Mischa Kuball: under construction / public preposition
15.01.2026 - 22.03.2026 | Baukunstarchiv NRW, Dortmund
Eingabedatum: 09.01.2026

Wie lässt sich öffentlicher Raum heute definieren – und für wen ist er zugänglich? Mit public preposition untersucht Mischa Kuball diese Fragen unmittelbar im Stadtraum und überführt sie in den Ausstellungsraum des Baukunstarchivs NRW.
Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Öffentlichkeit kein statischer Zustand ist, sondern sich aus Beziehungen zwischen Orten, Menschen und Bewegungen formt. Kuball macht diese Beziehungsgeflechte sichtbar, indem er historische, politische und alltägliche Kontexte markiert und neu lesbar macht – in drei Interventionen im Dortmunder Stadtraum, in einer Ausstellung, die als fortlaufender Prozess angelegt ist, sowie einem vertiefenden Symposium.
In seiner Projektreihe public preposition stellt Mischa Kuball das Thema des öffentlichen Raumes in einen erweiterten Kontext. Der Künstler lotet mit unterschiedlichen Strategien das Potenzial einer Kunst aus, die bewusst das Refugium der institutionellen Sphäre – in Bezug auf die Neuvermessung des Urbanen und seines Publikums – verlässt. Nicht nur Zugänglichkeit definiert öffentlichen Raum, sondern auch die Möglichkeit der Partizipation. Kuballs temporäre Interventionen beziehen soziale, politische oder kommunale Spezifitäten mit ein und aktivieren das Potenzial einer veränderten Wahrnehmung scheinbar vertrauter urbaner Zusammenhänge.
Ab dem 7. Januar 2026 realisiert der Künstler drei öffentliche Interventionen im Dortmunder Stadtraum in Vorbereitung der Präsentation im Baukunstarchiv NRW. Dafür werden Bauzäune mit Bannern aus der Serie public preposition bestückt und für eine Woche im Innenstadtraum sichtbar installiert. Anschließend wandern die Banner in den Innenraum des Baukunstarchiv NRW am Ostwall in Dortmund, wo sie um weitere Banner und Videoprojektionen ergänzt werden, die internationale Projekte aus dem Werkkontext zeigen. Ein QR-Code auf den Bannern verweist zudem auf Bild- und Textinhalte aus anderen Städten.
Mit der Eröffnung wird die Ausstellung als Prozess sichtbar: Während die oberen Zaunelemente bereits behangen sind – ihre Höhe erfordert den Einsatz einer Hebebühne –, bleiben die unteren Segmente zunächst leer. Im Sinne eines performativen Akts werden diese während der Eröffnung mit Projekten aus dem Stadtraum und dem internationalen Kontext public preposition bestückt. Dieser Prozess setzt sich über die Laufzeit fort und macht den fortwährenden Charakter des Projekts sichtbar. Die sukzessive Hängung wird u.a. von Studierenden der Fachhochschule Dortmund unter der Leitung von Achim Mohné ausgeführt.
Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Öffentlichkeit kein statischer Zustand ist, sondern sich aus Beziehungen zwischen Orten, Menschen und Bewegungen formt. Kuball macht diese Beziehungsgeflechte sichtbar, indem er historische, politische und alltägliche Kontexte markiert und neu lesbar macht – in drei Interventionen im Dortmunder Stadtraum, in einer Ausstellung, die als fortlaufender Prozess angelegt ist, sowie einem vertiefenden Symposium.
In seiner Projektreihe public preposition stellt Mischa Kuball das Thema des öffentlichen Raumes in einen erweiterten Kontext. Der Künstler lotet mit unterschiedlichen Strategien das Potenzial einer Kunst aus, die bewusst das Refugium der institutionellen Sphäre – in Bezug auf die Neuvermessung des Urbanen und seines Publikums – verlässt. Nicht nur Zugänglichkeit definiert öffentlichen Raum, sondern auch die Möglichkeit der Partizipation. Kuballs temporäre Interventionen beziehen soziale, politische oder kommunale Spezifitäten mit ein und aktivieren das Potenzial einer veränderten Wahrnehmung scheinbar vertrauter urbaner Zusammenhänge.
Ab dem 7. Januar 2026 realisiert der Künstler drei öffentliche Interventionen im Dortmunder Stadtraum in Vorbereitung der Präsentation im Baukunstarchiv NRW. Dafür werden Bauzäune mit Bannern aus der Serie public preposition bestückt und für eine Woche im Innenstadtraum sichtbar installiert. Anschließend wandern die Banner in den Innenraum des Baukunstarchiv NRW am Ostwall in Dortmund, wo sie um weitere Banner und Videoprojektionen ergänzt werden, die internationale Projekte aus dem Werkkontext zeigen. Ein QR-Code auf den Bannern verweist zudem auf Bild- und Textinhalte aus anderen Städten.
Mit der Eröffnung wird die Ausstellung als Prozess sichtbar: Während die oberen Zaunelemente bereits behangen sind – ihre Höhe erfordert den Einsatz einer Hebebühne –, bleiben die unteren Segmente zunächst leer. Im Sinne eines performativen Akts werden diese während der Eröffnung mit Projekten aus dem Stadtraum und dem internationalen Kontext public preposition bestückt. Dieser Prozess setzt sich über die Laufzeit fort und macht den fortwährenden Charakter des Projekts sichtbar. Die sukzessive Hängung wird u.a. von Studierenden der Fachhochschule Dortmund unter der Leitung von Achim Mohné ausgeführt.
15.01.2026 - 22.03.2026
Baukunstarchiv NRW, Dortmund
Ostwall 7, 44135 Dortmund
Presse
Kontext
Einordnung:Mischa Kuballs Projekt steht in der Tradition der konzeptuellen und partizipatorischen Kunst im öffentlichen Raum, die seit den 1960er-Jahren die traditionelle Denkmalplastik zunehmend ablöst. Seine Methodik aus temporären Interventionen, performativen Prozessen und der Nutzung alltäglicher Medien wie Bauzäunen und Bannern knüpft an Ansätze der Sozialen Plastik und der ortsspezifischen Kunst an. Anstelle eines autonomen Kunstwerks tritt der prozesshafte Charakter, der soziale Beziehungen und Machtstrukturen im urbanen Gefüge sichtbar machen will. Der historisch fundierte Bezug auf den Kartografen Giovanni Battista Nolli verankert diese zeitgenössische Praxis in der Geschichte der Stadtplanung und unterstreicht den analytischen Fokus. Kuballs Arbeit stellt somit den Diskurs und die kritische Reflexion über das abgeschlossene, ästhetische Objekt.






