Dissident Bodies
22.04.2026 - 19.07.2026 | D21 Kunstraum, Leipzig
Eingabedatum: 23.04.2026

Die Gruppenausstellung Dissident Bodies versammelt künstlerische Arbeiten, die den Körper und seine Erfahrungen in Kultur und Gesellschaft untersuchen. Ausgehend von einer posthumanen Perspektive rückt sie neue Formen von Subjektivität und komplexe Beziehungsgefüge in den Fokus.
Indem Dissident Bodies das Potential des Körpers im Schwebezustand und des irgendwie »dazwischen« Seins in den Mittelpunkt stellt, verhandelt die Ausstellung Queerness, Entfremdung, Rassifizierung und Hybridität nicht als feste Kategorien, sondern als dynamische Prozesse. Der Körper erscheint als verschiebbare Schwelle – zwischen Identität und Alterität, Selbst und Anderem – eingebettet in ein Geflecht von Beziehungen, das sich ständig transformiert.
Indem Dissident Bodies das Potential des Körpers im Schwebezustand und des irgendwie »dazwischen« Seins in den Mittelpunkt stellt, verhandelt die Ausstellung Queerness, Entfremdung, Rassifizierung und Hybridität nicht als feste Kategorien, sondern als dynamische Prozesse. Der Körper erscheint als verschiebbare Schwelle – zwischen Identität und Alterität, Selbst und Anderem – eingebettet in ein Geflecht von Beziehungen, das sich ständig transformiert.
22.04. - 19.07.2026
D21 Kunstraum
Demmeringstraße 21, 04177 Leipzig
Presse
Kontext
Einordnung:Die Ausstellung verortet sich in der zeitgenössischen Fortführung der Body Art, bricht jedoch radikal mit dem essenzialistischen, oft statischen Körperverständnis der 1960er und 1970er Jahre. Durch die Einnahme einer posthumanen Perspektive reiht sich das Konzept in aktuelle kunsthistorische Diskurse um Intersektionalität, Cyborg-Theorie (im Sinne Donna Haraways) und fluide Identitäten ein. Da der Text dynamische Transformationen statt fester Kategorien betont, kommen hier typischerweise medienübergreifende, grenzauflösende Techniken wie Performance, Video, digitale Avatare oder Bio-Art zum Einsatz. Kunsthistorisch markiert diese Verhandlung von Queerness, Rassifizierung und Hybridität eine tiefe Abkehr vom klassisch-humanistischen, autonomen Menschenbild: Der Körper wird nicht länger als in sich geschlossenes Zentrum (etwa wie Da Vincis vitruvianischer Mensch) verstanden, sondern als poröse Membran und relationale Schnittstelle, die untrennbar mit technologischen, sozialen und biologischen Netzwerken verwoben ist.







