Sibylle Bergemann. Fotografie 1966 - 2010
03.03. – 28.06.2026 | Kunsthalle Göppingen
Eingabedatum: 28.02.2026

Sibylle Bergemann (1941–2010) zählt zu den bedeutendsten deutschen Fotografinnen und gilt als international bekannteste Vertreterin der Fotografie der DDR. Über mehr als vier Jahrzehnte hinweg schuf sie ein vielschichtiges Werk, das Reise- und Porträtfotografie, Stadtansichten sowie Modefotografien für die Zeitschrift Sibylle umfasst. Ihre Bilder zeichnen sich durch präzise Komposition sowie eine unverwechselbar poetische Bildsprache aus.
Die Ausstellung präsentiert Fotografien aus den Jahren 1966 bis 2010 und würdigt eine Künstlerin, die die Geschichte der Fotografie nachhaltig geprägt und mehrere Generationen von Fotografinnen beeinflusst hat. Sie bietet einen umfassenden Einblick in die unterschiedlichen Werkphasen und Themenfelder Bergemanns.
Ein zentrales Motiv ihres Werks sind Porträts von Frauen – Künstlerinnen, Schauspielerinnen und Models –, u.a. Katharina Thalbach, Eva und Nina Hagen, die sie selbstbewusst und unangepasst ins Bild setzte. In ihrer zurückhaltenden Arbeitsweise ließ sie ihren Gegenübern Raum und begegnete ihnen mit respektvoller Distanz: präsent, aber nie aufdringlich. So entstanden intensive Porträts, die die Persönlichkeit bewahren und eine dezente Distanz ausstrahlen. In der Serie Das Denkmal begleitete sie zwischen 1975 und 1986 die Entstehung des bildhauerischen Ensembles für das Marx-Engels-Forum fotografisch und schuf dabei ikonische Bilder, die die Zeitgeschichte eindrucksvoll dokumentieren.
Zentral in ihrem Werk sind auch ihre fotografischen Reisen – von den Metropolen Prag, Moskau, Paris und New York bis hin zu den vertrauten Straßen ihrer Heimatstadt Berlin. Im Auftrag renommierter Magazine wie Geo, Stern und Spiegel reiste sie unter anderem in den Jemen, nach Ghana und in den Senegal. Seit den 1990er Jahren wandte sie sich verstärkt der Farbfotografie zu und erweiterte damit konsequent ihr künstlerisches Spektrum.
Die Ausstellung präsentiert Fotografien aus den Jahren 1966 bis 2010 und würdigt eine Künstlerin, die die Geschichte der Fotografie nachhaltig geprägt und mehrere Generationen von Fotografinnen beeinflusst hat. Sie bietet einen umfassenden Einblick in die unterschiedlichen Werkphasen und Themenfelder Bergemanns.
Ein zentrales Motiv ihres Werks sind Porträts von Frauen – Künstlerinnen, Schauspielerinnen und Models –, u.a. Katharina Thalbach, Eva und Nina Hagen, die sie selbstbewusst und unangepasst ins Bild setzte. In ihrer zurückhaltenden Arbeitsweise ließ sie ihren Gegenübern Raum und begegnete ihnen mit respektvoller Distanz: präsent, aber nie aufdringlich. So entstanden intensive Porträts, die die Persönlichkeit bewahren und eine dezente Distanz ausstrahlen. In der Serie Das Denkmal begleitete sie zwischen 1975 und 1986 die Entstehung des bildhauerischen Ensembles für das Marx-Engels-Forum fotografisch und schuf dabei ikonische Bilder, die die Zeitgeschichte eindrucksvoll dokumentieren.
Zentral in ihrem Werk sind auch ihre fotografischen Reisen – von den Metropolen Prag, Moskau, Paris und New York bis hin zu den vertrauten Straßen ihrer Heimatstadt Berlin. Im Auftrag renommierter Magazine wie Geo, Stern und Spiegel reiste sie unter anderem in den Jemen, nach Ghana und in den Senegal. Seit den 1990er Jahren wandte sie sich verstärkt der Farbfotografie zu und erweiterte damit konsequent ihr künstlerisches Spektrum.
03.03. – 28.06.2026
Kunsthalle Göppingen
Marstallstr. 55, 73033 Göppingen
Presse
Kontext
Einordnung:Sibylle Bergemanns Werk markiert eine entscheidende Position zwischen subjektiver Fotografie und sozialer Dokumentation, indem sie die Strenge der DDR-Gebrauchsgrafik mit einer melancholisch-poetischen Ästhetik verband. Ihre Porträts, insbesondere die unangepassten Frauenbildnisse, fungieren als subversive Gegenentwürfe zum sozialistischen Rollenideal und betonen die Individualität vor dem Kollektiv. Technisch zeichnet sie sich durch eine präzise Bildkomposition aus, die in der Serie „Das Denkmal“ die Fragilität historischer Narrative und den Zerfall von Ideologien offenlegt. Der spätere Übergang zur Farbfotografie und ihre globalen Reisereportagen verdeutlichen die Evolution einer spezifisch ostdeutschen Bildsprache hin zu einer universellen, zeitgenössischen Autorenfotografie, die nachfolgende Generationen nachhaltig prägte.







