Was Jetzt Ist – 30 Jahre Raketenstation Hombroich
06.09.2026 - 07.03.2027 | Stiftung Insel Hombroich, Neuss
Eingabedatum: 06.09.2026

Im Rahmen ihres 30-jährigen Jubiläums zeigt die Stiftung Insel Hombroich erstmalig eine Ausstellung, in der die Hombroicher Künstlerinnen und Künstler gemeinsam Einblick in das eigene Schaffen geben und dazu weitere Gäste einladen. Ein breit gefächertes Begleitprogramm ergänzt die Eröffnung am Sonntag, den 6. September.
1994 erwarb der Stiftungsgründer Karl-Heinrich Müller die ehemalige NATO-Raketenstation Hombroich, um sie als Erweiterung des Museums Insel Hombroich zum Experimentierfeld für Kunst und Architektur zu entwickeln. Noch im gleichen Jahr bezogen die ersten Künstlerinnen und Künstler Wohnungen und Ateliers in den früheren Militärgebäuden und entwickelten schon bald vielstimmige Aktivitäten zur Musik, Literatur, bildenden Kunst und Architektur. Bis heute ist der Ort der Produktion durch einen regen künstlerischen Austausch geprägt. Hier wird komponiert oder an neuen Publikationen gearbeitet, es werden Konzerte gegeben, Ausstellungen entwickelt oder individuelle künstlerische Projekte konzipiert. Nach wie vor gibt es mehrere Gastateliers, Räume und Häuser, in denen – auf Einladung der Künstlerinnen und Künstler vor Ort – externe Kunstschaffende ihre Ideen weiterentwickeln und eigene Vorhaben aus den Zusammenhängen in Hombroich entwickeln können.
Im Rahmen des 30-jährigen Stiftungsjubiläums zeigen nun die auf der Raketenstation seit vielen Jahren lebenden und arbeitenden Künstlerinnen und Künstler in einer gemeinsamen Ausstellung im Siza-Pavillon und im Field Institute Hombroich ihre Arbeiten im Dialog mit den Beiträgen ausgewählter Gäste. Notationen bedeutender Kompositionen sind ebenso zu sehen wie großformatige Malereien und Skulpturen, Rauminstallationen wie literarische Arbeiten. So eröffnet sich ein breites Spektrum künstlerischer Produktion, die die Raketenstation Hombroich prägt und von hier aus in vielen Fällen zu bedeutenden Orten in der Welt gewandert ist.
Was Jetzt Ist – 30 Jahre Raketenstation Hombroich wird am 6. September um 15 Uhr im Siza-Pavillon eröffnet. Neben einer Einführung von Roland Nachtigäller, Geschäftsführer der Stiftung Insel Hombroich, wird es auch eine Eröffnungsrede von Dr. Julia Wallner, Direktorin des Arp Museums Bahnhof Rolandseck geben. Zwischen 12 und 15 Uhr haben zudem die Ateliers von Ute Langanky, Oliver Kruse und Michael Growe/Georg Schmidt sowie das Gastatelier (Judith Anna Schmidt) mit eigenen Präsentationen geöffnet. Und um 16:30 Uhr wird es ein Konzert der Ausstellungsbeteiligten Annette Elster (Gesang, Moderation) und Christoph Staude (Klavier mit Werken von Georg Kröll, Gerhard Lampersberg, Christoph Staude) in der Veranstaltungshalle geben. Im Anschluss ist das Publikum zum gemeinsamen Ausklang des Tages mit Speisen und Getränken eingeladen.
Das Rahmenprogramm bietet zahlreiche weitere Stationen: Um 12 Uhr bereits eröffnet das Projekt daylight der Gastkünstlerinnen Anna Schütten und Judith Anna Schmidt in den Drei Kapellen auf dem Kirkeby-Feld und um 14 Uhr wird das Wachhaus #22 mit einer Installation von Niels Fäßle am Eingang der Raketenstation Hombroich vorgestellt. Parallel dazu kann man in den Räumen für Fotografie die Premiere der Videoinstallation if the balloon went up…besuchen, die das Künstlerduo Korpys/Löffler für die Raketenstation Hombroich produziert hat. Des Weiteren eröffnet die Skulpturenhalle Neuss ihre kommende Ausstellung Thomas Schütte. Frauen – 10 Jahre Skulpturenhalle, während in der Langen Foundation Adam Pendleton: Can I be? und im Feldhaus – Museum für Moderne Druckgrafik Endlich Schöner Wohnen zu sehen sind.
English summary:
To mark the 30th anniversary of the Raketenstation Hombroich, the Stiftung Insel Hombroich presents the exhibition 'Was Jetzt Ist' ('What Is Now'). For the first time, resident artists who have lived and worked on the former NATO missile base since its transformation into an experimental site for art and architecture in 1994 showcase their works together alongside invited guest artists. Displayed across the Siza Pavilion and the Field Institute Hombroich, the show features large-scale paintings, sculptures, spatial installations, literary works, and musical notations. The opening features open studios, special installations, and video premieres by artists such as Ute Langanky, Oliver Kruse, Michael Growe, Judith Anna Schmidt, and Korpys/Löffler.
1994 erwarb der Stiftungsgründer Karl-Heinrich Müller die ehemalige NATO-Raketenstation Hombroich, um sie als Erweiterung des Museums Insel Hombroich zum Experimentierfeld für Kunst und Architektur zu entwickeln. Noch im gleichen Jahr bezogen die ersten Künstlerinnen und Künstler Wohnungen und Ateliers in den früheren Militärgebäuden und entwickelten schon bald vielstimmige Aktivitäten zur Musik, Literatur, bildenden Kunst und Architektur. Bis heute ist der Ort der Produktion durch einen regen künstlerischen Austausch geprägt. Hier wird komponiert oder an neuen Publikationen gearbeitet, es werden Konzerte gegeben, Ausstellungen entwickelt oder individuelle künstlerische Projekte konzipiert. Nach wie vor gibt es mehrere Gastateliers, Räume und Häuser, in denen – auf Einladung der Künstlerinnen und Künstler vor Ort – externe Kunstschaffende ihre Ideen weiterentwickeln und eigene Vorhaben aus den Zusammenhängen in Hombroich entwickeln können.
Im Rahmen des 30-jährigen Stiftungsjubiläums zeigen nun die auf der Raketenstation seit vielen Jahren lebenden und arbeitenden Künstlerinnen und Künstler in einer gemeinsamen Ausstellung im Siza-Pavillon und im Field Institute Hombroich ihre Arbeiten im Dialog mit den Beiträgen ausgewählter Gäste. Notationen bedeutender Kompositionen sind ebenso zu sehen wie großformatige Malereien und Skulpturen, Rauminstallationen wie literarische Arbeiten. So eröffnet sich ein breites Spektrum künstlerischer Produktion, die die Raketenstation Hombroich prägt und von hier aus in vielen Fällen zu bedeutenden Orten in der Welt gewandert ist.
Was Jetzt Ist – 30 Jahre Raketenstation Hombroich wird am 6. September um 15 Uhr im Siza-Pavillon eröffnet. Neben einer Einführung von Roland Nachtigäller, Geschäftsführer der Stiftung Insel Hombroich, wird es auch eine Eröffnungsrede von Dr. Julia Wallner, Direktorin des Arp Museums Bahnhof Rolandseck geben. Zwischen 12 und 15 Uhr haben zudem die Ateliers von Ute Langanky, Oliver Kruse und Michael Growe/Georg Schmidt sowie das Gastatelier (Judith Anna Schmidt) mit eigenen Präsentationen geöffnet. Und um 16:30 Uhr wird es ein Konzert der Ausstellungsbeteiligten Annette Elster (Gesang, Moderation) und Christoph Staude (Klavier mit Werken von Georg Kröll, Gerhard Lampersberg, Christoph Staude) in der Veranstaltungshalle geben. Im Anschluss ist das Publikum zum gemeinsamen Ausklang des Tages mit Speisen und Getränken eingeladen.
Das Rahmenprogramm bietet zahlreiche weitere Stationen: Um 12 Uhr bereits eröffnet das Projekt daylight der Gastkünstlerinnen Anna Schütten und Judith Anna Schmidt in den Drei Kapellen auf dem Kirkeby-Feld und um 14 Uhr wird das Wachhaus #22 mit einer Installation von Niels Fäßle am Eingang der Raketenstation Hombroich vorgestellt. Parallel dazu kann man in den Räumen für Fotografie die Premiere der Videoinstallation if the balloon went up…besuchen, die das Künstlerduo Korpys/Löffler für die Raketenstation Hombroich produziert hat. Des Weiteren eröffnet die Skulpturenhalle Neuss ihre kommende Ausstellung Thomas Schütte. Frauen – 10 Jahre Skulpturenhalle, während in der Langen Foundation Adam Pendleton: Can I be? und im Feldhaus – Museum für Moderne Druckgrafik Endlich Schöner Wohnen zu sehen sind.
English summary:
To mark the 30th anniversary of the Raketenstation Hombroich, the Stiftung Insel Hombroich presents the exhibition 'Was Jetzt Ist' ('What Is Now'). For the first time, resident artists who have lived and worked on the former NATO missile base since its transformation into an experimental site for art and architecture in 1994 showcase their works together alongside invited guest artists. Displayed across the Siza Pavilion and the Field Institute Hombroich, the show features large-scale paintings, sculptures, spatial installations, literary works, and musical notations. The opening features open studios, special installations, and video premieres by artists such as Ute Langanky, Oliver Kruse, Michael Growe, Judith Anna Schmidt, and Korpys/Löffler.
06.09.2026 - 07.03.2027
Stiftung Insel Hombroich, Neuss
Raketenstation Hombroich 4, 41472 Neuss
Presse
Kontext
Einordnung:Die Transformation der ehemaligen NATO-Raketenstation Hombroich in ein interdisziplinäres Produktions- und Ausstellungszentrum steht exemplarisch für die postmoderne Konversion militärischer Zweckbauten in autonome künstlerische Freiräume. Das dort gepflegte Nebeneinander von bildender Kunst (Malerei von Michael Growe, Skulptur von Oliver Kruse), skulpturaler Architektur (Álvaro Siza, Per Kirkeby), zeitbasierter Medienkunst (Korpys/Löffler) und Neuer Musik (u. a. Christoph Staude) knüpft direkt an den erweiterten Kunstbegriff sowie das Konzept des modernen *Gesamtkunstwerks* an. Indem die Jubiläumsausstellung das prozesshafte Schaffen im Dialog zwischen ansässigen Akteuren und profilierten Gästen wie Thomas Schütte oder Adam Pendleton inszeniert, etabliert sich das Areal als alternatives, institutionskritisches Modell zum klassischen White Cube. Die Verschränkung von ortsspezifischer Installation, partizipativer Atelierpraxis und spartenübergreifender Forschung reflektiert dabei zentrale Tendenzen der Gegenwartskunst seit den 1990er-Jahren.








