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Animism - Kunsthalle Bern

Eingabedatum: 08.05.2010

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Die Ausstellung vereint historische und zeitgenössische Werke, die um das Thema "Animismus" kreisen. Der Begriff - ursprünglich als Bezeichnung für Glaubenspraktiken, die Objekten ein Eigenleben zuschreiben - soll dabei in einem dekolonialisierten Sinne neu beleuchtet werden.

Im Kontext des Kolonialismus wurde "Animismus" als Begriff geprägt, der Glaubenspraktiken beschreibt in denen "unbelebten" Objekten ein Eigenleben zugeschrieben wird. Zusammen mit Konzepten wie Totemismus und Fetischismus entwickelte sich der Animismus insbesondere im 19. Jahrhundert zu einer Kategorie der Beschreibung des Irrationalen, Abergläubischen und Primitiven.

Das Ausstellungsprojekt bemüht sich nun um ein revidiertes, dekolonialisiertes Verständnis von Animismus, in dem vielmehr die Frage gestellt werden soll: Was könnte es bedeuten, wenn Menschen, nicht-Menschen und Objekte gleichermaßen als Akteure aufgefasst werden, die lediglich der gegenseitigen Vermittlung bedürfen? Ein solcher Ansatz, so die Ausstellungsmacher, "kann uns verstehen helfen, wie Bilder und Rahmenerzählungen einerseits an der Fixierung, Objektivierung und Konservierung des Lebens partizipieren und andererseits den Dingen eine Stimme verleihen, sie subjektivieren und beleben, und wie beide in der modernen Bildlichkeit eine spezifische Dialektik entwickeln."

Werke von folgenden KünstlerInnen werden in diesem Kontext zu sehen sein:
Agentur, Art & Language, Adam Avikainen, Marcel Broodthaers, Walt Disney, Jimmie Durham, Armen Eloyan, Leon Ferrari, Simryn Gill, Walon Green, Lutz & Guggisberg, Brion Gysin, Luis Jacob, Ken Jacobs, Joachim Koester, Len Lye, Mark Manders, Santu Mofokeng, Angela Melitopoulos & Maurizio Lazzarato, Otobong Nkanga, Reto Pulfer, Józef Robakowski & Wiesław Michalak, Paul Sharits, Jan Svankmajer, Yutaka Sone, Rosemarie Trockel, David Gheron Tretiakoff, Anne-Mie Van Kerckhoven

Abbildung: Walon Green, The Secret Life of Plants, 1979, Dokumentarfilm

Ausstellungsdauer: 15.5.-18.7.10

Öffnungszeiten:
Di-Fr 11-18 Uhr
Sa,So 10-18 Uhr

Kunsthalle Bern
Helvetiaplatz 1
CH-3005 Bern

kunsthalle-bern.ch

Verena Straub



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