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Spielwiese Kunst

11.07. - 18.10.2026 | Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen

Eingabedatum: 13.07.2026

Werkabbildung
Abb.: Visualisierung mit: Won-Chul Jung, A big pine tree, 2001, Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen, ©Studio Süd
Die umfangreiche Sammlung der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen hat zwei Schwerpunkte – den künstlerischen Linolschnitt und die regionale Kunst –, deren Werke in wechselnden Ausstellungen regelmäßig vorgestellt werden. Doch so wurden die Werke noch nie präsentiert: Durch ungewöhnliche Raumgestaltungen und Sitzgelegenheiten – in der Hängematte schaukelnd oder auf dem Hometrainer radelnd – ergeben sich ganz neue Perspektiven.

Zu entdecken gibt es Kunstwerke von über 50 Künstlerinnen und Künstlern aus 125 Jahren, von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart, vom opulenten Gemälde bis zur Videoinstallation. Und durch Mitmach-Angebote wie VIPs puzzeln und Stillleben inszenieren, lässt sich ein ganz neuer Zugang zu den Kunstwerken finden: Wie riecht wohl das Meer im Gemälde von Gustav Schönleber?

Oder wie fühlt sich eine Bronze-Skulptur an, die ich aber nicht sehe? Kann ich mein Selfie auf den Spiegel zeichnen? Oder die Biografie zu einem Porträt erraten?

Die Ausstellung greift Friedrich Schillers Feststellung auf, dass der Mensch nur da ganz Mensch sei, wo er spielt. Und wo könnte dies besser gelingen als im Museum, wo die zweckfreie Beschäftigung im Spiel auf einen Raum trifft, der abgekoppelt vom sonstigen Alltag ist? Die »Spielwiese Kunst« schafft nicht nur neuartige Wahrnehmungserlebnisse – vor allem wird sie ganz viel Spaß machen…

Und zu gewinnen gibt es natürlich auch etwas

11.07.2026 - 18.10.2026
Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen

Hauptstr. 60-64, 74321 Bietigheim-Bissingen

https://galerie.bietigheim-bissingen.de

Presse

Kontext

Einordnung:
Die Ausstellung spannt einen medienübergreifenden Bogen von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwartskunst und kontrastiert traditionelle Gattungen wie Gustav Schönlebers Malerei, die klassische Bronzeplastik und den traditionell tief im Expressionismus verankerten Linolschnitt mit zeitgenössischen Videoinstallationen. Kunsthistorisch und kuratorisch markiert diese Präsentation einen bewussten Bruch mit dem Paradigma des distanzierten „White Cube“. Sie vollzieht stattdessen den performativen und partizipativen Wandel der Postmoderne, bei dem die rein kontemplative Betrachterrolle zugunsten einer multisensorischen, immersiven Erfahrung (Relational Aesthetics) aufgelöst wird. Indem die Schau diese radikal interaktive Werkrezeption mit Friedrich Schillers idealistischer Theorie des spielenden Menschen („homo ludens“) fundiert, rückt sie die regionale sowie überregionale Sammlung in den erweiterten Kontext der ästhetischen Bildung und definiert das Museum als aktiven, grenzüberschreitenden Erfahrungsraum neu.
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