Wie wird Kunst digital erfahrbar?

Kunstmuseum Stuttgart + Kunsthalle Mannheim
Eingabedatum: 28.02.2021

vorher: Wie wird Kunst digital erfahrbar?

Wie können Kunstwerke im digitalen Raum in ihrer einzigartigen Qualität vermittelt werden? Diese Frage hat besonders in Zeiten der Corona-Pandemie neue Aktualität erfahren und steht im Mittelpunkt des Projektes »Vom Werk zum Display«. Das Kunstmuseum Stuttgart und die Kunsthalle Mannheim erforschen seit Februar 2020 gemeinsam Wege, um für 32 aus-gewählte Kunstwerke aus den Sammlungen beider Häuser ein innovatives maßgeschneidertes Vermittlungsformat zu schaffen. Möglich ist dieses auf vier Jahre angelegte Vorhaben durch eine Förderung aus dem Fonds Digital der Kulturstiftung des Bundes. Nun befindet sich das Projekt mitten in der ersten Umsetzungsphase.

Für jedes der ausgesuchten Werke – darunter Objekte aus dem 19. Jahrhundert bis hin zu zeitgenössischen Arbeiten – wird aktuell eine individuelle digitale Präsentationsform entwickelt. Darauf folgt die technische Umsetzung. An diesem kreativen Prozess wie auch an seiner Steuerung sind Mitarbeiter:innen aus den verschiedenen Abteilungen beider Museen beteiligt – von den Kommunikations- und Kunstvermittlungsteams über die wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen bis hin zu den Verwaltungen. Seit September 2020 besteht eine Zusammenarbeit mit der in Wien ansässigen Fluxguide Ausstellungssysteme GmbH. Die momentanen Beschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie stellen auch für das Projekt eine Herausforderung dar: So finden, anders als geplant, die Diskussionen um das einzelne Werk nicht vor dem jeweiligen Original statt. Der Gedankenaustausch zwischen den Beteiligten aus Stuttgart, Wien und Mannheim beschränkt sich ausschließlich auf Online-Konferenzen.

Schon in der jetzigen Phase entstehen Ideen, die auf ein vielfältiges Angebot auf dem Gebiet der digitalen Kunstvermittlung blicken lassen. Wilhelm Leibls Gemälde »Die rechte Hand aus dem Langbehn-Bildnis« von 1877 aus der Sammlung der Kunsthalle Mannheim wird etwa in eine Anwendung übersetzt, bei der die Nutzer:innen die detailliert porträtierte Handhaltung des Kunstkritikers Langbehn selbst nachstellen und entdecken können. Im sogenannten »Hand-O-Mat« kann das Foto der eigenen Geste zur Bildersuche ähnlicher Handhaltungen in der Kunstgeschichte genutzt werden. Dafür steht eine Datenbank aus den Sammlungsbeständen beider Museen und darüber hinaus zur Verfügung.

So einzigartig die 32 Kunstwerke sind, für die im Rahmen des Projekts digitale Vermittlungswege gefunden werden, so außergewöhnlich sind die Lösungsideen. Bei »Equalizer [Sound Graphs]«, ein im Kunstmuseum Stuttgart befindliches Gemälde von Sarah Morris aus dem Jahr 2017, wird der Entstehungsprozess hinter dem Werk vermittelt. Die digitale Vermittlungsstrategie korrespondiert mit dem Titel, indem neue Ebenen über das Visuelle hinaus enthüllt werden. Die Nutzer:innen sind dabei aktiv zum Hören, Sprechen und Komponieren eingeladen. Die digitale Transformation einzelner Bildelemente bietet ihnen die Möglichkeit, den künstlerischen Prozess selbst nachzuahmen, indem sie eine eigene Sprachaufnahme vornehmen, anhand derer sie ihr »Equalizerwerk« erschaffen können. Das Gemälde wird somit für die Nutzer:innen zum virtuellen Instrument.
...

Presse



  • Boris Mikhailov: "CASE HISTORY" (bis 20.01.02)

  • Hello from Bloomer. Viele Grüße aus Wismar (22.12.2001)

  • Formen interaktiver Medienkunst

  • Foto-Anschlag / Vier Generationen ostdeutscher Fotografen

  • Farblandschaften bei VAN HAM (02.02)

  • Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21+ K20 (04 / 02)

  • Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin (01 / 02)

  • Art 33 Basel: Kunst ohne Grenzen

  • Die Sammlung der Deutschen Bank (7.6.02)

  • hobbypopMuseum im Bonner Kunstverein

  • Portikus zieht am 5. Mai 06 in neue Räume

  • Alex Katz - In Your Face

  • VENEZIA! Kunst aus Venezianischen Palästen.

  • "40 Jahre: Fluxus und die Folgen"

  • Endcommercial

  • Kulturstiftung des Bundes stellt neues Magazin und Projekte vor

  • NAM JUNE PAIK AWARD 02

  • Symposium - Die Visualität der Theorie vs Die Theorie des Visuellen

  • August Sander - Thomas Struth | Siegen Museum für Gegenwartskunst (bis 30.3.03)

  • Das Haus der Kulturen der Welt (HKW) in Berlin (12 / 02)

  • Neues Forum für Kunst und Fotografie in Köln / Teil 5 (07.03.03)

  • Expressiv! - Fondation Beyeler | Der Katalog

  • Kunsthalle Kiel: Open the Curtain - Kunst und Tanz im Wechselspiel (12.04.-04.05.03)

  • Zaha Hadid - Architektur

  • Kunsthalle Baden-Baden: Durchgehend geöffnet (5.7.-7. 9.03)

  • Allan Sekula

  • Kunst_Sachsen-Anhalt 2: Landschaft(en). Wildflecken und Gartenreich (29.6.-7.9.03)

  • Westfälischer Kunstverein: Joachim Brohm (5.7.-7.9.03)

  • "Accessoiremaximalismus" in der Kunsthalle Kiel (29.8.-9.11.03)

  • "In den Schluchten des Balkan" in der Kunsthalle Fridericianum, Kassel (30.8.-23.11.03)

  • Johannes Wohnseifer im Ulmer Kunstverein (14.9.03 - 26.10.03)

  • Anish Kapoor im Kunsthaus Bregenz (27. 09. – 16. 11. 03)

  • "Adorno: Die Möglichkeit des Unmöglichen" im Frankfurter Kunstverein (29.10.03 - 4.1.04)

  • 50.Biennale Venedig 2003(6.11.03)

  • Maria Eichhorn im Lenbachhaus/Kunstbau in München (29.11.03 - 22.2.04)

  • Ars Electronica 2004 (6.1.04)

  • Symposium "Mapping" im Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (23.1.-24.1.04)

  • Teresa Hubbard/Alexander Birchler im Museum für Gegenwartskunst, Basel (31.1.-18.4.04)

  • Walker Evans,Dorothea Lange,Arthur Rothstein,John Vachon / Städtische Galerie Erlangen (8.2.-7.3.04)

  • Internationaler Preis für Photographie der Hasselblad Stiftung (19.3.04)

  • Sebastião Salgado. GENESIS

  • Verschluckt* und geschützt - 1500 Jahre Sonderschutz für 50 Kunstwerke

  • Jenny Holzer im Kunsthaus Bregenz (12.06. bis 05.09.04)

  • Pierre Huyghe und Rirkrit Tiravanija im Portikus, Frankfurt (19.06. – 04.07.04)

  • Ayse Erkmen im GAK / Gesellschaft für Aktuelle Kunst, Bremen (12.06. - 01.08.04)

  • Junge Initiativen im Museum Ludwig zum zweiten Mal ausgezeichnet (18.6.04)

  • Ungleiche Platzverteilung / Exciting Europe in der GFZK, Leipzig (02.07.04 - 22.08.04)

  • Friedrich Christian Flick Collection in Berlin - eine künstlerische Intervention

  • Friedrich Christian Flick Collection / Ausstellung im Hamburger Bahnhof, Berlin (22.9.04-28.3.05)

  • top



    Anzeige
    Responsive image


    Anzeige
    vonovia award-teilnahme


    Anzeige
    Responsive image


    Anzeige
    Responsive image

    Chatbot

    Was der Bot u.a. jetzt bereits beantworten kann: Was ist Kunst, was macht die Kunst, Konzeptkunst, wozu Kunst, Künstler und was macht art-in.de? Um Fragen, die er noch nicht beantworten kann, kümmern wir uns. Es ist ein Experiment im Aufbau. Wir freuen uns über alle Fragen.


    Card image cap

    Platz Machen

    03. April - 30. Mai 2021 | Neuer Saarbrücker Kunstverein im öffentlichen Raum Saarbrückens

    Card image cap

    Prelude Nordost Südwest

    10.4.-6.6.2021 | Außenfassade der robotronkantine, Kunsthaus Dresden

    Card image cap

    VIDEONALE.18 - Festival für Video und zeitbasierte Kunstformen

    Streaming der Werke online: 1. - 18. April 2021

    Card image cap

    Kerstin Brätsch und Till Fellrath neu an der AdBK Nürnberg

    Akademie der Bildenden Künste Nürnberg