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Boris Lurie

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Judah Passow. Shattered Dreams. Fotografien aus Palästina und Israel



© für alle Abbildungen: Judah Passow / Agentur FOCUS

Seit der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 brechen in der Region im Nahen Osten immer wieder Konflikte mit den arabischen Nachbarn aus. Gerade zwischen Palästinensern und Israelis kam es auch in der jüngsten Vergangenheit zu blutigen Auseinandersetzungen. Judah Passow dokumentiert seit über 25 Jahren die Folgen des Nahost-Konflikts für namhafte Zeitungen und Magazine. Die dabei entstandenen Fotografien wurden weltweit ausgestellt und in einem Bildband mit dem Titel „Shattered Dreams“ publiziert. Über vierzig dieser Arbeiten werden nun für zwei Monate in der Neuen Sächsischen Galerie zu sehen sein.

Im Vordergrund der Fotografien steht die alltägliche Realität von Palästinensern und Israelis, die von Gewalt und Diskriminierung geprägt ist. Behutsam komponiert Judah Passow seine Schwarz-Weiß-Arbeiten und bringt dabei Aussagen und Gefühle auf den Punkt. Ob trauernde Eltern, „Intifada“ spielende palästinensische Kinder oder israelische Soldaten auf Patrouille – es sind Momentaufnahmen, die dem Betrachter die Grausamkeit des Konfliktes vor Augen führen. Dabei stehen die gezeigten Einzelschicksale immer auch für das Schicksal der übrigen Bewohner dieses Landes. Verzweiflung, Trauer, Wut und Resignation ziehen sich wie ein roter Faden durch die Bilder der Ausstellung und vergegenwärtigen einen Konflikt, der vielen Europäern so fremd ist, wie die Region selbst. Doch Judah Passows Fotografien leiten den Blick gezielt auf das, was Texte und Jahreszahlen oft nicht vermitteln können – die Schicksale dahinter.

„Dieses Land ist ein Ort, an dem die Jungen ihrer Kindheit und die Alten ihrer Würde beraubt werden. Die Menschen glorifizieren ihre Vergangenheit, verfluchen ihre Gegenwart und haben Schwierigkeiten, sich eine Zukunft vorzustellen. Es ist eine raue Nachbarschaft“, sagt Passow über sein Heimatland.

Biografie
Judah Passow wurde 1949 in Holon (Israel) geboren und wuchs in den USA auf. Nach Beendigung seines Filmstudiums ging er 1971 zurück nach Israel. 1974 veröffentlichte er erste Fotos für die Jerusalem Post. Schon bald wurde er zu einem gefragten Fotografen und berichtet seither für namhafte Zeitungen und Magazine wie The Guardian, The Observer, The Times, Der Spiegel und Die ZEIT aus den Krisenregionen der Welt. Seine Fotografien wurden vier Mal mit dem World Press Photo Award ausgezeichnet.

Öffnungszeiten 11-17 Uhr, Di – 19 Uhr, Mi geschl.

Neue Sächsische Galerie
Moritzstraße 20
09111 Chemnitz
Tel 0371 3676680
nsg-chemnitz.de

Medienmitteilung





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