Peter Hujar. Eyes Open in the Dark
27.02. - 23.08.2026 | Bundeskunsthalle, Bonn
Eingabedatum: 18.02.2026

Peter Hujar war Fotograf und zentrale Figur in der Downtown-Szene des New Yorks der 1970er und frühen 1980er Jahre. Als er 1987 an einer AIDS-bedingten Lungenentzündung starb, waren jedoch seine Fotografien in der breiteren Kunstwelt weitgehend unbekannt. Sein Hauptinteresse galt der Porträtfotografie, sei es, dass er seine Freunde und Bewohner der Downtown-Szene Manhattans fotografierte – die er auf der Straße traf, in seinem Apartmentstudio und an Veranstaltungsorten aufnahm – oder seine Aufmerksamkeit auf Tiere, Architektur und Landschaften richtete. Auch er selbst wurde oft zum Sujet seiner Fotografien. Sein Umfeld hielt er in vielen intimen Aufnahmen fest und so wurde sein Werk zu einem wichtigen Zeitdokument.
Die Ausstellung zeigt das spätere Werk und dessen Bandbreite in Hujars Schaffen seit Mitte der 1970er Jahre. Damals stand er mit den Künstlern Paul Thek und dem jüngeren David Wojnarowicz in den 1980er Jahren in enger Verbindung und künstlerischem Austausch, kurz bevor AIDS ihre Gemeinschaft zerstörte. Ein Themenbereich konzentriert sich auf das Jahr 1976, in dem Hujar eine Reihe außergewöhnlicher Porträts des Tänzers Bruce de Sainte Croix schuf, eine Serie von acht Wasserstudien für eine katholische Kapelle produzierte und nach einer Phase der Depression mit neuer Ausdruckskraft in die Straßen- und Architekturfotografie einstieg.
Die Ausstellung zeigt das spätere Werk und dessen Bandbreite in Hujars Schaffen seit Mitte der 1970er Jahre. Damals stand er mit den Künstlern Paul Thek und dem jüngeren David Wojnarowicz in den 1980er Jahren in enger Verbindung und künstlerischem Austausch, kurz bevor AIDS ihre Gemeinschaft zerstörte. Ein Themenbereich konzentriert sich auf das Jahr 1976, in dem Hujar eine Reihe außergewöhnlicher Porträts des Tänzers Bruce de Sainte Croix schuf, eine Serie von acht Wasserstudien für eine katholische Kapelle produzierte und nach einer Phase der Depression mit neuer Ausdruckskraft in die Straßen- und Architekturfotografie einstieg.
27.02. - 23.08.2026
Bundeskunsthalle
Helmut-Kohl-Allee 4, 53113 Bonn
Presse
Kontext
Einordnung:Peter Hujar fungiert als zentraler Chronist der New Yorker Downtown-Szene, wobei sein Werk zwischen intimer Porträtkunst und dokumentarischem Realismus oszilliert. In engem künstlerischem Austausch mit Weggefährten wie Paul Thek und David Wojnarowicz schuf er ein Œuvre, das die fragile Identität einer queeren Subkultur unmittelbar vor der Zäsur durch die AIDS-Krise festhält. Technisch verbindet Hujar die psychologische Dichte des Studio-Porträts mit einer expressiven Straßen- und Architekturfotografie, die über das rein Dokumentarische hinausweist. Seine Arbeiten, wie die Porträtserien von 1976, transformieren private Begegnungen in ein universelles Zeitdokument menschlicher Vulnerabilität und urbaner Melancholie. Damit markiert sein Schaffen einen essenziellen Beitrag zur Fotografiegeschichte des späten 20. Jahrhunderts.







