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Britta Marakatt-Labba. Stitched Tracks

30.01. - 26.07.2026 | Kunsthalle Mainz

Eingabedatum: 20.01.2026

Werkabbildung
Britta Marakatt-Labba, The Crows, 2001, Embroidery, 65 x 135 cm. Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin und Galerie Helle Knudsen.
Die Kunsthalle Mainz zeigt die erste Einzelausstellung von Britta Marakatt-Labba im deutschsprachigen Raum.

Im Mittelpunkt stehen ihre minutiös gearbeiteten, textilen Kunstwerke. In den letzten 50 Jahren hat Marakatt-Labba filigrane Motive geschaffen, die sie akribisch in den Stoff gestickt und so ihren Lebensraum in Bilder übersetzt hat. Diese Bilder erzählen von der kollektiven Geschichte des Volkes der Sámi, der Natur, die ihnen und ihren Rentieren Lebensraum bietet, ihrer Kosmologie, ihren Ritualen und ihrem Glauben in Bezug auf das Land. Sie thematisieren die Bedrohung der Natur durch Rohstoffabbau und ökologische Zerstörung und die Vertreibung indigener Völker – auch in Europa. Die visuelle Erzählung auf Stoff bildet Britta Marakatt-Labbas Methode, Fragen zu stellen und Antworten auf existenzielle Gedanken und Entwicklungen zu finden.

30.01.2026 - 26.07.2026
Kunsthalle Mainz

Am Zollhafen 3-5, 55118 Mainz

https://www.kunsthalle-mainz.de

Presse

Kontext

Einordnung:
Britta Marakatt-Labbas Werk verbindet textile Handwerkskunst mit politischer Widerständigkeit und dekolonialer Geschichtsschreibung. Ihre akribischen Stickereien transformieren das Medium des Textilen von einem traditionell häuslich konnotierten Kunsthandwerk in ein kritisches Instrument der visuellen Narratologie. Innerhalb des zeitgenössischen Diskurses verorten sich ihre Darstellungen der Sámi-Kultur an der Schnittstelle von Ökokritik und indigener Souveränität. Indem sie die ökologische Zerstörung durch Extraktivismus thematisiert, fungieren ihre Arbeiten nicht nur als Bewahrung kosmologischen Wissens, sondern als aktiver Protest gegen die Marginalisierung indigener Lebensweisen in Europa. Damit leistet sie einen wesentlichen Beitrag zur Erweiterung des westlich geprägten Kanons um eine spezifisch nordeuropäische, indigene Perspektive.
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