein geopolitisch und ökonomisch determinierter Verhandlungsraum. Indem Herregraven ökologische Fragilität mit militärischer Infrastruktur und finanzwirtschaftlicher Spekulation verwebt, knüpft sie an forensische und institutionskritische Tendenzen der Gegenwartskunst an, die natürliche Ressourcen als materielles wie mythologisches Archiv fortwährender Krisen lesbar machen.






