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Kunst als Zukunftskraft. AiD ART M 2026 in Mannheim

07.06 - 04.07. 2026 | Mannheim

Eingabedatum: 03.06.2026

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Harald Fuchs: Annäherung 1, 2019, Mischtechnik auf Bütten, 91,5 x 121 cm

Mannheim | Vom 7. Juni bis 4. Juli 2026 wird der Raum S4, 17 im Mannheimer Quadrat S4 zum offenen Ort für zeitgenössische Kunst, Austausch und gesellschaftliche Teilhabe. Die gemeinnützige Kunstmesse AiD ART M 2026, veranstaltet von Ateliers im Delta (Mannheim) und Overhead Gallery (Münster), setzt dieses Jahr zwei Schwerpunkte: „Art meets Science“ und „Zen 42“. Der Eintritt ist an allen Tagen frei. Eröffnet wird die Messe am 7. Juni, um 14 Uhr, von Mannheims Bürgermeister Thorsten Riehle.

Knapp einen Monat lang, vom 7. Juni bis 4. Juli, zeigt die AiD ART M künstlerische Positionen, die Kunst nicht allein als ästhetisches Objekt verstehen, sondern als Denkraum, Erfahrungsform und Impuls für unsere komplexe Gegenwart. Damit knüpft die Messe an das Selbstverständnis der Ateliers im Delta an: Kunst schaffen, publizieren, kuratieren, fördern – und Menschen miteinander ins Gespräch bringen.

Der Schwerpunkt „Art meets Science“ fragt nach den Verbindungen von künstlerischer Praxis, Wissenschaft, Technik und Erkenntnis. Kunst erscheint hier nicht als Illustration von Wissen, sondern als eigenständige Form des Forschens. Im Dialog von Kosmologie, Kybernetik und Wahrnehmung werden neue Zugänge zu komplexen Zusammenhängen eröffnet. Ein Symposium am 14. Juni vertieft die künstlerischen Perspektiven mit Beiträgen zu Kosmologie, interdisziplinärer Praxis, Kunst als Erkenntnispraxis sowie Metakunst. Die Tagesveranstaltung beginnt um 11 Uhr; die Teilnahme ist gratis, ein Ticket ist erforderlich.

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Rubica von Streng: Filament 1, 2025, Acryl auf Leinwand, 90 x 150 cm

Auf der Messe werden zahlreiche neue Kunstwerke von Harald Fuchs, Bahram Hajou, Paul Hirsch, Gerhard Kilger, Hannah S. Moser, Ralf Jochen Moser, Dieter Nusbaum, Dominik Schmitt und Rubica von Streng zu sehen sein. Die Arbeiten reichen von Fuchs’ Zeichnungen und Fotografien über Kilgers Malerei „Me-Men- To“ und Hirschs „Movable Sculptures“ bis zu Nusbaums Serie „Unschärferelation“, in der Malerei, Zeichnung und Siebdruck auf Fragen von Wahrnehmung, Unbestimmtheit und offener Bildordnung treffen. Hannah und Ralf Moser zeigen in ihren Projekten „Aura Reloaded“ und „Carpe Diem et Noctem“ eine ingenieurwissenschaftliche Herangehensweise an Fragen der Szenografie und Kunsttheorie. Rubica von Streng präsentiert ihren neuen Zyklus „Affinity Void“, der die Malereien ihrer Werkserien „Hole“, „Filament“ und „Nebula“ verbindet. Dominik Schmitt zeigt unter anderem Werke, in denen biologische, psychologische und kulturelle Ordnungssysteme in hybride Bildwelten überführt werden.

Der zweite Schwerpunkt, „Zen 42“, richtet am 20. und 21. Juni den Blick auf eine eng verwandte Frage: Wie lässt sich in einer von Beschleunigung, Wissen und technischen Möglichkeiten geprägten Welt ein eigener Sinn entwickeln? Meditative Kunst wird hier als bewusste Unterbrechung des Alltags verstanden. Werke von Manfred Binzer, Isabelle Faragallah, Bettina Hachmann, Wolf Münninghoff, Jessen Oestergaard, Björn Ruppert und anderen öffnen Räume für Konzentration, Resonanz und persönliche Orientierung. Hachmanns Malerei und ihre Edition „Vom Werden, Vergehen, Wachsen und Voranschreiten“ nimmt Prozesse von Veränderung, Verletzlichkeit und innerem Gleichgewicht auf. Oestergaards Arbeit „Der Besuch“ arbeitet mit analogen Sofortbildern, Erinnerung und Vergänglichkeit. Münninghoff zeigt unter anderem Holzskulpturen aus der Serie „Reife und Ringe“, während Björn Ruppert in Malerei und Linolschnitt die Spannung zwischen Landschaft, Konstruktion und Imagination untersucht.

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Dominik Schmitt: ufo affe tod, 2026, Acryl auf Leinwand, 180 x 250 cm

So verbindet die AiD ART M 2026 zwei Bewegungen: den Blick nach außen auf Wissenschaft, Systeme und Zukunftsfragen – und den Blick nach innen auf Wahrnehmung, Freiheit und Lebenskunst. „Gerade in dieser Verbindung versteht sich die Messe als Einladung an ein breites Publikum: an Kunstinteressierte ebenso wie an Menschen aus Wissenschaft, Technik, Bildung und Stadtgesellschaft“, sagt Ralf Moser von Ateliers im Delta. „Im ehemaligen Raum der Stadtgalerie schaffen wir für vier Wochen einen Ort, an dem zeitgenössische Kunst erlebt, befragt und weitergedacht werden kann.“

AiD ART M 2026 – gemeinnützige Kunstmesse in der Metropolregion Rhein-Neckar

Veranstalter: Ateliers im Delta, Mannheim, und Overhead Gallery, Münster
Zeitraum: 7. Juni bis 4. Juli 2026
Eröffnung: Sonntag, 7. Juni 2026, 14 Uhr; geöffnet ab 13 Uhr
Ort: Raum S4,17 Mannheim im Quadrat S4, ehemalige Stadtgalerie, S4, 17, 68161 Mannheim Öffnungszeiten: Freitag und Samstag 15–20 Uhr, Sonntag 11–18 Uhr
Eintritt: frei

Symposium „Art meets Science“
Sonntag, 14. Juni 2026, ab 11 Uhr

Programm:
11:00 Uhr „Die Architektur der 10000 Dinge des DAO“
11:20 Uhr „Kosmologie & Ordnung“
13:00 Uhr Mittagspause
14:00 Uhr „Interdisziplinäre Praxis“ 15:15 Uhr „Kunst als Erkenntnispraxis“ 16:30 Uhr „Metakunst und Lebenskunst“, Adrian Piper gewidmet
Hinweis: Teilnahme kostenlos, Ticket erforderlich.

Schwerpunkt „Zen 42“
Samstag, 20. Juni, und Sonntag, 21. Juni 2026

Programm:
Samstag, 20. Juni:
15:00 Uhr Kurator*innenführung
16:00 Uhr Gespräch zum Informel in Malerei und Fotografie 17:00 Uhr Gespräch über Zen 42
Sonntag, 21. Juni:
13:00 Uhr Gespräch mit Manfred Binzer
14:00 Uhr Gespräch mit Bettina Hachmann
15:00 Uhr Gespräch mit Björn Ruppert
16:00 Uhr Gespräch mit Isabell Faragallah
17:00 Uhr Gespräch mit Wolf Münninghoff

Weitere Highlights
26./27. Juni Kunstszene Mannheim 4. Juli Showdown

Weitere Informationen finden Sie auf der Website:
www.aid-kb.org

Frank Lassak