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D’Ette NOGLE. Let it R.I.P.

21.03.- 31.05.2026 | Kunstverein Braunschweig

Eingabedatum: 15.03.2026

Werkabbildung
D’Ette NOGLE: Let it R.I.P. Foto: Maverick
Der Kunstverein Braunschweig freut sich, mit Let it R.I.P. die erste institutionelle Einzelausstellung der US-amerikanischen Künstlerin D’ETTE NOGLE (*1974, La Mirada, lebt und arbeitet in Los Angeles) zu präsentieren. Erstmals in der jüngeren Geschichte des Kunstvereins sind sämtliche Ausstellungsräume einer einzelnen künstlerischen Position gewidmet. Die Ausstellung versammelt nahezu ausschließlich Neuproduktionen, darunter raumgreifende Installationen sowie eine neue Videoarbeit.

Ausgehend von der Geschichte des Kunstvereins, ihren Begegnungen mit der Stadt und einer kritischen Auseinandersetzung mit ihrem Herkunftsland, den USA, entwickelt Nogle Arbeiten, die zeitliche, materielle und ideologische Schichten verschiedener Orte miteinander verschränken. Seit den 1990er-Jahren entwickelt die Künstlerin eine zeitbasierte Praxis, die soziale, politische, kulturelle und ökonomische Kräfte und deren Wechselwirkungen untersucht. Ihre Arbeiten fragen danach, wie historische Prägungen Denken und Wahrnehmung formen, was ein Subjekt konstituiert und was künstlerische Autonomie bedeutet. Die Einladung einer Kunstinstitution, eine Ausstellung zu realisieren, bildet dabei für Nogle den elementaren Ausgangspunkt neuer Arbeiten: Eindrücke vor Ort, Gespräche, vorhandene Materialien, aber auch der Zeitpunkt der Einladung fließen unmittelbar in die Oberflächen und Inhalte der Ausstellung ein.

21.03. - 31.05.2026
Kunstverein Braunschweig

Lessingplatz 12, 38100 Braunschweig

https://kunstvereinbraunschweig.de

Presse

Kontext

Einordnung:
D’Ette Nogles Praxis verortet sich kunsthistorisch in der Tradition der Institutionskritik (Institutional Critique) und der ortsspezifischen Konzeptkunst (Site-Specificity) ab den 1990er-Jahren. Indem die Künstlerin die institutionelle Einladung und die Gegebenheiten vor Ort als konzeptuelles Primärmaterial nutzt, führt sie post-studio-Praktiken fort, bei denen das Kunstwerk nicht im Atelier entsteht, sondern aus seinem spezifischen Kontext heraus generiert wird. Ihre formalen Mittel – raumgreifende Installationen und zeitbasierte Medien wie Video – dienen dabei als Analyseinstrumente, um lokale Historie mit globalen und hegemonialen Diskursen (wie der kritischen Auseinandersetzung mit den USA) zu verschränken. Thematisch knüpft Nogle an poststrukturalistische und gesellschaftskritische Fragestellungen an, indem sie die Konstruktion von Subjektivität sowie die Grenzen künstlerischer Autonomie innerhalb sozioökonomischer Machtgefüge untersucht. Dadurch transformiert sie den Ausstellungsraum von einem bloßen Präsentationsort in ein diskursives Feld, das die ideologischen, materiellen und historischen Bedingungen der Kunstproduktion selbst offenlegt.
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