Sudarshan Shetty. A Breath Held Long
11.06. - 16.08.2026 | Ludwig Museum, Koblenz
Eingabedatum: 11.06.2026

„Ich tauche ein in das Unausgesprochene oder, in vielen Fällen, das gesellschaftlich Unterschwellige, das unter der Oberfläche aller menschlichen Interaktionen pulsiert, und schöpfe daraus. Ich nehme diese Situation an und freue mich darüber. Mich interessiert die Idee der Abwesenheit, der menschlichen Abwesenheit, des Anderswoseins. Ich glaube, die meisten von uns sind dazu verdammt, anderswo zu sein.“ (Sudarshan Shetty)
Sudarshan Shetty (*1961 in Mangalore, Karnataka, Indien) verkörpert künstlerisch viele Ausdrucksformen, insbesondere seine aus Holz nachempfundenen Alltagsobjekte, installativen Arrangements sowie poetischen Kurzfilme, die er in Indien außerhalb von Bollywood dreht. In seinen Werken geht es um die grundsätzliche Frage des (Über)lebens in einer komplexen, überfüllten, vom Toxischen geprägten Welt.
Shetty zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Künstlern Indiens. Mit Skulpturen, Installationen und medienübergreifenden Arbeiten setzt er sich mit existenziellen Themen wie Vergänglichkeit, Erinnerung, alltäglicher Arbeit und östlicher Spiritualität auseinander. Bekannt für seine rätselhaften Skulptureninstallationen, gilt er seit Langem als einer der innovativsten Künstler seiner Generation in Indien. 1985 schloss er sein Studium der Malerei an der Sir JJ School of Art in Mumbai mit einem Bachelor of Fine Arts (BFA) ab. Schon früh in seiner Karriere wandte er sich von der Malerei der Installationskunst zu und erforscht seither die grundlegenden ontologischen Herausforderungen, die sich aus unserer Immersion in eine Welt der Objekte ergeben. Internationale Aufmerksamkeit erhielt er durch Teilnahmen an der documenta in Kassel (2002) sowie an der Biennale von Venedig (1997, 2005).
Seine Werke verbinden indische und westliche Traditionen und untersuchen Fragen von Bewegung, Zeit und Lebenszyklen. Im Zentrum der Ausstellung stehen die Installation und der Film „A Breath Held Long“. Im Zentrum des Films steht das urbane, laute, hektische Leben von Mumbai, gepaart mit ebenso poetischen Bildern wie autobiografischen und fiktionalen Elementen. Basierend auf der hinduistischen Philosophie verbindet er Lebensalltag und Rhythmus des Atmens miteinander. Dabei entsteht eine sinnliche Verschränkung von Chaos und Leben, die universell wirkt. Ergänzt durch drei weitere Filme sowie einige skulpturale Arbeiten entsteht vielschichtiges Bild, das zugleich als allgemeine Reflexion über das Menschsein gelesen werden kann. Shettys Arbeiten zeichnen sich durch eine präzise Materialästhetik, die Kombination gefundener Objekte und eine zugleich poetische wie rätselhafte Wirkung aus, die emotionale und philosophische Betrachtungen anregen.
Sudarshan Shetty (*1961 in Mangalore, Karnataka, Indien) verkörpert künstlerisch viele Ausdrucksformen, insbesondere seine aus Holz nachempfundenen Alltagsobjekte, installativen Arrangements sowie poetischen Kurzfilme, die er in Indien außerhalb von Bollywood dreht. In seinen Werken geht es um die grundsätzliche Frage des (Über)lebens in einer komplexen, überfüllten, vom Toxischen geprägten Welt.
Shetty zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Künstlern Indiens. Mit Skulpturen, Installationen und medienübergreifenden Arbeiten setzt er sich mit existenziellen Themen wie Vergänglichkeit, Erinnerung, alltäglicher Arbeit und östlicher Spiritualität auseinander. Bekannt für seine rätselhaften Skulptureninstallationen, gilt er seit Langem als einer der innovativsten Künstler seiner Generation in Indien. 1985 schloss er sein Studium der Malerei an der Sir JJ School of Art in Mumbai mit einem Bachelor of Fine Arts (BFA) ab. Schon früh in seiner Karriere wandte er sich von der Malerei der Installationskunst zu und erforscht seither die grundlegenden ontologischen Herausforderungen, die sich aus unserer Immersion in eine Welt der Objekte ergeben. Internationale Aufmerksamkeit erhielt er durch Teilnahmen an der documenta in Kassel (2002) sowie an der Biennale von Venedig (1997, 2005).
Seine Werke verbinden indische und westliche Traditionen und untersuchen Fragen von Bewegung, Zeit und Lebenszyklen. Im Zentrum der Ausstellung stehen die Installation und der Film „A Breath Held Long“. Im Zentrum des Films steht das urbane, laute, hektische Leben von Mumbai, gepaart mit ebenso poetischen Bildern wie autobiografischen und fiktionalen Elementen. Basierend auf der hinduistischen Philosophie verbindet er Lebensalltag und Rhythmus des Atmens miteinander. Dabei entsteht eine sinnliche Verschränkung von Chaos und Leben, die universell wirkt. Ergänzt durch drei weitere Filme sowie einige skulpturale Arbeiten entsteht vielschichtiges Bild, das zugleich als allgemeine Reflexion über das Menschsein gelesen werden kann. Shettys Arbeiten zeichnen sich durch eine präzise Materialästhetik, die Kombination gefundener Objekte und eine zugleich poetische wie rätselhafte Wirkung aus, die emotionale und philosophische Betrachtungen anregen.
11.06. - 16.08.2026
Ludwig Museum, Koblenz
Esther-Bejarano-Straße 1, 56068 Koblenz
Presse
Kontext
Einordnung:Sudarshan Shetty markiert eine zentrale Position der globalen Gegenwartskunst, in der er postkonzeptuelle Praktiken organisch mit hinduistischer Philosophie und transkulturellen Diskursen verschränkt. Seine Abkehr von der klassischen Malerei hin zu raumgreifenden Installationen, Skulpturen und poetischem Film verortet ihn tief im Diskurs der internationalen Objekt- und Medienkunst. Indem er alltägliche Gebrauchsgegenstände präzise aus Holz nachbildet oder mit gefundenen Objekten kombiniert, formuliert er eine ontologische Befragung unserer materialistischen, zunehmend toxischen Weltvorstellung. Thematisch greift er tiefgreifende existenzielle Motive wie menschliche Abwesenheit, Vergänglichkeit und zyklisches Werden auf, wobei etwa im Film „A Breath Held Long“ der Atemrhythmus als verbindendes Element zwischen lokalem Chaos und universeller Ordnung fungiert. Durch diese Synthese aus strenger Materialästhetik und poetischer Entrückung gelingt es Shetty, westliche Konzeptkunst und östliche Spiritualität zu einer allgemeingültigen Reflexion der *Conditio humana* zu vereinen, was seine nachhaltige Relevanz im globalen Kunstkanon (documenta, Venedig-Biennale) untermauert.










