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Kartographien des Wachstums. Katinka Bock im Dialog mit Lois Weinberger

07.02. - 07.06.2026 | Marta Herford, Herford

Eingabedatum: 29.01.2026

Werkabbildung
Katinka Bock, One to eight (Detail), 2021, Bronze, Stahl, Eiche, Kupfer, Ausstellungsansicht und Courtesy: Gallery 303, New York, © die Künstlerin, Foto: Justin Craun
In der einzigartigen Architektur der Gehry-Galerien treten Werke des visionären Pioniers Lois Weinberger (1947 in Stams, † 2020 in Wien) und der zeitgenössischen Bildhauerin Katinka Bock (1976 in Frankfurt, lebt in Paris) in einen künstlerischen Dialog. Dieser widmet sich Prozessen, die sowohl in Natur und Material als auch in Architekturen und Raum angelegt sind. Während sich Weinberger in seinem Werk so genannten „Ruderalpflanzen“, vermeintlichen Unkräutern, sowie Kartographien und archäologischen Spuren verschrieb, fokussiert Katinka Bock mit ihren Arbeiten physikalische Veränderungen von Materialien, die sie in poetische Installationen überführt.

Beide Künstler*innen verbindet die Beschäftigung mit natürlichen Vorgängen, die künstlerisch genutzt werden. Die für die Ausstellung gewählten und zum Teil neu entstandenen Werke reagieren auf die Museumsarchitektur und wachsen buchstäblich über diese hinaus in den Außenraum rund um das Marta.

Ort

Gehry-Galerien

07.02.2026 - 07.06.2026
Marta Herford

Goebenstraße 2–10, 32052 Herford

https://marta-herford.de

Presse

Kontext

Einordnung:
Die Gegenüberstellung von Lois Weinberger und Katinka Bock markiert eine zentrale Schnittstelle zwischen radikaler ökologischer Ästhetik und prozessorientierter Bildhauerei. Während Weinberger durch die Arbeit mit Ruderalpflanzen die Hierarchie zwischen Kultur und Natur dekonstruiert und das Unbeachtete als kartographische Spur etabliert, führt Bock die Tradition der Arte Povera durch die Untersuchung physischer Materialmetamorphosen fort. Beiden Positionen gemein ist die Abkehr vom statischen Werkbegriff zugunsten dynamischer, zeitbasierter Vorgänge. Im Spannungsfeld der Gehry-Architektur erweitert dieser Dialog das Konzept der Site-Specificity: Die Arbeiten fungieren als organische Interventionen, welche die Grenze zwischen musealem Raum und Außenwelt transgressiv auflösen und Natur als aktiven Mitgestalter in den kunsthistorischen Diskurs integrieren.
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