MGKSiegen erhält PRISMA-Förderung der Kulturstiftung der Länder
März 26 | Museum für Gegenwartskunst Siegen
Eingabedatum: 27.03.2026

Das von der Kulturstiftung der Länder initiierte Programm „PRISMA“, das zum Ziel hat, die Diversität und kulturelle Teilhabe an Museen zu stärken, startete Ende letzter Woche mit der Auftaktveranstaltung aller Beteiligten. Das Museum für Gegenwartskunst Siegen (MGKSiegen) ist eines der Museen, die in der ersten Programmphase eine Förderung erhalten. Im Zeitraum von 15 Monaten wird das MGKSiegen in seiner ganzheitlichen, diversitäts- und teilhabeorientierten Organisationsentwicklung unterstützt und nachhaltig gestärkt.
Thomas Thiel, Direktor des MGKSiegen freut sich sehr über die Förderung: „Wir freuen uns sehr über die Teilnahme am PRISMA-Programm. Es bietet uns die großartige Gelegenheit, uns ein Jahr lang mit namhaften Museen über die Diversität unserer Angebote auszutauschen und gemeinsam an der weiteren Öffnung unserer Häuser zu arbeiten.“ Nicole Kreckel, Leiterin des Bereichs Vermittlung und Bildung im MGKSiegen, hat die Bewerbung um die PRISMA-Förderung angestoßen. „Uns treiben insbesondere die Fragen um, wie wir die Erfahrungen aus unseren bisherigen und neuen Outreach- und Vermittlungsformaten in dauerhafte Strukturen im Museum überführen können. Darüber hinaus möchten wir erarbeiten, welche Methoden sich besonders gut eignen, um neue Zielgruppen langfristig anzusprechen und einzubinden.“
Partizipativ, resilient, inklusiv, solidarisch, multiperspektivisch und agil – diese Werte prägen PRISMA als Programm. Das Angebot der Wissensvermittlung und Strategieentwicklung wird gemeinsam mit 14 weiteren Museen aus ganz Deutschland umgesetzt, darunter die Hamburger Kunsthalle, die Hessen Kassel Heritage, die Kunsthalle Rostock, das Museum der Weltkulturen in Frankfurt am Main oder die Staatliche Kunsthalle in Karlsruhe. Die Förderung umfasst die Teilnahme an speziellen Werkstätten, individueller Beratung, Peer-to-Peer-Vernetzung und einer Konferenz.
Für den ersten Jahrgang von PRISMA konnten sich alle Museen in Deutschland bewerben. Im Januar dieses Jahres erfolgte die Auswahl der geförderten Museen durch eine unabhängige, interdisziplinäre Jury.Die Kulturstiftung der Länder will die kulturelle Teilhabe möglichst vieler Menschen erhöhen. Zu ihren Kernaufgaben zählt daher insbesondere die Förderung des Erwerbs, des Erhalts, der Dokumentation sowie der Präsentation und Vermittlung von Kulturgut, das für das kulturelle Selbstverständnis und gesellschaftliche Zusammenleben der Menschen in Deutschland einen hohen Wert besitzt.
Ziel des PRISMA-Programms ist, Museen aus allen Bundesländern in der diversitäts- und teilhabeorientierten Organisationsentwicklung zu unterstützen. Durch Wissensvermittlung und Strategieentwicklung sollen Museen befähigt werden, die Diversität unserer pluralen Gesellschaft auch in ihren Organisationsstrukturen und Kernaufgaben, der Personalentwicklung sowie in ihrem Programm und Publikum noch besser umzusetzen.
Das Programm PRISMA wurde im Juli 2024 vom Stiftungsrat der Kulturstiftung der Länder mit bis zu 500.000 Euro p. a. mit einer Laufzeit von fünf Jahren bewilligt. Es knüpft an vorausgegangene Projekte der Kulturstiftung der Länder wie „Neues Sammeln“ und „MitbeStimmungsorte“ an.
Die von einer Jury ausgewählten 15 Museen aus neun Bundesländern für den ersten Jahrgang sind:
Deutsches Schifffahrtsmuseum / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte, Bremerhaven, Hamburger Kunsthalle, Hessen Kassel Heritage, Kunsthalle Rostock, Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, LWL-Museum Henrichshütte, Hattingen, Museum der Weltkulturen. Frankfurt am Main, Museum für Gegenwartskunst Siegen, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Städtisches Museum Wesel, Städtische Sammlung Cottbus/Chóśebuz, Stiftung Jüdisches Museum Berlin, Verbund: Stadtmuseum Brakel und Museum im „Stern“ Warburg
Ausführliche Informationen finden Sie unter https://www.kulturstiftung.de/prisma/
Thomas Thiel, Direktor des MGKSiegen freut sich sehr über die Förderung: „Wir freuen uns sehr über die Teilnahme am PRISMA-Programm. Es bietet uns die großartige Gelegenheit, uns ein Jahr lang mit namhaften Museen über die Diversität unserer Angebote auszutauschen und gemeinsam an der weiteren Öffnung unserer Häuser zu arbeiten.“ Nicole Kreckel, Leiterin des Bereichs Vermittlung und Bildung im MGKSiegen, hat die Bewerbung um die PRISMA-Förderung angestoßen. „Uns treiben insbesondere die Fragen um, wie wir die Erfahrungen aus unseren bisherigen und neuen Outreach- und Vermittlungsformaten in dauerhafte Strukturen im Museum überführen können. Darüber hinaus möchten wir erarbeiten, welche Methoden sich besonders gut eignen, um neue Zielgruppen langfristig anzusprechen und einzubinden.“
Partizipativ, resilient, inklusiv, solidarisch, multiperspektivisch und agil – diese Werte prägen PRISMA als Programm. Das Angebot der Wissensvermittlung und Strategieentwicklung wird gemeinsam mit 14 weiteren Museen aus ganz Deutschland umgesetzt, darunter die Hamburger Kunsthalle, die Hessen Kassel Heritage, die Kunsthalle Rostock, das Museum der Weltkulturen in Frankfurt am Main oder die Staatliche Kunsthalle in Karlsruhe. Die Förderung umfasst die Teilnahme an speziellen Werkstätten, individueller Beratung, Peer-to-Peer-Vernetzung und einer Konferenz.
Für den ersten Jahrgang von PRISMA konnten sich alle Museen in Deutschland bewerben. Im Januar dieses Jahres erfolgte die Auswahl der geförderten Museen durch eine unabhängige, interdisziplinäre Jury.Die Kulturstiftung der Länder will die kulturelle Teilhabe möglichst vieler Menschen erhöhen. Zu ihren Kernaufgaben zählt daher insbesondere die Förderung des Erwerbs, des Erhalts, der Dokumentation sowie der Präsentation und Vermittlung von Kulturgut, das für das kulturelle Selbstverständnis und gesellschaftliche Zusammenleben der Menschen in Deutschland einen hohen Wert besitzt.
Ziel des PRISMA-Programms ist, Museen aus allen Bundesländern in der diversitäts- und teilhabeorientierten Organisationsentwicklung zu unterstützen. Durch Wissensvermittlung und Strategieentwicklung sollen Museen befähigt werden, die Diversität unserer pluralen Gesellschaft auch in ihren Organisationsstrukturen und Kernaufgaben, der Personalentwicklung sowie in ihrem Programm und Publikum noch besser umzusetzen.
Das Programm PRISMA wurde im Juli 2024 vom Stiftungsrat der Kulturstiftung der Länder mit bis zu 500.000 Euro p. a. mit einer Laufzeit von fünf Jahren bewilligt. Es knüpft an vorausgegangene Projekte der Kulturstiftung der Länder wie „Neues Sammeln“ und „MitbeStimmungsorte“ an.
Die von einer Jury ausgewählten 15 Museen aus neun Bundesländern für den ersten Jahrgang sind:
Deutsches Schifffahrtsmuseum / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte, Bremerhaven, Hamburger Kunsthalle, Hessen Kassel Heritage, Kunsthalle Rostock, Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, LWL-Museum Henrichshütte, Hattingen, Museum der Weltkulturen. Frankfurt am Main, Museum für Gegenwartskunst Siegen, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Städtisches Museum Wesel, Städtische Sammlung Cottbus/Chóśebuz, Stiftung Jüdisches Museum Berlin, Verbund: Stadtmuseum Brakel und Museum im „Stern“ Warburg
Ausführliche Informationen finden Sie unter https://www.kulturstiftung.de/prisma/
März 2026
Museum für Gegenwartskunst Siegen
Unteres Schloss 1, 57072 Siegen
Presse
Kontext
Einordnung:Die im Fokus stehende Initiative markiert einen zentralen Paradigmenwechsel der jüngeren Kunstgeschichte und Museologie: die Abkehr vom rein objektzentrierten Kunsttempel hin zur gesellschaftspolitisch agierenden Institution. Da traditionelle Kunstschaffende und handwerkliche Techniken in diesem Kontext nicht im Vordergrund stehen, rücken stattdessen kuratorische und strukturelle Methoden – wie partizipative Vermittlungsformate, *Outreach* und agile Organisationsentwicklung – als maßgebliche "Techniken" der zeitgenössischen Museumsarbeit in den Fokus. Die zentralen Themen Diversität, Inklusion und Multiperspektivität spiegeln das drängende kunsthistorische Bestreben wider, den historisch gewachsenen, oft bürgerlich-elitären Kanon aufzubrechen und an eine plurale Gegenwart anzupassen. Dass dieser Prozess spartenübergreifend an Häusern für Gegenwartskunst (MGKSiegen), klassischen Bildersammlungen (Hamburger Kunsthalle) und ethnologischen Beständen (Museum der Weltkulturen) vollzogen wird, verortet die Entwicklung tief im Diskurs der *New Museology*. Das Museum legitimiert seine Existenz demnach zunehmend nicht mehr nur durch die Bewahrung von Meisterwerken, sondern durch die radikale Demokratisierung seiner eigenen Strukturen und die Ermöglichung kultureller Teilhabe.







