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Wilde Japanische Frauen - Manga-Ausstellung in den Briese-Studios

Eingabedatum: 01.08.2004

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Nur einen Abend lang war uns das Vergnügen beschert, die "Killer-Mädchen" aus Japan zu bewundern. Zum Auftakt des August-Heftes hatte das Hamburger Lifestyle Magazin Max eine Fotostrecke mit verschiedenen Mangas vorab ausgestellt. Die japanischen Comic-Ikonen wirken auf groß aufgezogen in den hohen weißen Räumen wie überlebensgroße Wesen einer anderen Welt. Unnahbar und heroisch. Im Heft reihen dieses sich zwischen Models und Olympia-Teilnehmern ein.

Erotische Ausstrahlung, marcialische Gesten und knappe Bekleidung, das sind die Archetypen der japanischen Comicwelt. Fotografiert wurde die Kämpferinnen von Kanjo Take. Die bizzare Haarpracht entstand durch eine illustratorische Nachbearbeitung. Diese Wesen oszillieren so zwischen Realität und Absurdität. Sind die erotischen Damen nun Wunsch- oder Angstfiguren? Dieses bleibt dem Betrachter überlassen.

In Japan sind Mangas eine feste Größe in der Alltagskultur. Alle lesen sie vom Manager bis zur Hausfrau. Vierzig Prozent aller Druckerzeugnisse machen die Hefte aus. Science Fiction, Humor, Pornographie oder didaktische Lehrstücke – sie können alles sein. In Deutschland haben sich die asiatischen Comics ebenfalls mit einer großen Fangemeinde etablieren können. Übersetzt bedeutet das Wort Manga "spielerische Comics". Unterteilt wird in Japan traditionell in "Shonen-Mangas" für die Jungen und "Shojen-Mangas" für Mädchen, wobei die Auflage für die Shonen-Mangas höher ist als die Hefte für die Mädchen.

Die Kunstszene konnte das Phänomen auch nicht unbeachtet lassen. Die Hamburgischen Deichtorhallen zeigten im letzten Jahr eine große Manga-Ausstellung mit Tamura Shigeru, Akira und Dragon Ball. Die "Action-Filme auf Papier" wie die Max sie beschreibt, schüren unsere Sehnsucht nach Kraft und Unsterblichkeit und wer gäbe sich nicht gerne dieser Fantasie hin?

(Eine Wanderausstellung der Manga-Girls ist in Planung, Fotos in Max August-Heft oder www.brakonier.net)

Dr. Tanja Hemme


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