Ndayé Kouagou. DOGS WILL BE DOGS
04.09. - 15.11.2026 | Heidelberger Kunstverein
Eingabedatum: 01.09.2026

Kann man einer Figur die Empathie versagen, deren Racheakt sich gegen eine Gemeinschaft richtet, die sie zeitlebens ausgeschlossen hat?
Ndayé Kouagous Neuproduktion Heaven’s Truth entpuppt sich als ungeschönte Analyse einer Gegenwart, in der ethische und moralische Verantwortung dem Ringen um soziales Kapital geopfert werden. Im Heidelberger Kunstverein verräumlicht der Künstler eine Fabel um vier zu Hunden stilisierte Charaktere – Pudding, Pimpim, Puhda und Pochi –, deren unstetes Beziehungsgeflecht zum Exempel für subtile Ausschlussmechanismen und die Logik des Ressentiments wird.
Über den Künstler & Institutionelle Kooperation
Ndayé Kouagou (geb. 1992 in Paris, wo er lebt und arbeitet) zählt zu den aktuell prägenden und diskutierten Stimmen innerhalb der Ultra-Contemporary Art.
Kouagous Arbeiten wurden weltweit in Institutionen und Biennalen präsentiert, darunter das Frac Île-de-France (Paris), die Fondazione Sandretto Re Rebaudengo (Turin), das WIELS (Brüssel), die Liverpool Biennale, die Manifesta 14 (Prishtina) sowie die Biennalen von Athen, Sharjah und Sonsbeek.
Der Heidelberger Kunstverein ist außerordentlich stolz darauf, mit Dogs Will Be Dogs die zweite institutionelle Einzelausstellung des Künstlers in Deutschland zu präsentieren. Die Produktion der ausgestellten Neuarbeiten wurde von der Collezione Maramotti (Reggio Emilia) in Zusammenarbeit mit dem Heidelberger Kunstverein unterstützt. Im Anschluss an die Premiere in Heidelberg wird die koproduzierte Arbeit im Herbst auf der Lyon Biennale zu sehen sein.
English summary:
Heidelberger Kunstverein presents "DOGS WILL BE DOGS," the second institutional solo exhibition in Germany by Paris-based artist Ndayé Kouagou. At the core of the exhibition is his new production "Heaven’s Truth," which spatializes a fable centered on four dog-stylized characters—Pudding, Pimpim, Puhda, and Pochi. Through their volatile relationships, the work offers an unvarnished examination of contemporary society, exploring subtle mechanisms of exclusion, the logic of resentment, and the pursuit of social capital. The newly commissioned works were co-produced in collaboration with Collezione Maramotti and will subsequently be featured at the Lyon Biennale.
Ndayé Kouagous Neuproduktion Heaven’s Truth entpuppt sich als ungeschönte Analyse einer Gegenwart, in der ethische und moralische Verantwortung dem Ringen um soziales Kapital geopfert werden. Im Heidelberger Kunstverein verräumlicht der Künstler eine Fabel um vier zu Hunden stilisierte Charaktere – Pudding, Pimpim, Puhda und Pochi –, deren unstetes Beziehungsgeflecht zum Exempel für subtile Ausschlussmechanismen und die Logik des Ressentiments wird.
Über den Künstler & Institutionelle Kooperation
Ndayé Kouagou (geb. 1992 in Paris, wo er lebt und arbeitet) zählt zu den aktuell prägenden und diskutierten Stimmen innerhalb der Ultra-Contemporary Art.
Kouagous Arbeiten wurden weltweit in Institutionen und Biennalen präsentiert, darunter das Frac Île-de-France (Paris), die Fondazione Sandretto Re Rebaudengo (Turin), das WIELS (Brüssel), die Liverpool Biennale, die Manifesta 14 (Prishtina) sowie die Biennalen von Athen, Sharjah und Sonsbeek.
Der Heidelberger Kunstverein ist außerordentlich stolz darauf, mit Dogs Will Be Dogs die zweite institutionelle Einzelausstellung des Künstlers in Deutschland zu präsentieren. Die Produktion der ausgestellten Neuarbeiten wurde von der Collezione Maramotti (Reggio Emilia) in Zusammenarbeit mit dem Heidelberger Kunstverein unterstützt. Im Anschluss an die Premiere in Heidelberg wird die koproduzierte Arbeit im Herbst auf der Lyon Biennale zu sehen sein.
English summary:
Heidelberger Kunstverein presents "DOGS WILL BE DOGS," the second institutional solo exhibition in Germany by Paris-based artist Ndayé Kouagou. At the core of the exhibition is his new production "Heaven’s Truth," which spatializes a fable centered on four dog-stylized characters—Pudding, Pimpim, Puhda, and Pochi. Through their volatile relationships, the work offers an unvarnished examination of contemporary society, exploring subtle mechanisms of exclusion, the logic of resentment, and the pursuit of social capital. The newly commissioned works were co-produced in collaboration with Collezione Maramotti and will subsequently be featured at the Lyon Biennale.
04.09. - 15.11.2026
Heidelberger Kunstverein
Hauptstraße 97, 69117 Heidelberg
Presse
Kontext
Einordnung:Ndayé Kouagou greift in *Heaven’s Truth* auf die traditionsreiche Gattung der Fabel zurück und überführt das kunst- und literaturhistorische Motiv der anthropomorphen Tierallegorie in eine raumgreifende, diskursive Installation. Indem er stilisierte Hundefiguren als Projektionsflächen für Ausschlussmechanismen, Ressentiments und die Akkumulation von sozialem Kapital inszeniert, verhandelt er Kernfragen der *Ultra-Contemporary Art*. Das Werk lässt sich in die Traditionslinie post-konzeptueller und narrativer Gegenwartspraxen einbetten, die Methoden der Beziehungsästhetik mit soziologischer Gegenwartsanalyse verknüpfen. Kouagou dekonstruiert dabei performative Moral und spiegelt die zunehmende Erosion zwischenmenschlicher Empathie im Spannungsfeld spätkapitalistischer Aufmerksamkeitsökonomien wider.







