Die Gruppenausstellung greift den Diskurs um den Begriff des „non-player character“ auf, der ursprünglich der Welt der Computerspiele entlehnt ist und Figuren bezeichnet, die nicht unmittelbar dem Willen und den Aktionen eines Spielers folgen, sondern durch Algorithmen des Computers gesteuert werden. Diese Nicht-Spieler-Charaktere agieren schematisch, sie laufen in Schleife, nach vorprogrammierten Handlungsanweisungen.
Übertragen auf das „Real Life“ ergeben sich Verbindungen zu psychologisch-philosophischen Fragen, die ein Desinteresse am Selbst als Kern mechanisch-beiläufigen Handelns, Denkens und Fühlens offenbaren. „Ist es möglich, kein Zombie zu sein“, einen eigenen Willen zu haben (P. D. Ouspensky)?
In einem solchen Konstrukt eines Auto-Systems des Menschen orientieren sich darauf basierende Lebensweisen an durchautomatisierten äußeren Abläufen und Denkmustern. Die Absenz einer Introspektion, eines reflektierenden inneren Monologes begünstigt dabei zunehmend das Haften an Oberflächen der Dingwelt, an Fiktionen und virtuellen Scheinrealitäten des Black Mirror.
Die Ausstellung „non-player character“ kombiniert objektifizierte Darstellungen des Menschen, fragmentierte Körper und gesichtslose Follower mit Choreografien roboterisierter Abläufe und entleerten Hüllen inszenierter Alltagsperformance.
Daten:
non-player character
Daphne Ahlers, Kamilla Bischof, Okka-Esther Hungebühler
5. September 2021 bis 30. Januar 2022
Vernissage: 4. Dezember 2021, 19 Uhr
Finissage & Artist Talk: 30. Januar 2022, 15 Uhr
Kunstverein für Mecklenburg und Vorpommern in Schwerin e.V.
Kunsthalle im E-Werk
Spieltordamm 5, 19055 Schwerin
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, von 15-18 Uhr
www.kunstverein-schwerin.de
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Daphne Ahlers
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