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Aperture, monitor, field, mouth, language,

31.10.2026 - 10.01.2027 | Kunstverein für Mecklenburg und Vorpommern in Schwerin

Eingabedatum: 26.10.2026

Werkabbildung
Keta Gavasheli, In the Middle of the Blank Page II, 2024. Courtesy: Keta Gavasheli & LC Queisser, Köln / Cologne, Tiflis / Tbilisi.
Die Gruppenausstellung Aperture, monitor, field, mouth, language, im Kunstverein für Mecklenburg und Vorpommern in Schwerin (31.10.2026–10.01.2027) vereint Videoinstallationen, Skulpturen, Fotografien und Fotogramme von Keta Gavasheli, Danae Io, Chantal Kaufmann und Jonida Laçi. Ausgehend von der Beziehung zwischen Körper, Raum, Sprache und Objekt entwickeln die Künstlerinnen medienübergreifende Arbeitsweisen, die Wahrnehmungsgewohnheiten und darin eingeschriebene Machtverhältnisse sichtbar machen und verschieben. Dabei thematisieren sie Technologie als Erweiterung des Körpers und der Wahrnehmung – von filmischer Kameraführung über fotografische Bildgebungsverfahren bis hin zu optischen Apparaten – und reflektieren, wie Bilder historisch und gegenwärtig produziert, gerahmt und gelesen werden. Der Ausstellungstitel, basierend auf einem Zitat der Autorin Quinn Latimer, verdeutlicht in diesem Zusammenhang die Rolle eigener Aufzeichnungen und medialer Instrumente – Kameras, Monitore und Projektionen – als Übersetzung und Interpretation der gebauten Umwelt. Der Text, aus dem das Zitat entnommen ist, nimmt dabei das erste dokumentierte fotografische Bild, View from the Window at Le Gras (1826) von Nicéphore Niépce, zum Ausgangspunkt. In ineinandergreifenden Prozessen entstehen Bilder, die in narrative Strukturen eintreten, sich aber stellenweise auch ihrer Auflösung widersetzen. Sie verschieben sich entlang von Strukturen der Wiederholung und bewegen sich in Schleifen wie die Erinnerung selbst, in denen Bedeutung fortwährend neu konfiguriert wird.

English summary:
The group exhibition Aperture, monitor, field, mouth, language, at Kunstverein für Mecklenburg und Vorpommern in Schwerin brings together video installations, sculptures, photographs, and photograms by Keta Gavasheli, Danae Io, Chantal Kaufmann, and Jonida Laçi. Investigating the intersections between body, space, language, and object, the participating artists develop cross-media practices that question habitual perception and reveal embedded power structures. Technology is framed as an extension of the body and sensory awareness, encouraging critical reflection on how images are produced, framed, and interpreted historically and today. Borrowing its title from author Quinn Latimer, the exhibition approaches recording devices as interpretive tools of the built environment, weaving iterative loops of memory and meaning.

31.10.2026 - 10.01.2027
Kunstverein für Mecklenburg und Vorpommern

Spieltordamm 5, 19055 Schwerin

https://www.kvmvsn.de

Presse

Kontext

Einordnung:
Die Arbeiten von Keta Gavasheli, Danae Io, Chantal Kaufmann und Jonida Laçi stehen in der Tradition einer medien- und apparatekritischen Gegenwartskunst, die Bildproduktion im Schnittfeld von Körper, Raum und Macht reflektiert. Durch das Zusammenspiel historischer Verfahren wie dem Fotogramm mit Skulptur und zeitbasierten Videoinstallationen schlagen die Künstlerinnen einen Bogen von den Ursprüngen der Fotografiegeschichte bei Nicéphore Niépce bis hin zu aktuellen Diskursen der Visual Culture. Im Rekurs auf medientheoretische Konzepte der Prothetik – Technologie als sensorische Erweiterung des Körpers – dekonstruieren sie den vermeintlich neutralen Blick des optischen Apparats. Mittels repetitiver Schleifen und narrativer Brüche werden Wahrnehmungsgewohnheiten destabilisiert und Bilder als dynamische, stets neu verhandelte Konstrukte von Sprache und Erinnerung erfahrbar gemacht.
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