Populism - Frankfurter Kunstverein (11.5.-4.9.2005)


Eingabedatum: 04.05.2005

Populism - Frankfurter Kunstverein (11.5.-4.9.2005)

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" Das Projekt Populism versucht einen konkreten Ort für jene Erfahrungen, Reflexionen und Diskussionen zu formulieren, die in Verbindung zu einem ebenso komplexen wie weitläufigen zeitgenössischen politischen Phänomen stehen. Es gibt wenig Zweifel daran, dass populistische Bewegungen einen großen Teil ihrer Überzeugungskraft aus ihrer Fähigkeit ziehen, jene Affekte und Begehren zu schüren, die außerhalb jener Prozesse liegen, die die offizielle demokratische Politik kennzeichnen. Auf dieser affektiven Ebene kann eine Kunstausstellung ansetzen, die Erfahrungs- und Reflexionsräume bietet, die sich von anderen öffentlichen Foren unterscheiden. Der Ausgangspunkt liegt hier in der Idee, dass die Affekte und Begehren, die populistische Politik charakterisieren, sich nicht notwendigerweise von jenen unterscheiden, die ihren Ausdruck in der Sphäre der Kunst finden. Schlüsselfragen sind auch, wie sich Formen des Populistischen selbst - ob links- oder rechtsgerichtet, progressiv oder reaktionär - und ihre Suche nach Massenwirksamkeit über Stilbewusstsein und ästhetische Strategien propagieren. Es sind die Ökonomien der Zeichen und des Begehrens, die sich auch in der politischen Imagination der visuellen Kunst finden und aktuelle Kulturdebatten adressieren, indem sie Räume und Bilder schaffen, die die Vorstellung von Demokratie modifizieren.

Populism zeigt neue Werke und Projekte von ca. 40 internationalen KünstlerInnen und Künstlergruppen und vereint eine Vielzahl künstlerischer Strategien.

Die Ausstellung zielt nicht darauf ab, ihr Thema durch "populistische Kunst" zu illustrieren. Die KünstlerInnen der Ausstellung befassen sich vielmehr auf sehr unterschiedliche Weise durch Unterthemen mit populistischen Einstellungen und Ideologien unserer Zeit: die massenmediale Projektion von Politik; Wirtschaftspopulismus und Kulturindustrie; Gruppen- und korporative Identitäten; Repräsentationen und Räume »des Volkes«; Gesetz, Ordnung und Sicherheit; religiöse und moralische Kontroversen; Nationalismus und Xenophobie. Während einige KünstlerInnen versuchen, positive Formen des Populistischen jenseits der Demagogie zu finden und den Unterdrückten eine Stimme zu geben, untersuchen andere alternative Strategien der Repräsentation und Organisation als Kritik der Versprechen des Populismus.
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Die Ausstellung, die das Verhältnis zwischen zeitgenössischer Kunst und aktuellen politischen, populistischen und kulturellen Tendenzen in den Mittelpunkt rückt, findet parallel in vier führenden europäischen Museen und Ausstellungshäusern statt:

Centre for Contemporary Art, Vilnius. 8. April bis 4, Juni 2005
National Museum of Art, Architecture and Design, Oslo. 15. April bis 2. September 2005
Stedelijk Museum, Amsterdam. 29. April bis 4. September 2005
Frankfurter Kunstverein, Frankfurt am Main. 10. Mai bis 4. September 2005" (Presse / Frankfurter KV)

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11-19 Uhr

Frankfurter Kunstverein | Steinernes Haus am Römerberg
Markt 44 | 60311 Frankfurt am Main | Fon (0049) 069 219314-0


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