SO CLOSE, YET SO FAR
Werke aus der Paul Ege Art Collection
26.04.2026 - 23.08.2026 | PEAC Museum, Freiburg i. Breisgau
Eingabedatum: 01.05.2026

Ab dem 26. April zeigt das PEAC Museum mit So Close, Yet So Far eine neue Auswahl von Werken aus der Paul Ege Art Collection. Die diesjährige Sammlungspräsentation widmet sich dem spannungsvollen Verhältnis von Nähe und Distanz und entfaltet sich über eine große mediale Bandbreite hinweg von Skulptur, Fotografie und Malerei bis hin zu Sound, Installation und Video. Unter den rund 30 Werken sind auch Neuerwerbungen, die zum ersten Mal öffentlich präsentiert werden. Mit So Close, Yet So Far führt das Museum die Idee fort, die Sammlung in einem nachhaltigen Dialog zwischen kunsthistorischen Wegbereiterinnen und Wegbereitern und zeitgenössischen Positionen immer wieder neu und mit Blick auf die Gegenwart zu befragen.
Die Dynamik von Nähe und Distanz erzeugt Spannung – im Alltag, in Beziehungen, in der Kunst. Die ausgewählten Werke üben eine verlockende Anziehungskraft aus, um sich dem Betrachtenden im letzten Moment doch zu entziehen: Sei es die plastische Malerei, deren harmonischer Farbverlauf plötzlich ins Unendliche führt, die Videoprojektion einer nicht enden wollenden Zeichnung oder die glitzernde Oberfläche eines vollkommen hermetischen Objekts. Der physischen Präsenz steht eine Bedeutungsebene gegenüber, die sich einer eindeutigen Lesbarkeit entzieht. Die Arbeiten widersetzen sich dem Bedürfnis, vollständig erfasst zu werden und bleiben stattdessen undurchdringlich und distanziert. Die Ausstellung unternimmt den Versuch, diese Opazität als produktive Qualität zu denken. Sie verlangsamt das Sehen, hält Bedeutungen offen und ermöglicht so eine Form der Beziehung, die nicht auf Auflösung oder Klarheit zielt, sondern auf ein stetiges Aushandeln von Nähe und Distanz.
Ausgehend von der direkten Begegnung mit den Werken im Raum wirft So Close, Yet So Far dabei außerdem universelle Fragen auf, die auch unsere Gegenwart bestimmen: Wie gehen wir damit um, wenn sich etwas nicht vollständig erfassen lässt? Was passiert, wenn Dinge so komplex werden, dass sie unsere Vorstellungskraft übersteigen? Wie reagieren wir, wenn vertraute Ordnungssysteme ihre Gültigkeit verlieren? Und wo verläuft die Grenze zwischen dem Wunsch nach Klarheit und der Frustration über das Nichtverstehen?
So Close, Yet So Far ist Teil einer Ausstellungsreihe, die die Paul Ege Art Collection immer wieder neu kontextualisiert. Ziel dieser aktiven Sammlungsarbeit ist es, einen nachhaltigen Dialog zwischen kunsthistorischen Wegbereiter:innen und zeitgenössischen Positionen (abstrakter) Kunst zu etablieren. Durch die spezifische Ausrichtung der Sammlung entsteht im PEAC Museum ein Erfahrungsraum, in dem das Beziehungsgeflecht zwischen Werk, Raum und Betrachtenden die Wahrnehmungsfähigkeit für das Selbst und die Welt schärft. Neben Arbeiten aus dem Sammlungsbestand sind in der Ausstellung auch Neuerwerbungen zu sehen, die erstmalig präsentiert werden, u.a. von Myriam Holme und Stephan Baumkötter.
Die Ausstellung begleitet ein umfangreiches Rahmenprogramm mit literarischer Lesung, Konzert und fotografischen Workshops.
Die Dynamik von Nähe und Distanz erzeugt Spannung – im Alltag, in Beziehungen, in der Kunst. Die ausgewählten Werke üben eine verlockende Anziehungskraft aus, um sich dem Betrachtenden im letzten Moment doch zu entziehen: Sei es die plastische Malerei, deren harmonischer Farbverlauf plötzlich ins Unendliche führt, die Videoprojektion einer nicht enden wollenden Zeichnung oder die glitzernde Oberfläche eines vollkommen hermetischen Objekts. Der physischen Präsenz steht eine Bedeutungsebene gegenüber, die sich einer eindeutigen Lesbarkeit entzieht. Die Arbeiten widersetzen sich dem Bedürfnis, vollständig erfasst zu werden und bleiben stattdessen undurchdringlich und distanziert. Die Ausstellung unternimmt den Versuch, diese Opazität als produktive Qualität zu denken. Sie verlangsamt das Sehen, hält Bedeutungen offen und ermöglicht so eine Form der Beziehung, die nicht auf Auflösung oder Klarheit zielt, sondern auf ein stetiges Aushandeln von Nähe und Distanz.
Ausgehend von der direkten Begegnung mit den Werken im Raum wirft So Close, Yet So Far dabei außerdem universelle Fragen auf, die auch unsere Gegenwart bestimmen: Wie gehen wir damit um, wenn sich etwas nicht vollständig erfassen lässt? Was passiert, wenn Dinge so komplex werden, dass sie unsere Vorstellungskraft übersteigen? Wie reagieren wir, wenn vertraute Ordnungssysteme ihre Gültigkeit verlieren? Und wo verläuft die Grenze zwischen dem Wunsch nach Klarheit und der Frustration über das Nichtverstehen?
So Close, Yet So Far ist Teil einer Ausstellungsreihe, die die Paul Ege Art Collection immer wieder neu kontextualisiert. Ziel dieser aktiven Sammlungsarbeit ist es, einen nachhaltigen Dialog zwischen kunsthistorischen Wegbereiter:innen und zeitgenössischen Positionen (abstrakter) Kunst zu etablieren. Durch die spezifische Ausrichtung der Sammlung entsteht im PEAC Museum ein Erfahrungsraum, in dem das Beziehungsgeflecht zwischen Werk, Raum und Betrachtenden die Wahrnehmungsfähigkeit für das Selbst und die Welt schärft. Neben Arbeiten aus dem Sammlungsbestand sind in der Ausstellung auch Neuerwerbungen zu sehen, die erstmalig präsentiert werden, u.a. von Myriam Holme und Stephan Baumkötter.
Die Ausstellung begleitet ein umfangreiches Rahmenprogramm mit literarischer Lesung, Konzert und fotografischen Workshops.
26.04.2026 - 23.08.2026
PEAC Museum, Freiburg i. Breisgau
Robert-Bunsen-Strasse 5, 79108 Freiburg i. Breisgau
Presse
Kontext
Einordnung:Die Ausstellung verortet sich im Diskurs der abstrakten Kunst und des Post-Minimalismus, indem sie die phänomenologische Erfahrung zwischen Werk, Raum und Betrachtenden ins Zentrum rückt. Zeitgenössische Positionen wie Myriam Holme und Stephan Baumkötter repräsentieren dabei das Feld des *Expanded Painting* und der radikalen Farbfeldmalerei, in denen Materialität und atmosphärische Verläufe die klassische Zweidimensionalität überwinden. Durch die multimediale Verschränkung von plastischer Malerei, Video und hermetischer Skulptur dekonstruiert die Schau das modernistische Paradigma der absoluten Erkennbarkeit. Die bewusste Inszenierung von Opazität und Entzug knüpft an ästhetische Konzepte der Unschärfe sowie des Erhabenen an, um die Rezeption gezielt zu verlangsamen. Kunsthistorisch spannt sich so ein Bogen von den Wegbereitern der Abstraktion zu einer postmodernen Reflexion unserer Gegenwart, in der die Grenzen des rationalen Verstehens und der Verlust tradierter Ordnungssysteme als produktiver, ästhetischer Schwebezustand neu verhandelt werden.







