Julia Horstmann. manipulated fragments
11.07. - 23.08.2026 | GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst, Bremen
Eingabedatum: 14.07.2026

Die GAK freut sich manipulated fragments von Julia Horstmann anzukündigen, die sechste und letzte Ausstellung in der Reihe for fear of continuity problems, die sich in einem Teilbereich der GAK sowie den Posterrahmen im Außenraum mit Erinnerung und Gedächtnis auseinandersetzt.
In ihren Arbeiten hinterfragt Julia Horstmann, welche sozialen und gesellschaftlichen Bedingungen oder auch Utopien in Architekturen mit entworfen werden. Ein Material, eine Blickachse oder die zunächst abstrakt erscheinenden Linien einer architektonischen Zeichnung erzählen dabei viel von den zugrunde liegenden gesellschaftlichen Überzeugungen oder Direktiven, die sich in Räumen abbilden.
Für die Posterrahmen bringt Horstmann in Zeichnungen und Collagen Psychiatriegrundrisse der letzten 300 Jahre zusammen, in denen wandelnde Konzepte von Überwachung, Behandlung und Präsentation aufeinandertreffen. Im Innenraum der GAK entwickelt sie ebenfalls ausgehend von Grundrissen ein Szenario zwischen historischer und gegenwärtiger Orientierung, Erinnerung und Vergessen. Ausgangspunkt ist der Gedächtnispalast, eine Methode der Erinnerung, bei der die zu erinnernden Inhalte mit Räumen und sich darin befindenden Objekten verknüpft werden.
In ihren Arbeiten hinterfragt Julia Horstmann, welche sozialen und gesellschaftlichen Bedingungen oder auch Utopien in Architekturen mit entworfen werden. Ein Material, eine Blickachse oder die zunächst abstrakt erscheinenden Linien einer architektonischen Zeichnung erzählen dabei viel von den zugrunde liegenden gesellschaftlichen Überzeugungen oder Direktiven, die sich in Räumen abbilden.
Für die Posterrahmen bringt Horstmann in Zeichnungen und Collagen Psychiatriegrundrisse der letzten 300 Jahre zusammen, in denen wandelnde Konzepte von Überwachung, Behandlung und Präsentation aufeinandertreffen. Im Innenraum der GAK entwickelt sie ebenfalls ausgehend von Grundrissen ein Szenario zwischen historischer und gegenwärtiger Orientierung, Erinnerung und Vergessen. Ausgangspunkt ist der Gedächtnispalast, eine Methode der Erinnerung, bei der die zu erinnernden Inhalte mit Räumen und sich darin befindenden Objekten verknüpft werden.
11.07. - 23.08.2026
GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst
Teerhof 21, 28199 Bremen
Presse
Kontext
Einordnung:Julia Horstmanns Werk verortet sich an der Schnittstelle von konzeptueller Raumforschung und Institutionskritik. Indem sie historische Psychiatriegrundrisse mittels Zeichnung und Collage dekonstruiert, macht sie im Sinne von Michel Foucaults Theorien zu Macht und Raum sichtbar, wie Architektur als Instrument der Disziplinierung, Überwachung und Behandlung fungiert. Die Übertragung abstrakter architektonischer Linien in ein raumgreifendes Szenario knüpft kunsthistorisch an die Tradition der Installationskunst sowie an die antike Mnemotechnik des Gedächtnispalastes an. Horstmann nutzt diese Verräumlichung von Wissen, um das kollektive Erinnern und Vergessen zu hinterfragen und die gebaute Umwelt als Archiv gesellschaftlicher Utopien, Direktiven und psychologischer Konditionierungen zu entlarven.






